Louisa Wiedemann von der Wiedemann-Gruppe: Von Silos zur Arbeit in zentralen Strukturen

Shownotes

„Meine Mutter war Kloverkäuferin, ich wollte auch Kloverkäuferin werden“, so erinnert sich Louisa Wiedemann an ihre Kindheit im Familienunternehmen. Heute ist sie 28 Jahre alt und lenkt die Geschicke der Wiedemann-Gruppe zusammen mit ihrer Mutter Barbara in vierter Generation. Das Unternehmen sitzt im niedersächsischen Sarstedt und ist ein Großhändler für Sanitär, Heizung und Lüftung. Das Unternehmen verkauft Klimaanlagen ebenso wie Badewannen und Heizungen. Kunden sind Handwerksbetriebe. Der Gebäudespezialist setzte zuletzt rund 400 Mio. Euro um und beschäftigt etwa 1200 Menschen.

Im Podcast spricht Louisa Wiedemann unter anderem über die Transformation, durch die das Unternehmen zuletzt gegangen ist: „Wir haben vorher viel in Silos gedacht, heute arbeiten wir viel mehr als Gruppe und in zentralen Strukturen“, sagt die Unternehmerin. „Wir müssen uns wandeln. Wir müssen mehr Digitalisierung und mehr KI reinbringen“, so Wiedemann weiter.

Außerdem spricht sie auch über ihre ersten Schritte im Familienunternehmen, die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter und ihre Rolle als Chefin. „Ich habe den Mut und bin offen, mir Menschen ins Boot zu holen, die Expertisen haben, die mir fehlen“. „Ich kann nicht alles können. Aber ich habe den Anspruch, zu erkennen, wenn ich etwas nicht kann, um mir Hilfe zu holen“, sagt Louisa Wiedemann im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers und Katja Michel.

Eine Buchempfehlung von Louisa Wiedemann: Von der Villa Kunterbunt bis zur Krachmacherstraße: Die schönsten Geschichten von Astrid Lindgren

Alle weiteren Buchempfehlungen unserer Podcast-Gäste findest du in unserem digitalen Bücherregal auf Goodreads: Maschinenraum Buchclub

+++ Mehr Informationen zur Wiedemann-Gruppe auf der Website und zu Louisa Wiedemann auf LinkedIn +++

+++ Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreib eine Mail an allesneu@maschinenraum.io +++ +++ Mehr zum Maschinenraum auf unserer Website und auf LinkedIn +++ Moderation: Tobias Rappers, Katja Michel | Redaktion: Rebecca Marquardt +++

Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Neue aus dem Maschinenraum, dem Interview-Podcast für den deutschen Mittelstand.

00:00:21: Mein Name ist Katja Michel und ich bin Redakteurin beim Wirtschaftsmagazin Kapital.

00:00:25: Und ich bin Tobias Rappers Geschäftsführer des Maschienenraums, dem Transformationsökosystem für deutschsprachige Familienunternehmen.

00:00:33: Der Maschinenraum hat mittlerweile über neunzig Familienunternehmen als Mitglieder.

00:00:38: Und eines davon ist die Wiedemann-Gruppe, und als sie Anfang des Jahres dazu kam konnte ich Luisa Wiedermann kennenlernen.

00:00:44: Luisa Widemann leitet das Unternehmen heute in der vierten Generation und ist im Alter von knapp zwanzig Jahren in das Familienunternehm eingestiegen verantwortet die Geschicke heute zusammen mit einem externen Geschäftsführer und ihrer Mutter.

00:00:58: Barbara Wiedemann steht wie kaum ein anderes Unternehmen für den Großhandel in Deutschland, in dem Fall den Großhandel mit Sanitär-, Heizung-, Klima- und Gebäudetechniken.

00:01:08: Ein extrem spannendes Umfeld, indem sich die Wiedermanngruppe bewegt an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Bau.

00:01:17: Und genau darüber wollen wir mit Luisa Wiederman heute sprechen Wie sie ihr Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet Und wie sie vor allen Dingen persönlich den Weg ins Familienunternehmen gefunden hat.

00:01:27: Freut euch auf eine spannende Folge mit Luisa Wiedemann hier aus dem Maschinenraum!

00:01:32: Viel Spaß und los geht's mit Katja Michels und dem Was bisher

00:01:39: geschah.

