Spotlight | Prof. Dr. Eva Asselmann: Too much? Was wir in der Führung psychologisch unterschätzen
Shownotes
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Transformation, Krisen, ständige Erreichbarkeit: Viele Unternehmer:innen und Führungskräfte haben das Gefühl, dass gerade alles zu viel ist. Was dabei oft unterschätzt wird: Dahinter steckt kein individuelles Versagen, sondern ein kollektives Phänomen mit klaren psychologischen Mustern. Denn in unsicheren Zeiten suchen wir nach Kontrolle, gerade dann, wenn sie sich am wenigsten herstellen lässt.
In der fünften Spotlight-Sonderfolge von „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ spricht Gastgeber & Maschinenraum-Geschäftsführer Tobias Rappers mit Prof. Dr. Eva Asselmann, Persönlichkeitspsychologin und SPIEGEL-Bestsellerautorin („Too Much. Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden“). Es geht um die Fragen, die im Führungsalltag oft unausgesprochen bleiben: Wann wird der Anspruch, alles im Griff zu haben, zur Falle? Woran erkennt man, dass Stress in Erschöpfung kippt? Warum wird es an der Spitze schnell einsam, und wie bekommen Führungskräfte trotzdem ehrliches Feedback? Und was hilft psychologisch, wenn im Familienunternehmen eine Generation loslässt und die nächste übernimmt?
Mit Erkenntnissen aus der Persönlichkeitspsychologie, Stimmen von Familienunternehmer:innen aus den bisherigen Folgen von „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ und konkreten Impulsen für den Alltag zeigt die Folge, was Führungskräfte innerlich stark macht: Selbstwirksamkeit statt Überkontrolle, Transparenz statt Perfektion und ein Loslassen, das paradoxerweise mit Akzeptanz beginnt.
Im Spotlight vertiefen wir die Themen, die Familienunternehmen bewegen – aus der Praxis des Maschinenraums heraus. Als Ökosystem von rund 80 mittelständischen Unternehmen bündelt er Erfahrungen und Fragen, die im Alltag relevant sind: vom Fachkräftemangel über digitale Transformation bis hin zu kulturellem Wandel. Genau diese Beobachtungen aus der Praxis bilden den Ausgangspunkt für vertiefende Gespräche mit Gastgeber Tobias Rappers und Expert:innen, die sie einordnen und Lösungen greifbar machen. So entstehen Episoden, die nah an den Herausforderungen der Unternehmen sind und zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo wir genauer hinsehen und gemeinsam ins Handeln kommen. Genau da gehört das Spotlight hin.
+++ Fotocredit: Silke Weinsheimer +++
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+++ Spiegel-Bestseller von Prof. Dr. Eva Asselmann: Too much. Warum wir Kontrolle suchen – und Kraft im Loslassen finden +++
+++ Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreib eine Mail an allesneu@maschinenraum.io +++
+++ Mehr zum Maschinenraum auf unserer Website und auf LinkedIn +++ Gastgeber: Tobias Rappers | Redaktion: Rebecca Marquardt +++
Transkript anzeigen
00:00:03: Alles neu, das Spotlight aus dem Maschinenraum.
00:00:11: Herzlich willkommen zurück im Maschineraum.
00:00:13: und zurück zu unserer Spotlight-Folge.
00:00:15: alles neu aus der Maschinraum!
00:00:17: Ich bin Tobias Rappers, ich bin Geschäftsführer des Maschineraums und heute euer Host für diese ganz besondere Folge.
00:00:24: In diesen Spotlightfolgen betrachten wir mal ein Thema etwas näher was uns in den Folgen mit den Unternehmern und Unternehmerinnen besonders bewegt.
00:00:33: Und heute soll es um das Thema Veränderung gehen und wie wir als Menschen mit diesen Veränderungen umgehen.
00:00:39: Wir haben Transformation, wir haben Krisen, immer mehr Verantwortung die wir als Unternehmer-Unternehmerinnen als Führungskräfte tragen müssen und die Frage ist Wie handelt man das am besten?
00:00:51: Wir hören immer wieder des Menschen in den Unternehmen sagen Das ist eigentlich viel zuviel Es ist ein neues Thema was kommt und das kommt zusätzlich zu den Themen die schon da sind.
00:01:00: und über dieses psychologische Phänomen, was das mit uns als Menschen macht wollen wir sprechen.
00:01:06: Mit Professor Eva Asselmann sie ist Professorin in Potsdam Sie hat mehrere Bücher geschrieben zuletzt einen Spiegel Bestseller mit dem Titel Too Much und ihr wollen wir darüber sprechen.
00:01:18: wie geht man damit eigentlich um?
00:01:19: Was gibt es für Tricks?
00:01:21: Was ist normal, was ist nicht normal?
00:01:23: Und dabei wollen wir den Thema nicht nur theoretisch auf den Grund gehen sondern auch ganz praktische Tipps und Tricks verraten die euch vielleicht dann ab morgen auch im Alltag helfen, in solchen Situationen gelassener und besser umzugehen.
00:01:38: Viel Spaß mit dieser Spotlight-Folge!
00:01:41: Mit Professor Eva Asselmann... Und los geht's!
00:01:47: Herzlich willkommen im Maschinenraum.
00:01:48: Schön, dass du da bist.
00:01:49: Ja ich freue mich auch, vielen Dank für die Einladung.
00:01:51: Eva stell dir vor, du bist bei uns an der Espressober im Maschineraum.
00:01:54: Ich weiß gar nicht ob du sie gerade gesehen hast.
00:01:58: Die ist sehr beliebt diese Espressover.
00:02:02: Und stell dir vor, du bist an so einem typischen Dienstag da.
00:02:05: Steht eine Führungskraft zwischen zwei Terminen an dieser Espresse bar, trinkt diesen Espresso ganz schnell in anderen Händen noch ein Handy und nach einer Minute ist sie wieder weg wirkt gehetzt.
00:02:17: Was geht hier bei diesem Bild durch den Kopf?
00:02:20: Ich kann mich da sehr gut mit identifizieren ich glaube viele andere Menschen auch weil das unser Zeitgefühl sehr gut beschreibt.
00:02:28: Und gleichzeitig ist das so eine typische Situation, wo man eigentlich sehr gut kurz innehalten könnte.
00:02:33: Man könnte ja auch den Espresso nehmen, sich kurz auf den Atem konzentrieren und tief ein noch langsam mal wieder ausatmen.
00:02:41: Was tun wir stattdessen?
00:02:42: Wir schauen auf unser Handy lassen uns hetzen und treiben, sodass dieses Interhalten gar nicht mehr vorkommt und unser Alltag noch stressiger wird.
00:02:51: Wann hattest du zuletzt das Gefühl, dass es zu viel ist als too much ist um deinen Buchtitel zu nehmen.
00:02:57: Ich
00:02:57: war vor einigen Wochen länger in den USA, hatte mir Urlaub genommen und kurz bevor ich zurückgereist bin da dachte ich mich schon oh Gott ich habe jetzt so viele Termine und Deadlines und Aufgaben und das türmt sich alles von mir auf und dieser antizepatorische Stress ist bei mir manchmal relativ stark.
00:03:17: dann kam ich aber zurück und war dann wieder relativ gut im Flow.
00:03:22: Ich hab dieses Gefühl häufig wenn ich sehr müde bin.
00:03:25: Also wenn ich abends merke, ich bin tot müde.
00:03:30: Dann gehe ich manchmal nicht ins Bett sondern denke stattdessen aber nach wie viel das doch alles ist und schauen mir noch irgendwelche Aufgaben an.
00:03:37: Das sollte man natürlich nicht tun!
00:03:39: Und ich glaube dieses Gefühl kennen irgendwie alle und ich persönlich kenne es auch.
00:03:42: Das sind mal private Themen häufig dann auch Themen aus der Arbeit und dieses Gefühl dass es zu viele ist, das hören wir ganz häufig Wenn wir mit Unternehmen sprechen, wenn wir in die Organisation reinhorchen.