00:01:42: Am Ende des Zweiten Weltkriegs gründet der Unternehmer Hermann Wiedemann im ländlichen Niedersachsen ein Großhandel, mit dem er zunächst Zuckerfabriken beliefert.

00:01:51: Sein Startkapital, zwei Akkentaschen, einen Fahrrad und neunzehntausend Reichsmark in Bar.

00:01:56: Er übernimmt dessen Sohn Karl-Heins Wiedermann.

00:02:01: Unter ihm wird das Unternehmen zum Lieferanten für Gebäudetechnik und wächst mit weiteren Standorten.

00:02:07: in Nieder Sachsen und Nordrhein-Westfalen Tritt dessen Tochter Barbara Wiedemann die Nachfolge an.

00:02:14: Sie ist es, die nach der Wende die Chance erkennt und neue Niederlassungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt in Berlin und Brandenburg eröffnet.

00:02:21: Heute ist die Wiedermanngruppe ein Großhändler für Sanitär, Heizung, Lüftung und Elektro – verkauft Klimaanlagen ebenso wie Badewanne und Heizungen!

00:02:30: Der Gebäudespezialist setzte zuletzt rund vierhundert Millionen Euro um und beschäftigt etwa ein tausend zweihundert Menschen.

00:02:37: Seit Jahrzehnteis ist auch Luisa Wiedemann an Bord.

00:02:40: Sie ist achtundzwanzig Jahre alt und eine Uhrenkelin des Gründers.

00:02:43: Zusammen mit ihrer Mutter Barbara lenkt sie nun in vierter Generation die Geschicke des Familienunternehmens – und darüber sprechen wir mit Luisa, wie du man jetzt im Podcast alles neu aus dem Maschinenraum!

00:03:01: Danke schön.

00:03:02: Schön, dass du hier bist bei uns zu Gast in Berlin.

00:03:04: Wir haben gerade Mittag gegessen und du hast die Espressobar unten gesehen.

00:03:09: Welche Personen würdest du unbedingt mal gerne an der Maschinenraum-Espressober treffen?

00:03:15: Adam Sandler.

00:03:16: Wow!

00:03:18: Wir

00:03:18: haben beim Mittagessen schon darüber gesprochen, dass du gerne ins Kino gehst und dir filmen anscheißt.

00:03:23: Aber warum Adam Sandler?

00:03:24: Ich bin gerade

00:03:24: so spontan eingefallen!

00:03:27: Nein ich finde er ist einfach unheimlich authentisch.

00:03:29: Ich find das beeindruckend wie viel Erfolg dieser Mann hat in seiner Branche mit seiner Arbeit.

00:03:35: und der kommt trotzdem raus mit seiner Basketball-Shorts und seinem T-Shirt lebt aus seinen Töchtern vor...ich find es cool.

00:03:42: Ich feier das..der ist einfach sich selbst geblieben, egal wieviel Erfolge er hat.

00:03:46: Und schaust du am liebsten Komödie?

00:03:49: Ist total wild, ich schau alles.

00:03:51: Aber ich finde den einfach authentisch und ehrlich und sich treu.

00:03:55: Das sieht man auch in seinen Filmen, das sieht man in seinem Leben und es lebt ja auch sein Töchtern vor und das find' ich cool.

00:04:01: Es

00:04:01: ist übrigens auch einer meiner Lieblingsschauspieler muss ich sagen.

00:04:04: Cool!

00:04:06: Wie viel Adam Central steckt denn dir?

00:04:09: Ich glaube schon ganz schön viel.

00:04:11: Also ich versuche mir selbst immer treu zu bleiben, werde vorhin auch darüber geredet.

00:04:15: Mir ist relativ egal was andere Leute denken vielleicht einmal manchmal auch ein Ticken zuviel.

00:04:21: aber ich finde wenn man sich selbst treu ist und so ist wie man ist dann ist man auch erfolgreich weil die leute darauf Bock haben ziehen dann mit einem nicht gegen einen.

00:04:32: Lass uns gerne später noch mal zu dir und deiner Art der Führung, der Zusammenarbeit mit deiner Mutter kommen.

00:04:37: Wir wollten erst einmal über das Unternehmen sprechen.

00:04:39: Vielleicht kannst du uns erstmal mitnehmen und uns erzählen wie zum Beispiel so ein typischer Tag von dir aussieht?

00:04:45: Ein typischer tag.