00:03:58: Gleichzeitig haben wir es auch ziemlich häufig bei uns im Podcast gehört von Unternehmerinnen und Unternehmern, von Geschäftsführenden.
00:04:04: Und ich habe mich gefragt ist dieses Gefühl das alles zu vieles eigentlich ein objektiv berechtigtes Gefühl oder kommt es uns aktuell einfach nur sofort?
00:04:14: Dass gerade extrem viel passiert und wir einfach auch viel darüber sprechen dass viel passieren.
00:04:20: Gefühle sind natürlich immer berechtigt.
00:04:24: Ich denke charakteristisch ist, dass sich das so schwer greifen lässt.
00:04:29: Das ist ja nicht ein Faktor, sondern es sind ganz viele Dinge.
00:04:32: Einmal hat sich die Welt unheimlich beschleunigt und dem ist viel schneller als früher.
00:04:39: Beschleunigung bedeutet auch immer Verdichtung, immer mehr reize Nachrichten und Erwartungen strömen auf uns ein.
00:04:46: Wir sind in ganz vielen Rollen gleichzeitig die Arbeitszeiten flexibler aber auch fragmentierter sprich wir haben gar nicht mehr diese gesetzten Pausenzeiten.
00:04:56: dann ist ein unheimlicher Selbstoptimierungsdruck, weil wir uns mit Menschen auf der ganzen Welt vergleichen können.
00:05:02: Auch auf Social Media müssen uns selbst verorten, weil alles irgendwie möglich scheint man aber trotzdem den eigenen Weg finden muss.
00:05:10: Viele Menschen fühlen sich auch einsam, weil sie sehr gefangen sind in ihrem Alltag und kaum noch Raum oder Möglichkeiten bleiben um andere Menschen zu treffen.
00:05:20: die negative Nachrichten, die Sorgen um die Zukunft so viele unterschiedliche Dinge die zu einem ganz diffusen Gefühl zusammenwachsen.
00:05:31: Und bei Menschen entsteht dann häufig der Eindruck, nur mir geht das so!
00:05:34: Also ich versage irgendwie... Ich komme mit meinem Alltag nicht klar.
00:05:37: In Wirklichkeit ist es aber ein kollektives Phänomen, dass gerade ganz viele Menschen umtreibt.
00:05:42: Ich finde es ganz wichtig sich das mal klarzumachen.
00:05:45: Es ist eben kein individuelles Versagen, dass wir zu schwach sind sondern etwas was sehr charakteristisch ist aktuell.
00:05:53: Und wenn wir das in der Zeit mal so vergleichen, dann ist es interessant, dass ja nicht alles schwerer geworden ist.
00:05:59: Das
00:06:00: war ich nämlich gerade fragen, woran merkt man den Unterschied zu früher vielleicht oder auch nicht?
00:06:05: Also vor hundertfünfzig Jahren zum Beispiel haben die Menschen ja schwer körperlich gearbeitet – so hart wie uns das heute wahrscheinlich kaum noch vorstellen können.
00:06:15: Viele hatten auch kaum Ruhetage, Skarpefi weniger gesetzlichen Arbeitsschutz und so.
00:06:21: Also die Arbeitsbedingungen waren körperlich häufig um einiges härter – die Lebensbedingung auch.
00:06:27: Was zugenommen hat gerade in den letzten Jahren ist dieser mentale Stress.
00:06:33: All diese Faktoren, die ich gerade aufgezählt habe sind ja mentaler Natur.
00:06:38: Und es ist etwas Unsichtbares, was man kaum mitbekommt, was irgendwie so da ist.
00:06:45: Was aber auf Dauer sehr belastend sein kann.
00:06:49: Und du sagst das es unsichtbar?
00:06:52: Manchmal fühlt es sich auch unsicher an also man weiß gar nicht genau was passiert eigentlich als nächstes.
00:06:58: Man hat viele Möglichkeiten und muss ja trotzdem irgendwie so seinen Weg gehen.
00:07:01: und in deinem Buch beschreibst du dass diese Unsicherheit häufig auch dazu führt, dass Menschen nach Kontrolle suchen.
00:07:09: Warum ist das so?
00:07:10: ein menschlicher Reflex diesen Kontrollanspruch hat, gerade wo man eigentlich weiß okay es passiert aber grad so viel.
00:07:18: ich kann vielleicht gar nicht die Kontrolle über alles haben.
00:07:21: Kontrolle ist ein menschliches Grundbedürfnis dass Menschen schon immer hatten weil das unser Überleben sich hat.
00:07:27: wenn wir uns mal unsere Vorfahren vorstellen in der Sabane Die mussten Gefahren vorhersagen können.
00:07:34: Wann waren da Bildetiere?
00:07:36: Wo waren giftige Pflanzen, wie konnte man sich irgendwie vorbereiten und schützen.
00:07:40: Das war überlebenswichtig.
00:07:42: also Kontrolle zu haben über das was mit uns in unserer Umwelt passiert Und dieser Instinkt dieses Bedürfnis dass wohnt uns immer noch inne.
00:07:52: wir möchten wissen und wir möchten auch mit gestalten können Was mit uns passiert.
00:07:57: wenn dieses Gefühl verloren geht dann fühlen wir uns ohnmächtig und Ohnmacht bedeutet immer massiven Stress.
00:08:05: Und gleichzeitig im Unternehmenskontext wissen wir, dass diese Unsicherheit da ist und dass wir sie vielleicht auch in ein gewisser Weise ja positiv entgegen gehen müssen.
00:08:15: Weil es darum geht Sachen zu lernen, Sachen auch auszuprobieren, zu gestalten.
00:08:20: Wann wird dieser Kontrollanspruch zu einer Falle für Teams?
00:08:25: Für Führungskräfte?
00:08:26: Für ganze Organisationen?
00:08:28: Unsicherheit ist erst mal ein unangenehmes Gefühl und wir wollen das häufig nicht wahrhaben und so wegdrücken.
00:08:33: Und im Unternehmenskontext bedeutet das häufig, dass wir entweder erstarren und warten bis Sicherheit irgendwann kommt die dann eben nicht kommen.
00:08:42: Wir machen also nichts mehr und kleben dann fest, wir bewegen uns nicht von der Stelle oder dass wir über kontrollieren.
00:08:48: Das wird zum Beispiel Micro-Managen immer mehr Informationen suchen um vermeintliche Sicherheit herzustellen und beides ist natürlich Hilfreich.
00:08:57: Hilfreicher ist es anzunehmen, dass die Welt heute sehr komplex ist, sehr mehrdeutig und unvorhersehbar.
00:09:04: Wir können keine vollständige Kontrolle-Sicherheit herstellen.
00:09:08: Und umso wichtiger wird es zu unterscheiden was kann ich kontrollieren?
00:09:13: Was liegt innerhalb meines Einflussbereiches und was außerhalb?
00:09:17: Zum Beispiel können wir schwer beeinflussen, wie sich die geopolitische Lage jetzt weiterentwickelt wird.
00:09:23: Das sind sehr übergeordnete Faktoren wo wir nur wenig oder gar keinen Einfluss drauf haben.
00:09:29: Ergulont ist auch nicht den ganzen Tag alle Energie alles Sorgen nur auf das zu verwenden.
00:09:35: hilfreicher ist es auf dass zu schauen was ich jetzt gerade in der Hand habe.
00:09:39: Ich kann vielleicht nicht vorhersehen wie die nächsten fünf oder zehn Jahre werden Aber ich kann vielleicht mitgestalten, was wir heute oder diese Woche machen.
00:09:50: Also ich kann schauen wo habe ich Einfluss drauf und was ist der nächste kleine Schritt den ich gehen kann alleine oder mit meinem Team?
00:09:59: Also auch die Unterscheidung von... Was beschäftigt mich jetzt gerade so und was beeinflusst mich und wo hab' ich ... das hat eine Auswirkungen sozusagen auf.
00:10:08: Was kann ich beeinflussen sozusagen?
00:10:10: Es gibt natürlich auch Dinge, die können wir nicht beeinflussten.
00:10:12: Die beschäftigen uns.
00:10:13: Dann lohnt es auch nicht, sie einfach wegzudrücken sondern es hilft schon zu schauen was belastet mich denn gerade?
00:10:20: was macht das mit mir auch mit anderen darüber zu sprechen dieses Gefühl irgendwie zu verarbeiten und überlegen wie kann ich damit umgehen?
00:10:29: aber so die Arbeitskraft die lohnt sich ja auf das zu fokussieren was innerhalb unseres Einflusses liegt Und auch stückweit anzunehmen, dass wir handeln müssen.
00:10:43: Auch wenn keine vollständige Sicherheit existiert gerade in unsicheren Zeiten ist Flexibilität super wichtig, das wir eben nicht erstarren und uns festkrahlen sondern Flexibel bleiben um mit dem gehen zu können was kommt?
00:10:58: Du hast auch angesprochen von der erhöhten Schnelligkeit von der zugenommen Entscheidungstichte von der ständigen Erreichbarkeit, von den Reizüberflutungen.
00:11:11: Was macht das eigentlich mit unseren Gehirn?
00:11:13: und auch was macht es mit der Qualität von Entscheidungen?
00:11:17: Wir geraten durch diese Flut an Reizen- und Belastung unter Stress.
00:11:22: Und Stress ist eigentlich erstmal etwas sehr Hilfreiches.
00:11:25: Stress bedeutet immer dass unser Körper zusätzliche Energie bereitstellt damit wir mit den Anforderungen im Außen gut umgehen können.
00:11:34: Problematisch wird Stress immer dann, wenn er zu intensiv oder chronisch wird.
00:11:38: Und das ist heute leider sehr leichter Fall.
00:11:40: Ergum ist mir schauen dass wir Zeiten haben in denen wir auch regenerieren können.
00:11:45: Das können schon so kleine Microbacks bei der Arbeit sein, dass ich zum Beispiel informär kurz innehalte zb an der Espressobar kurz ein und aus atme oder Wenn es möglich ist in der Mittagspause einmal um den Block gehe oder ja auch einfach nur kurz ans Fenster trete und schaue, wie bin ich denn eigentlich hier?
00:12:05: Um dann wieder reinzugehen in die Arbeit.
00:12:08: Und da ist es natürlich wichtig bei so vielen Reizen, Nachrichten, Erwartungen, Informationen das Ganze ein bisschen zu filtern und auch zu schauen, wie strukturiere ich denn meinen Alltag damit ich nicht permanent bombardiert werde von all diesen Reizen.
00:12:24: Ich kann zum Beispiel mein Smartphone mal in die Schublade legen oder ich kann schauen, dass sich nur ein Tab öffne und meine E-Mails geballt einmal am Stück Checker anstatt mich permanent rausreißen zu lassen wenn man gerade eine Nachricht einkudelt um so Fokuszeit zu ermöglichen.
00:12:42: Gerade das hilft weil wir wissen es dieses permanente Zwitschern zwischen Anforderungen ganz viel mentale Energie kostet.
00:12:49: Weil unser Gehirn muss immer wieder springen und muss immer Wieder Energie darauf verwenden sich neu einzustellen auf ne bestimmte Aufgabe über die Zeit sehr, sehr kostspielig.
00:13:00: Jetzt sagst du es, dass Stress in gewisser Form ja auch normal ist und vielleicht auch gesund sein kann für den Hypokonda unter uns?
00:13:11: Wann kippt denn dieser Dauerzustand in der Schöpfung?
00:13:14: oder was sind so Wahnsignale, die man vielleicht an sich selbst oder auch an einem Team, das man fühlt, erkennen kann um zu wissen okay Sie müssen sich auf die Bremse drücken oder Routine verändern.
00:13:27: Oder ein Filter einbauen für die ganzen Weizen, die auf einen zukommen.
00:13:32: Wahnsinngale sind zum Beispiel wenn ich merke dass ich über längere Zeit sehr angespannt bin, sehr ausgelaut und erschöpft.
00:13:39: Dass ich abends schwer zur Ruhe finde vielleicht nicht mehr einschlafen kann.
00:13:43: körperliche Schmerzen habe mir häufiger Infektor... Körperliche
00:13:47: schmerzen sind dann z.B Kopfschmerzen?
00:13:49: Genau Kopfschmärz, Verspannung, Rückenschmerzen.
00:13:53: Wir können auch somatisieren.
00:13:54: Wenn wir psychisch belastet sind, schlägt das häufig auf den Körper, dass es unseren körperlich nicht gut geht, dass der Alltag zunehmend Zier- und Belasten erscheint uns Dinge weniger Freude machen.
00:14:07: Wir auch weniger Energie aufbringen für die Dinge, die wir sonst eigentlich gern tun und die uns sonst Energie geben würden.
00:14:13: zum Beispiel passiert ist ja häufig wir sind gestresst dann sagen wir das Treffen mit Freunden ab Und eigentlich würde uns das sehr viel positive Energie geben und dann kann es passieren, dass wir in so einen Teufelskreis geraten.
00:14:27: Wenn jetzt wir in die Unternehmensebene reinkommen da sagtest du, dass man nicht immer versuchen soll alles zu kontrollieren sondern auch lernen soll loszulassen?
00:14:37: Wir haben ja auch viele Unternehmer unternehmerinnen hier im Maschinenraum Zugaste auch in unserem Podcast und manchmal habe ich den Eindruck des wahrgenommener Kontrollverlust auch als Schwäche ausgelegt wird.
00:14:50: Also was ist deiner Meinung nach jetzt, wo es ja Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Selbstwirksamkeit?
00:15:00: Ja, Kontrolle ist in einem gewissen Maße schon hilfreich.
00:15:05: Wir haben gerade von Kontrolle gesprochen im Kontext von Überkontrolle also wenn ich versuche Dinge extrem zu Micromanagen zu hundert Prozent zu kontrollieren.
00:15:15: Natürlich brauchen wir gerade in der Arbeitswelt ein gewisses Ausmaß an Kontrolle, wir brauchen ja Strukturorganisationen das ist sogar hilfreich.
00:15:22: damit bin ich in Stress geraten also wenn unsere Arbeit völlig chaotisch verliefet werden wir noch gestresster.
00:15:30: Wir sprechen in der Psychologie auch von einer internalen Kontrollüberzeugung dass meint Überzeugt davon bin, dass ich selbst Dinge mitgestalten und beeinflussen kann.
00:15:42: Und die sogar total gut wenn ich diese Überzeugung habe.
00:15:46: Die ist ganz eng verwendelt mit der Selbstwirksamkeit.
00:15:50: Das ist ein Konzept was ein bisschen spezifischer ist und meint das ich überzeugt bin wenn Schwierigkeiten oder Probleme auftreten, dass sich die dann auch lösen werden.
00:16:00: Wenn wir davon überzeugt sind, können wir wesentlich besser mit Unsicherheit und Stress.
00:16:05: Mit Herausforderungen natürlich umgehen weil wir da sehr viel zuversichtiger und entspannter bleiben.
00:16:11: Neben diesem Thema Kontrolle und auch die Schwierigkeit des Loslastens kommt in unserem Podcast häufiger manchmal das Gefühl rüber dass Führungskräfte sich einsam fühlen.
00:16:23: Einsam fühlten in ihrer Rolle.
00:16:25: sie kann Sparings Partner haben keine Piers haben einsam vielleicht auch weil Und die Rollen für Erwartung, dass es irgendwie so vorgibt oder weil Menschen einen aus dem Weg gehen.
00:16:35: Weil du der Chefin bist.