00:04:46: ich glaube den gibt es nicht.

00:04:49: Tatsächlich laufe jeden Tag einen anderen Weg ins Büro.

00:04:53: Es gibt ungefähr, ich würde sagen fünf Wege die ich nehmen kann finde ich immer ganz cool weil dann kann man mit verschiedenen Menschen ins Gespräch kommen.

00:05:00: Weil eigentlich könnte man ja heute alles auch online machen und die Gespräche auf dem Flur sind das was ich als wertvoll im Unternehmen wahrnehme Prost, E-Mails und einen Termin nach dem anderen.

00:05:13: Manchmal zu viel muss ich ehrlich sagen.

00:05:15: Ich glaube die Terminkultur hat sich durch Corona etwas eingefunden.

00:05:21: Ja dann ist es total unterschiedlich kann ich nicht festlegen.

00:05:25: Du nimmst immer verschiedene Wege innerhalb des Gebäudes oder wenn du auf dem

00:05:29: Weg

00:05:30: von zu Hause ins Büro fährst?

00:05:32: Inhaltes Gebäude.

00:05:33: Es gibt Breitreppenhäuser und danach will dich immer einen anderen Weg ins Bürow.

00:05:37: Und da klingt so durch, dass du dies im Büro sein auch sehr wichtig findest.

00:05:42: also vielleicht kein großer Fan vom übermäßigen Homeoffice bist.

00:05:45: Oder wenn du sagst das Gespräch Persönliche findest du sehr wichtig dann klingt es so als...

00:05:50: Also Sonntags kann man super zu Hause arbeiten, da telefoniert keiner.

00:05:54: Da kriegt man viel weg.

00:05:56: aber eigentlich bin ich super gerne im Büro.

00:05:58: Ich bin gerne unter Menschen jetzt die letzten Monate etwas weniger weil ich ja vor zehn Monaten Mutter geworden bin zum zweiten Mal und dementsprechend ein bisschen mehr mobil gearbeitet habe.

00:06:07: Aber ich merke einfach Man kriegt mehr mit Und man unterhält sich mehr.

00:06:12: und Kommunikation Ich glaube das schreit jeder nach.

00:06:15: aber man muss es auch leben und man muss ins Gespräch gehen Weil das am Ende des Miteinandersprechen ist das Wichtigste.

00:06:21: Und was habt ihr da für eine Regelung für die Mitarbeiter?

00:06:24: Wie ist die Homeoffice-Regel bei euch?

00:06:26: In der Regel zwei Tage die Woche, ausnahm wir stehenden die Regeln... Ich glaube, im Vertrieb ist Homeoffice immer ein bisschen schwierig.

00:06:33: Weil die Kommunikation ist einfach schwieriger von zu Hause aus und dieses Zuhören was der andere gerade telefoniert im Vertrieb dann doch schon noch sehr wichtig ist damit man das mitbekommt den Flurfunkt.

00:06:45: deswegen ist es da ein bisschen weniger.

00:06:47: wir haben aber auch Mitarbeiter die hundertprozentig im Home Office arbeiten.

00:06:50: wir haben auch viele Mitarbeiter die's gar nicht in Anspruch nehmen.

00:06:53: also durch die Bank weg alles dabei.

00:07:01: Und seit im Fachgroßhandel für Sanitär, Heizung, Klima Gebäudetechnik aktiv.

00:07:08: Nimm uns mal mit was ihr alles macht und was euer Geschäftspeck ausmacht.

00:07:13: Also ihr könnt euch so ziemlich vorstellen alles was in einem Gebäude ist... verkaufen wir.

00:07:18: Also, wir sagen ja auch unser Motto ist Wir machen lebensgewerte Gebäude möglich weil ohne uns ist ein Gebäudern nicht lebenswert.

00:07:24: Wir bringen Wasser hin.

00:07:25: Wir bringen Wasser weg also Abwasser.

00:07:28: Wir sorgen für Kälte und für Wärme und dementsprechend machen wir es lebens wert.

00:07:33: Das was ihr im Bad habt das ist was ihr seht.

00:07:36: aber alles was hinter den Wänden verbaut ist an Verrohrungen Alles was im Boden ist Und natürlich auch im Industriebereich wenn ihr so an die Lebensmittelbranche oder so denkt da auch die Verrohung kommen auch oft von uns oder hoffentlich von uns.

00:07:49: Und baut ihr in mehreren Bereichen?