00:16:37: Da möchte ich als nächstes mit dir drauf eingehen und da haben wir ein Zitat mitgebracht.
00:16:41: Ein O-Ton aus der Folge ... Heute sitze ich manchmal auch alleine in der Kantine oder ich muss mich bewusst irgendwo dazusetzen Und das ist natürlich rein symbolisch.
00:17:00: Aber man wird selbst vorsichtiger, dass Feedback was man bekommt.
00:17:06: Das kann ja aufrichtig sein aber man weiß es nicht und man wertet das selbst ab.
00:17:12: Die Schwierigkeit ist, dass ich auf der einen Seite für mich entschieden habe irgendwo auch eine Distanz ein Zaun um mich herum zu ziehen.
00:17:20: Aber umgekehrt brauchst du auch eine Nähe damit ich weiß, Von wem kommt das Feedback?
00:17:26: Das kann ich ernst nehmen und das ist mir auch wichtig.
00:17:29: Und die Beziehung muss sich pflegen, weil es eine Quelle, ne?
00:17:31: Eine Energiequelle.
00:17:34: Der Unternehmer oder der CEO, der einsam am Tisch in der Kantine sitzt – obwohl jeder im Unternehmen ihn kennt, das Bild kann sich, glaube ich, jeder vorstellen -, kann man einsam sein, obwohl man umgeben ist von Menschen?
00:17:47: Ja auf jeden Fall!
00:17:48: Und wir unterschätzen das häufig... Wir denken ja oft so, der CEO oder die CEO hat alles in der Hand und kann alles mitgestalten.
00:17:55: Wie toll!
00:17:56: Diese Person kann bestimmen wie sie lustig ist.
00:18:01: Gleichzeitig macht das aber auch einsam weil es einen Machtgefälle gibt ein Hierarchie-Gefälle Und sobald wir dieses Machtgefelle haben bedeutet dass auch das andere natürlich nicht mehr so offen zu uns oder zu denjenigen Personen weil das könnte ja negative Konsequenzen bedeuten.
00:18:20: Und diese selektive Beteiligung, dass man eben nur noch einige Informationen bekommt kann sehr, sehr einsam machen, weil man eben nicht mehr authentisch Teil des Teams ist sondern irgendwie außerhalb.
00:18:33: Und deswegen ist es ganz wichtig, sich Sparing-Partner zu suchen.
00:18:36: Zum Beispiel Menschen außerhalb die in ähnlichen Positionen sind mit denen man sich austauschen kann sehr offen über die Herausforderungen im Alltag.
00:18:48: Der Georg beschreibt in dieser Podcastfolge das Feedback für eine Energiequelle und dass es ein Stück weit auch geschäftskritisch ist.
00:18:58: Ehrliches Feedback bekommt zu sich oder den Entscheidungen, die das Unternehmen trifft.
00:19:04: Was passiert wenn Führungskräfte – das müssen ja nicht immer nur der oberste Chef sein und ich oberse Chefin sein – kein ehrliches Feed back mehr bekommen aus der eigenen Organisation?
00:19:14: Das ist ein weiterer Punkt weil wir Feedback brauchen um uns selbst verorten zu können auch verbessern zu können.
00:19:21: Ich muss ja wissen was läuft gut, was läuft schlecht, was ärgert Menschen vielleicht auch damit?
00:19:26: ich weiß wo ich ansetzen kann Ansonsten tapp ich immer im Dunkeln.
00:19:30: Und wenn ich jemand bin, der gerne Sicherheit und Kontrolle hat kann das auch dazu führen dass sich sehr viel darüber nachgrübe.
00:19:35: was könnten denn die anderen jetzt eventuell denken?
00:19:38: wie kam das an?
00:19:40: Was halten sie von mir als Führungspersonen?
00:19:42: und das kann Menschen sehr wach und beschäftigt halten und sehr belastend sein.
00:19:48: wir können aber einiges dafür tun um authentisches Feedback zu bekommen vielleicht nicht zu hundert Prozent authentisch Aber dass sich Menschen Trauen, sich einzubringen und vielleicht viel offener über Missstände Fehler oder Dinge zu sprechen die aktuell nicht gut laufen indem wir die Unternehmenskultur entsprechend formen.
00:20:10: Ein ganz wichtiger Faktor dabei ist Psychologische Sicherheit also das wir einen Klima schaffen wo Menschen das Gefühl haben ich kann Fragen stellen Ich kann Fehler zugeben Leute, ich hab das hier noch nicht kapiert.
00:20:26: Ohne dass die Person bloßgestellt wird und als Führungskraft können wir zu diesem Klima sehr maßgeblich beitragen in dem wir uns selbst genauso verhalten indem wir zum Beispiel auch Fragen stellen offen sagen.
00:20:39: auf dieses Problem habe ich gerade auch noch keine Antwort.
00:20:42: aber lasst uns doch vielleicht mal hier schauen indem ich selber auch Fehler transparent kommuniziere
00:20:48: den man selbst gemacht hat dann
00:20:50: genau also es geht nicht darum zu oversharen und irgendwelche Intimitäten preiszugeben, sondern auch Transparenz machen.
00:21:00: Das wissen wir noch nicht, das ist offen.
00:21:02: da habe ich jetzt gerade keine Antwort drauf.
00:21:04: Gerade in unsicheren Zeiten ist es total wichtig viele Menschen in Führungspositionen glauben sie müssten immer stark sein, immer perfekt sein auf alles die Antwort haben und Leuten ganz klar sagen hier gehts lang.
00:21:17: Das ist aber in unsicherer Zeiten überhaupt gar nicht möglich.
00:21:20: Wenn ich dann versuche, diesem Anspruch gerecht zu werden, kann es sein dass ich ganz klare Aussagen tätige die sich dann in drei Monaten als falsch entpuffen und dann leidet er meine Glaubwürdigkeit.
00:21:33: Und wenn ich viel transparenter mache das wissen wir und das hier ist aber noch offen.
00:21:37: Aber ich habe eine Idee wie wir damit eventuell umgehen könnten wirklich viel vertrauenswürdiger.
00:21:43: Und wenn ich selbst auch offen Fehler zugebe und sage, ja das hier ist nicht gut gelaufen.
00:21:50: Das machen wir beim nächsten Mal anders.
00:21:51: Ich forme mich dadurch eine Kultur in der andere Menschen das Gefühl haben, ich kann mich einbringen, in der sie sich eher trauen mir einen Feedback zu geben.
00:22:01: Ja was ist, wenn ich in einer Organisation bin wo es diese psychologische Sicherheit vielleicht noch nicht gibt?
00:22:09: Ich selbst aber an mir merke als Mitarbeiter zum Beispiel dass ich ehrliches Feedback zurück dringe, weil ich vielleicht genau diese Angst vor den negativen Konsequenzen habe.
00:22:20: Was gibt es da für Tricks?
00:22:21: Vielleicht sich trotzdem in Mut zu fassen und zur Saal kommen.
00:22:23: Ehrliches Feed back ist ehrliches feedback.
00:22:26: Ich kann versuchen mit gutem Vorbild voranzugehen Und ein Faktor der da wichtig ist uns natürlich wie ich feed backe.
00:22:34: Es hilft, sehr wertschätzend zu sein und auch positives Rückzumelten.
00:22:39: Also auch zu sagen hey das ist total gut gelaufen.
00:22:42: ich finde die Punkte haben wir schon super hinbekommen.
00:22:44: schaut man das haben wir seit letztes aber auch alles geschafft.
00:22:47: Und dann kann ich ja gleichzeitig sagen Aber in dem punkt sehe ich noch Potenzial dass wir es anders machen.
00:22:53: also Ich Kann das er so verpacken dass ich nicht nur auf negatives schaue oder die Person als ganzes runter mache Sondern indem ich sage was schon alles da ist Und wo es eventuell noch was zu holen gibt.
00:23:07: oder ich kann das als Wunsch formulieren.
00:23:09: Ich kann zum Beispiel versuchen, zu sagen, ich würde mir wünschen dass wir das vielleicht mal so und so machen anstatt jemand offen zu kritisieren.
00:23:17: Ja
00:23:18: der Punkt mit dem Zweifel lässt mich gerade nicht los weil ich das Gefühl habe dass wir zb hier bei uns im Podcast auch in den Gesprächen gibt schon manchmal einen Unterschied ob man mit einer Unternehmerin spricht oder einer angestellten Geschäftsführerin, oder ein Unternehmer und einen angestelten Geschäftshörer.
00:23:34: Also auch die Hörer können ja mal reinhören in den anderen Podcast, ob sie da Unterschiede merken?
00:23:40: Ich habe immer das Gefühl, dass so eine Gesellschaft da einem der die Organisationen, die Firma gehört, dass er viel offener und verletzlicher sich zum Beispiel unseren Gesprächen zeigt als es ein angesteller Geschäftsführer tut.
00:23:54: Und ein Beispiel ist gar nicht in diesem Vergleich, aber ein Beispiel, wo sich eine Person offen mit seinen Zweifel umgeht.
00:24:01: Da haben wir im nächsten O-Ton das Beispiel kommt von Jakob Schöffl, der ist jetzt Gesellschaft und CEO von Schöффl aus der Folge vierundsechzig vom April zwei tausend sechsten zwanzig und da hören wir auch einmal direkt rein.
00:24:13: Egal welches Studium du machst egal welche Berufserfahrung du hast keiner wird dich auf diesen
00:24:19: Job vorbereiten können weil
00:24:21: dieses Gefühl auf einmal in der Gesamtverantwortung zu stehen Das ist eins, das du in keinem Buch lesen kannst.
00:24:29: Dass dir Leute vielleicht erzählen kann aber selbst am eigenen Körper zu erfahren ist eine völlig andere Geschichte.
00:24:36: Warum warst du dir sicher dass du das kannst diese Rolle anzunehmen?
00:24:40: Ich war mir nicht sicher und für mich ist es auch nach wie vor Eine mögliche Diskussion dass ich nach wie Vor nicht
00:24:49: der richtige bin.
00:24:51: Jakob hat das Unternehmen in der Nachfolge sehr jungen Alter, also verhältnismäßig jungen alter übernommen und spricht diesen Zweifel hieraus.
00:25:01: Und vor allem diesen sehr ehrlichen Punkt den ihr irgendwie auch total einleuchten ist dass keiner dich auf diese Rolle vorbereiten kann.
00:25:08: wenn du das hörst was geht dir da durch den Kopf?
00:25:12: Dass uns glaube ich alle mit ihm identifizieren können Das kennen wir ja alle.
00:25:16: man is in einer neuen Rolle und mein Zweifelt oh Gott krieg ich das hin.
00:25:21: Das etwas Urmenschliches Ja was uns allen begegnet, gerade wenn wir eine neue Rolle starten.
00:25:30: Wir unterschätzen das häufig, weil wir denken Aufstieg in der Führungsposition, Geschäftsführungen – das sind auch ganz tolle Dinge und Chancen die sich da auftun.
00:25:39: Gleichzeitig bedeutet es aber auch Stress natürlich, weil ich muss eine alte Rolle aufgeben und muss die Neue ausfüllen obwohl ich da noch keinerlei Erfahrung habe oder auch einsam an der Spitze bin.
00:25:51: Und was uns da hilft ist wenn wir uns klarmachen, ich hab das hier vielleicht noch nicht gemacht.
00:25:58: Aber ich habe mich ja früher schon in andere Dinge hinein gearbeitet.
00:26:02: Es geht häufig gar nicht so um ... Das was wir haben oder das Wissen die existierende Kompetenz sondern auch um den Prozess dahin.
00:26:14: Ich kann es vielleicht jetzt noch nicht und ich habe jetzt noch keine Erfahrung aber ich kann es lernen Und diese Lernfähigkeit habe ich auch früher schon mal unter Beweis gestellt.
00:26:23: Jetzt, finde ich, führt das auch zu viel Authentizität.
00:26:27: Wenn man sowas teilt und ich kann mir vorstellen ... Also Jakob macht glaub ich einen ganz fantastischen Job aber dass auch die Mitarbeiter diesen Podcast vielleicht gehört haben oder so, ja genau!
00:26:39: So ist der Jakob auch und deswegen ist er auch die richtige Person für uns im Familienunternehmen.
00:26:46: Man könnte aber auch gleichzeitig denken, dass so ein Zweifel so offen zu zeigen ein als Führungskraft vielleicht angreifbar macht.
00:26:54: Ja und das hängt natürlich auch vom Kontext von der Unternehmenskultur ab, es gibt ja sehr unterschiedliche Unternehmskulturen welche die sehr offen sind wo das gut ankommt wenn man sich auch ein Stück Waldwohnerabel zeigt Und andere, wo das überhaupt nicht angebe ist.
00:27:14: Wo vielleicht auch eine Ellenbogen-Mentalität herrscht.
00:27:17: Wo man denkt ja ich darf hier keine Schwäche zeigen sonst nutzt das jemand aus, wo man sich nicht so wohl damit fühlt und da habe ich ein Stück weit auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen.
00:27:32: Fühle ich mich jetzt wohl damit das zu teilen?
00:27:35: Ich muss ja nicht gleich hingehen alles teilen, sondern ich kann ja auch versuchen in einem kleinen Setting das erst mal zu teilen.
00:27:43: Mich hier und da so ein bisschen verletzlicher zu machen und zu schauen wie fühlt sich das für mich an?
00:27:49: Und wie kommt es auch bei den anderen?
00:27:52: Und erkennst du Tendenzen aus deiner Forschungsarbeit?
00:27:55: ob ist eher so eine Tendenz gibt Menschen wo wir als Gesellschaft tendierend dazu verletzt sicher zu werden oder eher autoritärer wenn das der Gegenpolis weiß jetzt gar nicht?
00:28:06: Generell ist schon die zeitliche Tendenz, dass wir heute deutlich offener sind menschlicher.
00:28:13: Uns eher zeigen als das früher der Fall war.
00:28:16: Früher war es ja viel rigider, starrer, autoritärer.
00:28:19: Es gab klare Hierarchien.
00:28:22: Gleichzeitig sehen wir einen interessanten Trend, dass es viele gibt, die sich auch ein bisschen mehr Hierarchie oder klarere Strukturen wünschen weil er's halt oder Sicherheit zu regieren kann.
00:28:34: Ja, aber der Trend ist eher zudem dass wir heute ein bisschen offener sind.
00:28:38: Wir haben ja in vielen Unternehmen auch eine Dutzkultur das man sich viel mehr auf Augenhöhe begegnet.
00:28:45: und Du sagtest ja eben du siehst auch einen Unterschied zwischen Angestellten und Unternehmern.
00:28:51: Da wissen wir aus der Forschung dass es da deutliche Persönlichkeitsunterschiede gibt.
00:28:56: Menschen die zum Beispiel gründen sind häufig sehr offen sehr risiko bereit auch bereit dieses Wagnis einzugehen, diese Risiken zu schultern.
00:29:07: Und das ist etwas was sie ausmacht und dann vielleicht auch eher mutig sein lässt wenn es darum geht sich vulnerable zu zeigen?
00:29:14: Ja das kann man glaube ich gut nachvollziehen.
00:29:16: Was du auch gesagt hast ist dass wenn man so eine neue Verantwortung wie zum Beispiel eine neue Rolle übernimmt da gibt es immer Herausforderungen an dem man wächst und auch Beispiel wie in der Vergangenheit das schon geschafft hat.
00:29:30: und dann gibt's aber auch Herausforderung die einen überfordern.
00:29:34: Wahrscheinlich kann man sich auch nicht alles schön reden und sagen so, ja das muss jetzt klappen weil ich habe das ja sowas ähnliches hier auch schon meine Vergangenheit geschafft.