00:07:52: Also du sprachst gerade selber von Industriebauten, dann macht die auch Wohnungsbau zum Beispiel, Bürogewerbe so was

00:07:57: auch?

00:07:57: Ja also das war es unser Kunde verbaut.

00:07:59: wir sind ja sozusagen dazwischen.

00:08:00: ich sage immer gerne der Silent Hero das heißt dass Handwerker kauf.

00:08:05: bei uns ist unser größter Kunde.

00:08:06: ungefähr achtzig Prozent des Umsatzes machen wir mit dem Handwerk.

00:08:10: Die kaufen die Ware bei uns und die bauen in alle mögliche Gebäude ein.

00:08:13: Wenn ihr hier ein Handwerker engagiert im Sanitärheizungsbereich, kann das gut sein dass er die Ware bei uns bezogen hat.

00:08:19: Wir beliefern direkt auf die Baustelle oder erholt es bei uns ab.

00:08:22: Das ist auch möglich.

00:08:24: und dann haben wir noch den Industriebereich.

00:08:26: da beliefern wir große Süßigkeitenhersteller und so eine Themen.

00:08:31: oder wer haben im Deal Count auch große Kunden wie Deutsche Bahn?

00:08:35: Ist total unterschiedlich.

00:08:37: Kann man jetzt nicht so auf eins festlegen.

00:08:40: Unternehmenstradition ganz aus den Einfängen, die Süßigkeiten hersteller war hier angefangen.

00:08:43: Ja

00:08:44: genau also wir kommen ja aus dem technischen Bereich aus der Zuckerindustrie.

00:08:48: das hat sich über die Jahre gewandelt und dieses Technische haben wir aber beigehalten.

00:08:51: haben sie wieder mal Gebäudetechnik heute wo wir einmal die Industrie- und Anlagenbau betreuen das sind riesige Rohre und Anlage also wirklich gigantisch, die auch eine spezielle Beratung und eine speziele Belieferung benötigen.

00:09:04: Und dann haben wir noch die Ausrüstung Betreiber oder wie andere sie nennen die Ki-Accounter, die wir mit den Bedarfen, die die brauchen

00:09:12: abdecken.".

00:09:16: Also mit viel Expertise und Lösungen, würde ich sagen.

00:09:20: Das Produkt könnte ja auch die Industrie selber verkaufen also unsere Zulieferanten allerdings das was wir bitten bieten dazwischen ist einmal die Logistik die ganze Ware zusammenzubringern einem Ort sie dann zusammen an die Baustelle zu bringen.

00:09:35: Und dann bieten wir natürlich auch Menschen mit unglaublich viel Fachkenntnissen Die selber lösungsorientiert denken also oft es so der Handwerker schick eine WhatsApp mit ein Bild was kaum zu erkennen.

00:09:45: Das müssen unsere Mitarbeiter erkennen oder die sagen, ich habe das unseres Problems.

00:09:48: Hast du eine Lösung?

00:09:50: Also wir sind mehr und mehr Lösungs- und Serviceverkäufer und Logistiker als Produktverkäuer.

00:09:56: Und das heißt es ist ja aber für euch im Vertrieb total kleinteilig sozusagen oder weil das ja so kleine Betriebe sind oft vom Einmannbetrieb also von was wir Größen reden werden.

00:10:04: Wir reden vom Bulli und Ich bis zu Handwerksbetrieben mit mehr Mitarbeitern als wir.

00:10:10: Okay!

00:10:11: Also es ist eine große Bandbreite.

00:10:14: Entsprechend muss man natürlich auch den Außendienst einsetzen, weil natürlich will der Bulli und ich ganz anders betreut werden als ein Handwerksbetrieb, der einen eigenen Einkauf hat.

00:10:22: Ja!

00:10:22: Und dann kauft ihr die Produkte von den Zulieferern ein, nimmt sie auf eure Plattform in euren Großhandel auf und die Handwerker haben dann Zugriff und können eure Sachen bestellen und dann entsprechend verbauen richtig?

00:10:34: Ja also wir haben Produktportfolien, wir haben ne festen Lagerbestand aber wir haben Zugriffs Millionen Artikel.

00:10:41: Das

00:10:41: war ich nämlich gerade fragen, wie viele Artikel kann man sich davor stellen?

00:10:43: Millionen

00:10:44: und das läuft online.