00:29:43: Wovor verläuft da die Grenze zwischen den gerade an Herausforderungen die mich wachsen lässt?
00:29:48: Und der gerade der mich vielleicht überfordert?
00:29:52: Eine Herausforderung die mich waxen lässt ist in der Regel eine die so ein bisschen über meinem aktuellen Kompetenz Level liegt Aber noch erreichbar ist, dass ich das Gefühl habe wenn ich mich anstrengen dann packe ich das.
00:30:05: Vielleicht hab' ich am Anfang auch Zweifel aber ich erlebe dann, dass es möglich ist.
00:30:10: eine Überforderung wäre etwas das mich chronisch an mein Limit bringen wo ich auch merke ich werde immer gestresster Ich werd der Sache nicht so wirklich her und eigentlich macht es mich auf die Dauer komplett mürbe Und laugt mich aus.
00:30:26: Gibt es eine Möglichkeit das vorab zu erkennen?
00:30:28: Also oder auch bei Teams zu erkennen.
00:30:30: Was ist jetzt eine Herausforderung, die in diesem Wachstumsfeld fällt und welche vielleicht in der Überforderung fällt?
00:30:36: Das ist ja immer so eine Gratwanderung.
00:30:38: Und gerade bei sehr großen Herausforderungen hilft es, die mal runterzubrechen.
00:30:44: Sich nicht den ganzen Berg anzuschauen sondern sich überlegen was sind denn Etappen und was ist der nächste kleine Schritt, den wir gehen können?
00:30:52: ganz konkret.
00:30:53: Ja.
00:30:54: Wenn wir das runterbrechen und erstmal ins Gehen kommen, wird es häufig schon leichter.
00:31:00: Menschen haben in der Regel nicht das absolute Vertrauen von Anfang an sondern sie gewinnen zu Trauen durch das Gehen, durch das Erleben.
00:31:09: ich packe etwas.
00:31:10: Das ist also ein Prozess.
00:31:14: was auch sehr hilft ist wenn wir uns mit Menschen mit einem positiven Mindset umgeben die uns auch Mut zusprechen Also die an uns glauben die uns signalisieren.
00:31:25: Du packst das, die uns auch darauf aufmerksam machen was uns früher schon gelungen ist.
00:31:31: Man kann sich zum Beispiel mal aufmalen mit welchen Menschen habe ich den regelmäßig Kontakt bei der Arbeit aber auch privat und wer gibt mehr Energie und Zutrauen?
00:31:40: Wer wem fühlte mich gut und fühle dich mich stärker nachdem ich diese Person getroffen habe und mit denen kann ich mich ja häufiger umgeben.
00:31:47: also Menschen die mich mitziehen oder aufbauen genau
00:31:51: unterstützen
00:31:52: und Roll-Models, Menschen die auch mit Herausforderungen umgehen.
00:31:58: Da kann man sich ja anschauen wie machen sie das eigentlich?
00:32:01: Wie reagiert Person X wenn sie vor einer ähnlichen oder auch einer sehr großen Herausforderung steht?
00:32:08: Ja es ist spannend.
00:32:09: ich glaube dass ist auch ein Faktor hier im Maschinenraum wo sich jeden Monat acht tausend Entscheiderinnen austauschen das Unternehmensübergreifen und manchmal habe ich das Gefühl, dass da geht es nicht nur darum jetzt inhaltlich schneller zu Lösungen zu kommen oder Inspirationen zu bekommen sondern auch wirklich im wahrsten Sinne des Wortes Piers zu finden.
00:32:30: Oder Mitstreiter manche vielleicht auch Leid genutzt sozusagen wenn es um Aufgaben gibt die sie nicht so schön sind wie eine IT Einführung oder sowas.
00:32:39: Aber wenn man das Gefühl hat, man ist im Geben von Personen die einen antreiben und verstehen.
00:32:44: Dann ist es kulturell sehr positiv, psychologisch sehr positiv.
00:32:49: Jetzt sprechen wir hier auch über Familienunternehmen und wenn man über ein Familienunternehmer oder Unternehmerin spricht dann ist ja noch mal ein zusätzlicher Aspekt der irgendwie dabei einspielt.
00:33:01: Da ist man nicht nur auf einmal Führungskraft oder der Gründer sondern vielleicht der oder die Nachfolgerin, in die das Erbe von der vorherigen Generationen übernimmt ist bewahrt und dann weitergibt.
00:33:18: Das heißt er lastet ja noch mal eine spezielle Druck drauf wenn die ganze Familie eigentlich mit dem Tisch sitzt.
00:33:26: Und da wir auch ein O-Ton aus der Folge sechzig im Dezember zwanzig fünfzwanzig von Gerda Sönken.
00:33:33: sie ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin von Keil Auch ein Familienunternehmen und sie erzählt, wie sie in ihrem ersten Anlauf als Nachfolgerin bei ihrer eigenen Mutter gekündigt hat.
00:33:45: Und warum Sie das gemacht haben?
00:33:46: Wie sich das für sie angefühlt hat?
00:33:47: Da hören wir einmal rein!
00:33:49: Dann bin ich erst mal nach Hause gefahren und dann habe ich erst einmal geschlucht.
00:33:52: So gedacht, ach du schann!
00:33:54: Du hast deine ganze Familie entholt und deinen und jeden Mitarbeiter und dein Umfeld und du weißt überhaupt nicht was das jetzt für die Firma wirklich bedeutet?
00:34:01: Das hat ja eine Rattenschwanz, ne?
00:34:03: Das ist ja diese Verantwortung, die man da trägt spürt man schon.
00:34:09: Es lohnt sich wirklich mal in diese Folge reinzuhören und in die Geschichte von den Gerdern.
00:34:14: Sie ist in dieses Unternehmen eingestiegen, hat dann gemerkt so dass es nicht das... was im jetzigen Zeitpunkt zu mir passt, ist dann zu ihrer Mutter gegangen und hat ihren Job wieder gekündigt.
00:34:25: Hat dann etwas ganz anderes gemacht und es dann später als für sie die Zeitreife war oder sie gedacht, okay das passt jetzt wieder und jetzt erfolgreich in das Familienunternehmen eingestiegen.
00:34:34: aber da sieht man ja mal dass er noch eine ganz andere Facette drin ist in den Familienunternehmens.
00:34:39: so Konstellationen Ja, was ist da psychologisch vielleicht nochmal anders wenn die Familie auch noch betroffen ist?
00:34:45: Ja einmal die große Verantwortung und auch die Erwartung.
00:34:49: Häufig sind das ja Unternehmen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, die auch ein großer Bestandteil der Identität der gesamten Familie sind.
00:34:58: Und wenn ich dann der oder die Erb in bin hängt eben ganz viel an mir die Verantwortung, die Erwartung und man möchte natürlich auch nicht enttäuschen.
00:35:09: Ja.
00:35:09: Das ist so diese Ambivalenz, dass hin- und hergerissen sein.
00:35:13: zwischen dem gehe ich meinen eigenen Weg und folge ich dem, was mich lockt oder erfülle ich die Pflicht.
00:35:20: Die Erwartung der Familie kann nicht hängen lassen.
00:35:23: So ein Gefühl von Verantwortung auch schuld, wenn ich das nicht tue.
00:35:28: Was da auch noch mit reinkommt ist dass dann natürlich Rollen viel stärker verwischen und es viel schwerer ist zu unterscheiden zwischen beruflichen und privaten.
00:35:40: Das fällt ja Menschen heute eh schon schwer abzuschalten nach der Arbeit.
00:35:44: aber wenn in Familienunternehmen bin und die ganze Familie ist involviert.
00:35:48: Das ist ein Bestandteil der Familienidentität, dann hört das im Privat natürlich nicht auf und dann wird es abschalten viel schwerer und es wird auch schwerer noch andere Rollen zu haben.