00:10:45: oder habt ihr tatsächlich dann auch so heilen wo die Handwerker hinfahren und das Zeug angucken vielleicht auch gleich mitnehmen?

00:10:51: also

00:10:51: wir haben vier Hauptleger einmal in Berlin in Hannover in Burg und in Sieg bei Hamburg.

00:11:00: Das ist eine Logistik, da sind aber auch sogenannte Abholstandortes wie ein Supermarkt für Handwerker.

00:11:05: Davon haben wir siebzig Stück in Norddeutschland und da kann der Handwercker hin und sich die Ware selber holen.

00:11:10: Da sind auch Menschen, die sehr viel Fachkenntnis haben und manchmal mit Problemhelfen oder man werke zusammen an etwas wo man die noch nicht die Lösung hat und findet die zusammen und dann liefern wir natürlich heute bestellt morgen da.

00:11:25: Und wie stellt man so ein Portfolio zusammen?

00:11:26: Also wenn wir jetzt eine Kategorie bat, oder gibt es dann noch irgendwie kleiner und kleinteiliger runter?

00:11:32: Wir haben Produktmanagement.

00:11:33: Das ist in Sanitär-Lüftung, Heizung und Werkzeug aufgeteilt also Produktmanager die einen Fokusbereich haben und dann haben wir natürlich auch im Vertrieb ... Generalhelden sozusagen, die alles ein bisschen können.

00:11:47: Und dann haben wir natürlich noch Spezialisten, die tieferes Wissen in einem Bereich haben zum Beispiel Lüftungsverkäufer, die halt eine Spezialisierung im Bereich Lüfterung haben und vielleicht noch so das E-Tüpfchen mehr machen können.

00:12:00: aber am Ende verbaut der Heizungsbauer auch meistens noch die Sanitärprodukte.

00:12:03: d.h.

00:12:04: Wir brauchen schon eher den Generalhelde.

00:12:06: Und wie schwierig ist es bei euch, in das Portfolio reinzukommen als Zulieferer?

00:12:10: Als Hersteller.

00:12:11: Der deutsche Handwerker ist schon sehr traditionell was seine Zulicheranden angeht also der ja unsere Papenheimer bleiben bei ihren Papenheimern sage ich jetzt mal auch sehr regional sehr unterschiedlich wo der eine dass einer den einen verbaut war verbaute andere denn anderen.

00:12:27: das heißt man muss auch relativ viel Vielfalt haben.

00:12:29: mit neuen Produkt rein zu kommen ist super schwer.

00:12:33: Also man hat so seine Traditionslieferanten, sag ich jetzt mal.

00:12:37: Und jetzt bist du seit wieviel Jahren operativ dabei?

00:12:42: Seit

00:12:43: fünf Jahren werde ich für meine Tätigkeit bezahlt, sage ich

00:12:46: noch.

00:12:47: Aber wahrscheinlich auch schon die Jahrzehnte davor am Küchentisch mit dabei.

00:12:51: Was sind so die Veränderungen, die du wahrgenommen hast über die letzten fünf Jahre?

00:12:55: aber dann vielleicht auch ist noch spannender letzten zehn Jahre, zwanzig Jahre

00:12:59: also vor... Fünfzehn Jahre hat meine Mutter das noch ganz alleine gemacht.

00:13:04: Sozusagen eine One-Man-Show, aber natürlich mit einem Team dahinter.

00:13:07: Heute haben wir eine Gruppengeschäftsführung wo meine Mutter und ich und drei externe Gruppengeschäftsführer drin sitzen.

00:13:13: Ich würde sagen es ist ne große Veränderung fürs Unternehmen in den letzten zehn, fünfzehn Jahren gewesen Aber auch den die Notwendigkeit sich zu transformieren.

00:13:23: Wir haben vorher viele in Silos gedacht, hatten alle Gesellschaften als Einzelgesellschaften, waren in jeder Region mit einem eigenen Großhandel vertreten.

00:13:32: Die gibt es heute noch weil tatsächlich ist das gar nicht so einfach die zusammenzuführen.

00:13:37: aber wir arbeiten viel mehr als Gruppen.

00:13:40: Wir sind von den dezentralen Strukturen, gehen wir immer mehr in zentrale Struktoren.

00:13:44: Alles was wir zentralisieren können, zentrallisieren wir.