00:36:00: neben dem beruflichen ... haben Menschen ja auch eine private Facette.
00:36:05: sie sind Mutter Vater Tochter wie auch immer.
00:36:09: Und dass dann diese anderen Facetten einer eigenen Identität noch zur Geltung kommen, kann sehr viel herausfordernder sein.
00:36:16: Jetzt bist du ja nicht die Expertin für Familienunternehmen aber in so einem Generationswerks hast du immer eine Generation die er loslässt und andere die übergibt.
00:36:25: Hast du dennoch ein paar Tipps, die du vielleicht geben würdest wie man so einen Übergang psychologisch gut meistern kann.
00:36:34: Das ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung, die noch da reinkommt der Generationskonflikt weil unterschiedliche Generationen ja unterschiedliche Herangehensweisen haben Überzeugungen.
00:36:45: nicht nur im Familienunternehmen.
00:36:47: generell ist das sehr schwierig.
00:36:49: Das kennen wir alle aus dem Alltag aber erst recht wenn es in den Familienunternehmer aufeinander kommt.
00:36:57: Und was hilft ist, wenn ich eine Rolle übergebe, dass sich damit auch die Verantwortung und die Freiheit übergeber.
00:37:06: Also ...
00:37:07: heißt?
00:37:08: Dass ich beratend weiter zur Seite stehe, wenn etwas ist und auch unterstütze aber nicht bei allem reinrede unter dem oder der Nachfolgerin Das auch zugestehe, dass er oder sie gewisse Dinge vielleicht anders macht.
00:37:22: Umstrukturiert eine andere Perspektive hat unter Dinge umsetzt, wo man vielleicht Unbehagen verspürt oder es anders machen würde also diese Freiheit dann auch loslassen zu vertrauen.
00:37:38: Die ist denke ich ganz wichtig
00:37:40: Wahrscheinlich auch als für die Person, die übernimmt nichts zu sehr an der Herkunft festzuhalten oder an seinen eigenen Fußabdruck oder Fingerabdrupp zu hinterlassen.
00:37:51: Genau, das hat ja auch was mit Selbstvertrauen zu tun.
00:37:55: Ich muss nicht alles schablonenhaft übernehmen sondern ich darf meinen eigenen Weg gehen.
00:38:00: oder ich traue mich jetzt mal eine Sache zu machen die jemand anders aus der Familie vielleicht kritisch sieht wo man natürlich auch erstmal so rein wachsen muss und da hilft es natürlich zu spüren Da ist Vertrauen dar.
00:38:14: Die Familie steht grundsätzlich hinter mir Und wenn es hart auf hart kommt oder wenn ich unsicher bin, eine Frage habe.
00:38:20: Da ist jemand mit dem ich darüber sprechen kann der mich auch unterstützt
00:38:24: und genau dazu an den Punkt wo wir gerade sind haben wir noch einen letzten spannenden O-Ton aus Folge Achtundvierzig ein bisschen länger schon zurück Dezember zwanzig vierundzwanzig.
00:38:34: Matthias Lapp Gesellschafter und CEO von Lapp hat Folgendes gesagt und das finde ich faszinierend da sich mit sich selbst zu befassen, um zu verstehen warum ich in Situationen so oder so reagiere und dass es eine Auswirkung sein kann die vielleicht sogar über einer Generation hinweg schon in Eltern angelegt wurde.
00:38:53: Also hochspannend!
00:38:54: Und ich war mir nicht bewusst das ich die eine oder andere Eigenschaft an mir
00:39:02: in
00:39:02: meiner Kindheitsgeschichte im Kindergarten angelegt.
00:39:08: Dadurch, dass ich mir das besser erklären kann, kann ich sagen okay, ich akzeptiere es.
00:39:11: Aber ich mache es mir bewusst und dann reagier' ich vielleicht in der nächsten Situation nicht mehr
00:39:16: so.".
00:39:18: Das trifft ja nicht nur auf diesen Generationenwechsel im Firmenunternehmen zu sondern wahrscheinlich jeder von uns trägt irgendwelche Erinnerungen aus dem Vergangenheit oder aus den Generationen vorher mit.
00:39:30: Wie viel Wahre ist dran an dieser Überlegung?
00:39:32: Dass man von denen Generation vorher geprägt wurde?
00:39:36: sehr viel Wahres, auch jenseits von Familienunternehmen.
00:39:40: Wir werden immer geprägt von der Familie.
00:39:42: Immer genetisch übernehmen wir ja Dinge und dann aber auch aufgrund der Familienumwelt die uns ja begleitet.
00:39:49: Die meisten wachsen ja in der Kernfamilie auf bei ihren Eltern.
00:39:53: da übernehmen ganz früh Verhaltensmuster Denkweisen wie man mit Stress mit Herausforderungen umgeht und schauen uns das ab.
00:40:04: Das geht dann schnell über in Fleisch und Blut, ohne dass wir das so bewusst haben.
00:40:08: Wo das vielleicht herkommt oder erst viel später darüber reflektieren.
00:40:12: Und gerade im Familien-Kontext kann es auch hilfreich sein mal woanders gearbeitet zu haben also nicht nur in dem Familienunternehmen, wo bestimmte Routinen familiäre Verhaltensweisen bereits eingeschlüpfen sind sondern vielleicht auch mal ganz anders einmal um sich abzunabeln oder auch einen eigenen Standpunkt zu entwickeln jenseits der Familie, aber auch um ganz unabhängige Eindrücke zu sammeln.
00:40:38: Die mir dann helfen in meiner persönlichen Entwicklung aber auch in der Art und Weise wie ich dann später das Familienunternehmen weiterführe.
00:40:45: Das heißt es ist kein Schicksal die Präunz oder man kann sie selbst steuern wenn ich dich richtig verstehe?
00:40:50: Sowohl als auch also.
00:40:52: vieles ist natürlich angelegt.
00:40:55: Wir sind aber auch kein Opfer unserer Gene, unserer Kindheit und der widrigen Umstände die uns vielleicht begleitet haben.
00:41:03: Wir wissen mittlerweile aus der Persönlichkeitspsychologie dass sich Menschen ein Leben lang weiter entwickeln und wandeln bis ins hohe Erwachsenenalter.
00:41:12: also es ist nie zu spät um persönliche Entwicklung anzustoßen und aktiv mitzugestalten.
00:41:18: Und jetzt der absolute Trick für unsere Hörer-Hörerin wenn ich ab morgen etwas loslassen möchte, weil ich wirklich leid bin so zu reagieren oder so zu handeln.
00:41:30: Was sollte ich tun?
00:41:31: Was ist eine gute Übung?
00:41:33: Paradoxerweise die Akzeptanz also häufig wenn wir etwas nicht mögen dann wollen wir das ja weg haben.
00:41:41: Wir versuchen es irgendwie wegzuschieben und dann zieht es noch mehr Energie wie ein Wasserball den wir die ganze Zeit versuchen unter die Wasseroberfläche zu pushen.
00:41:52: das zieht halt konstant Energie.
00:41:54: Wenn ich also morgens aufstehe und merke, ich bin schlecht gedauert und ich mach mich dann noch dafür fertig, dass ich jetzt schlechte Laune habe wird die Laune davon wohl kaum besser werden.
00:42:03: Weiß ich nicht besser!
00:42:05: Und wir wissen aus der Psychologie, dass gerade unangenehme Zustände und Gefühle häufig schon abnehmen, wenn wir sie erstmal bewusst wahrnehmen ohne sie zu bewerten und akzeptieren.
00:42:17: Also ich merke zum Beispiel Ich gerate grade in Stress Ich fühle mich innerlich überfordert, aber ich beobachte das jetzt erst mal ohne mich dafür abzuwerten oder dass irgendwie zu bewerten und nehmen das erstmal so an.
00:42:31: Das bedeutet nicht, dass sich nichts tut, aber dass ich aufhöre, so dagegen
00:42:35: anzukämpfen.".
00:42:37: Und was konkrete Verhaltensweisen betrifft hilft es sehr – das haben wir auch gerade in dem Auto gehört – sich die erste Mal bewusstzumachen weil häufig sind das ja ... Ja, das ganze hat System.
00:42:49: Wir verhalten uns ja in ganz bestimmten Situationen verärgert oder ticken aus und es hilft sehr sich selbst erstmal zu beobachten.
00:42:59: wann tritt denn diese Verhaltensweise auf die mich stört.
00:43:02: wie ist der Kontext?
00:43:04: gibt's da irgendwie eine Systematik dahinter?
00:43:06: Und dann kann ich das viel eher wahrnehmen und dann auch aktiver steuern.
00:43:13: gesprochen über die Geschwindigkeit der Veränderungen, die Verdichtung von Entscheidungen.
00:43:18: Das Gute daran Kontrolle zu bewahren aber das Negativ dass man auch so ein Überkontroll Spangen manchmal hat.
00:43:26: Wir haben auch über das Loslassen gesprochen in den Führungsrollen und du hast gesagt, dass man vieles davon auch üben kann.
00:43:32: am Ende geht es ja auch darum als Mensch Resilienter zu werden.
00:43:36: Du hast jetzt gerade schon paar Tipps gegeben.
00:43:39: Ich kann mir vorstellen, dass es für jeden total spannend wäre vielleicht noch ein paar Impulse zu bekommen.
00:43:44: Worauf man noch so achten könnte im Alltag, sei das jetzt Zuhause oder im Beruf?
00:43:49: Gerade in Umgang mit Unsicherheit, im Üben und Ausprobieren ist ja eine Sache die immer auftritt und da sind Fehler.
00:43:57: Fehler sind auch was wo wir uns gerade in Deutschland häufig schwer mit tun.
00:44:01: Wir wollen keine Fehler machen.
00:44:02: wenn sie auftreten versuchen wir irgendwie die zu verturschen oder wir schieben Sie auf äußere Umstände.
00:44:08: Und es hilft sehr, gegenüber Fehlern ein bisschen offener zu sein.
00:44:14: Einmal weil wir dann eher bereit sind um zu experimentieren, Neues auszuprobieren und weil Fehler auch eine ganz wichtige Informationsquelle sind, um sich weiterzuentwickeln.
00:44:24: Wenn immer nur alles glatt lief, würden wir uns überhaupt nicht entwickeln.
00:44:27: Wir wachsen immer dann wenn Dinge nicht so laufen wie wir uns das gewünscht hätten Weil uns das neue Informationen liefert Wie wir uns denn besser verhalten könnten zukünftig.
00:44:37: Deswegen hilft es sehr individuell, sich das anzuschauen.
00:44:40: Was ist denn vielleicht schiefgelaufen?
00:44:42: Ohne sich jetzt moralisch da irgendwie die Schuld führt zu geben sondern einfach zu schauen welche Verhaltensweise hat nicht funktioniert?
00:44:50: was lerne ich daraus für die Zukunft?
00:44:52: und dass hilft auch im Team sich gemeinsam anzuschauern.
00:44:56: was ist uns dann schon gelungen?
00:44:57: was ist schon da und wo sind noch Punkte wo's nicht so gut funktioniert hat?
00:45:04: Es hat dann auch wieder viel mit dieser psychologischen Sicherheit zu tun, dass Fehler toleriert werden.
00:45:10: Dass man einzelne nicht dafür fertig macht wenn was falsch gelaufen ist sondern sich das gemeinsam anschaut.
00:45:15: Was lernen wir denn daraus für die Zukunft?
00:45:19: Wir kommen jetzt zum Ende des Gespräches und ich habe noch drei weitere Fragen für dich.
00:45:25: Was ich jetzt so für mich mitnehme ist, dass man sich viel mehr damit beschäftigen müsste zur Selbstreflexion, sich Piers suchen, darüber sprechen.
00:45:37: Hast du für unsere Hörer und Hörerin noch Empfehlungen an Bücher und Podcasts die zur Vertiefung von diesem Thema helfen?
00:45:47: Gibt ja ganz viele Bücher zum Thema Führung.
00:45:50: Eins was ich sehr mag ist das Buch Ambitionen von Dorothea Assig und Dorothe Echter.
00:45:57: Und in dem Buch geht es darum wie große Karrieren gelingen können Und es geht um das Thema Ambition.
00:46:03: Also ich brauche eine Leidenschaft, der ich folge werte die ich verkörpere etwas was mir am Herzen liegt.
00:46:09: wie kann ich das in die Welt bringen und meine Karriere oder auch mein Leben danach ausrichten?
00:46:17: Ich finde ist ein ganz tolles Buch weil es so implizite Regeln oder Weisheiten im Job sehr ja so explizit benennen Dinge wo man sonst nicht nachdenkt Und nicht nur für Menschen, die jetzt eine riesige Karriere anstreben.
00:46:34: Sondern eigentlich von Menschen in allen Lebenslagen.
00:46:37: Wie kann ich denn meine Ambitionen folgen?
00:46:40: Ganz tolles Buch!
00:46:41: Das nehmen wir auf jeden Fall mit in unsere Alles Neue Bibliothek.
00:46:45: Wir nehmen natürlich auch dein neues Buch Too Much Mit in die Bibliothik.
00:46:48: Wie kam es da eigentlich drauf das zu schreiben?
00:46:50: Weil mir immer mehr Menschen sagen Es ist too much und ich wollte das mal bündeln in diesem Buch.
00:46:59: Und es geht in dem Buch sehr um dieses Thema Selbstwirksamkeit, wo wir gerade auch darüber gesprochen haben und grade dazu forsche ich auch.
00:47:06: Ich leite zum Beispiel eine große Studie, wo wie ein Training entwickeln, um die Selbstwirksamkeit junger Erwachsenen zu fördern.
00:47:14: Da schauen wir uns an, welche positiven Effekte hat das denn auf deren Entwicklung?
00:47:17: Auf die Gesundheit?
00:47:20: Die beruflichen Wege
00:47:22: usw.?
00:47:23: Und da war es sehr naheliegend diese Über Forderungen, die uns im Alltag überall begegnet zu bündeln mit meinen aktuellen Forschungsanfassen.
00:47:32: Die zweite Frage dich ja nicht habe ist fällt dir ein Unternehmer einen Unternehmerin an aus einem Familienunternehmen, die wir unbedingt mal einladen sollten in den Podcast?
00:47:43: Gibt so viele tolle Persönlichkeiten.
00:47:45: ich melde mich im Nachgang dazu
00:47:47: Wenn du dich dann gemeldet hast und wie die Person eingeladen haben.
00:47:51: welche frage sollte mir der person unbedingt stellen
00:47:55: Was möchte sie oder was möchte er bewirkt haben am Ende seiner Karriere?
00:48:01: Was möchte er hinterlassen haben?
00:48:03: Das nehmen wir mit.
00:48:05: Vielen Dank Eva für das Gespräch, für die sehr praktischen Einblicke aus der Forschung und aus dem Thema wo du dein Buch drüber geschrieben hast.
00:48:13: Und jetzt seid ihr gefragt liebe Hörerinnen und Hörern welches Familienunternehmen sollen wie als nächstes einladen oder welches Thema interessiert euch auch mal in der Tiefe wo wir ein Experte oder eine Expertin zu einladen, sollen für einen der nächsten Spotlight folgen.
00:48:28: Wenn euch da was einfällt dann könnt ihr genauso wie Eva eine E-Messchreihe
00:48:32: an
00:48:33: alles neu at Maschineraum.io und wir freuen uns natürlich auch über eine gute Bewertung bei allen Audiokanälen auf den unser Podcast zu hören ist.
00:48:43: Vielen Dank fürs Zuhören und danke Eva dass du in die Maschinenraum gekommen bist!
00:48:47: Danke dir.
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