00:13:47: Wir wollen aber natürlich die Regionalität aufbehalten weil das ist das was auch der Handwerker arbeitet regional und er möchte natürlich auch mit dem sprechen, der den gleichen Dialekt wie er hat, der die gleichen Themen wie er aus der Mann von um die Ecke oder die Frau.

00:14:00: Und diese Entscheidung, das Umbruch ist mehr hin zum Beispiel zur Zentralität.

00:14:05: Was hat das ausgelöst?

00:14:06: War das

00:14:07: die... Bei den Mitarbeitern meinst

00:14:08: du?

00:14:08: Nee so warum habt ihr das gemacht?

00:14:09: also was war der Tipping Point zu sagen okay wir verändern jetzt unsere Organisationsschruktur.

00:14:13: war das getrieben durch dem Markt, durch die Anforderungen... Sowohl

00:14:18: als

00:14:18: auch

00:14:19: von extern und intern?

00:14:20: Die Anforderung würde ich sagen Also einmal will natürlich der Markt immer dass wir schneller und zuverlässiger unsere Lösungen bieten, weil das was bei uns zieht ist Zuverläßigkeit über Preis.

00:14:33: Produkt soll schnellstmöglich immer verfügbar sein.

00:14:36: Aber man kann natürlich auch so einen Nulldreher nicht immer auf Vorrat halten, damit der eine Kunde den dann abruft.

00:14:42: Andererseits hat man natürlich auch den internen Druck.

00:14:45: Ich würde sagen wir haben nicht weniger Menschen aber vielleicht weniger Stunden zur Verfügung an Arbeitszeit.

00:14:50: Weil natürlich Work-Life Balance ist nicht nur ein Spruch sondern Lebensmotor von vielen Menschen heute was auch völlig in Ordnung ist.

00:14:58: Aber es heißt auch wir müssen uns wandeln und mehr Digitalisierung und mehr KI reinbringen damit wir halt diese fehlenden Stunden irgendwie ausgleichen können durch andere Technologien, die uns die Arbeit abnehmen.

00:15:11: Du sagst das die Ware soll am nächsten Tag immer beim Kunden sein oder am selben Tag?

00:15:16: Sowohl als auch.

00:15:17: also wenn du heute bis neunzehn Uhr bestellst kriegst du die Ware morgen früh sehr früh, zum Teil um vier Uhr morgens auf dem Hof geliefert.

00:15:26: Also unsere LKWs fahren so zwischen zwei und drei Uhr morgens bei uns los Und wenn du vor neun Uhr bestellt kriegst das noch am selben Tag in der zweiten Tour.

00:15:35: Aber natürlich kommt es immer darauf an.

00:15:37: hier reden wir jetzt über's Tagesgeschäft.

00:15:38: Wir machen ja auch viel Objektgeschäft und dann ist es natürlich ein bisschen planbarer.

00:15:42: Dann ist es ja auch oft Bestellware die wir dann Vorräte halten weil ja die Baustellen auch manchmal Ja, wie man das halt kennt auf jeder guten Baustelle ist auch Zeitverzucht und demnach sind wir dann auch das Lager des Kunden.

00:15:55: Habe das so verstanden, dass das ja auch ein Grund dafür ist, dass ihr in Deutschland seid und vor allem auch Nord- und Ostdeutschland oder?

00:16:01: Genau.

00:16:01: Also wir sagen immer Norddeutschenland weil sie Nordhälfte von Deutschland ist.

00:16:06: für mich als Hanovererner komme ich auch aus Norddeutland.

00:16:08: wenn wir unsere Mitarbeiter in Hamburg fragen dann kommen wir natürlich vom Südpol.

00:16:12: aber Regionalität ist schon der Erfolgstonis bei uns Weil wir müssen... Wir haben Lenk-und-Rohlezeiten an die wir uns halten müssen.

00:16:19: wir müssen noch die Ware zum Kunden bringen.

00:16:21: am Ende des Tages geht es dann nur in so einem Radius ja auch vier Leger von denen wir losfahren, sonst wäre es technisch gar nicht möglich.

00:16:28: Und das heißt aber so was wie Internationalisierung ist für euch kein Thema oder doch

00:16:33: nicht

00:16:33: geplant.

00:16:34: Das bleibt so, wie es ist, was sich spannend finde weil die letzten Folgen, die wir aufgenommen haben da ging es sehr viel mit Unternehmerinnen und Unternehmern gesprochen werden Unternehmen sehr stark auch im Ausland wachsen.

00:16:44: Das heißt aber ihr behaltet diesen Fokus und seid damit ja auch sehr an den Standort Deutschland gebunden?

00:16:48: Ich sage niemals nie!

00:16:50: Wir hatten auch mal eine Wiedemann-Poleska, wir haben auch Geschäfte nach Ägypten und Asien und so gemacht und großen Schiffen über das Meer gefahren.

00:17:01: Aber am Ende wird das Geschäft auch sehr anders im Ausland gemacht, ich habe mir ein halbes Jahr für den Großhandel in Belgien gearbeitet, es ist doch ganz anders wie Kleinteiliger dort zum Beispiel.

00:17:11: Dort ist der Kunde auch die Ware eher beim Großhande und nicht übers Handwerk.

00:17:17: bei uns steht der Handwerker ja noch ordentlich was drauf, was ja auch in Ordnung ist.

00:17:20: er muss sein Geld verdienen.

00:17:23: Und deswegen, bis jetzt ist das nicht geplant.

00:17:26: Lieber am Küchturm noch wachsen und dann immer im Randgebiet dazu gewinnen.

00:17:31: Es wird ja in letzter Zeit sehr viel über diesen Standort Deutschland diskutiert.

00:17:35: Ihr habt ja Themen mit denen ihr sehr nah an der Politik dran seitstichwort Wärmewände Heizungsgesetze usw.

00:17:41: und sofort wie hast du das die letzten Jahre wahrgenommen?

00:17:46: Das ist schlägt mal eben so um, wenn jemand entscheidet das Wärmepumpen doch nicht mehr.

00:17:50: So der Hype sind wir aber die Läger noch mit den dicken Dingern voll haben.

00:17:54: Man muss sich vorstellen auf eine Palette passen zwei Gasthermen nur eine Wärmepumpe was das für einen Lager bedeutet und für eine Logistik die man ebenso umzustellen.

00:18:05: Einer sich entscheidet, dass das nicht mehr so sein soll wie er es gerade ausgesprochen hat.

00:18:10: Ich glaube der Problem ist auch gar nicht der Handwerker, der ist relativ straight was die richtige Lösung ist.

00:18:14: aber der Verbraucher ist natürlich ja mach ich jetzt das mache ich jetzt da.

00:18:18: wo kriege ich die Förderung?

00:18:20: Auch hier müssen wir viel unterstützen weil das die Handwerke oft einfach nicht leisten können.

00:18:24: deswegen helfen wir mit der Förderungen.

00:18:26: aber dann ist man irgendwo zwischen zwei Stühlen.

00:18:28: Als Verbraucher man nicht jetzt.

00:18:30: Bei unseren Leserinnen und Lesern ist das irgendwie ein Thema, was sie sehr interessiert.

00:18:32: Du sagtest der Handwerker ist relativ straight?

00:18:35: Was die richtige Lösung ist?

00:18:36: Was bedeutet das jetzt konkret?

00:18:38: Naja, der steht zu etwas sag ich jetzt mal.

00:18:40: Wenn er hinter einer Wärmerpumpe steht dann sagt eine Wärmepumpe ist die richtige Lösung.

00:18:45: Der hat einen Commitment zu einem Produkt mit dem man heizen soll oder ein Produkt von einer Marke her während Die Politik ja, dann reden wir von Färmenwärmen und von Wärmepumpern.

00:18:56: Dann reden wir vom dieser Förderung und dann wieder von der Förderungen und das verbührt natürlich einen Endverbraucher.

00:19:01: Und am Ende ist ja der Handwerker vom Endverbaucher abhängig, der ihm die Ware also ihm beauftragt.

00:19:06: Wie nehmst du die Stimmung im Handwerk wahr?

00:19:08: Was so was solche Themen angeht?

00:19:10: Also diese Handwerke hatte die letzten Jahre wirklich viel zu tun und konnte natürlich relativ bequem seine Aufträge aussuchen.

00:19:20: Wir glauben schon, dass das langsam ausläuft und er natürlich sich langsam wieder Gedanken machen muss wo die Aufträge herkommen.

00:19:28: Und natürlich auch eine gewisse Sicherheit seinem Kunden geben muss.

00:19:31: aber auch die haben natürlich Nachfolgeprobleme oder Fachkräftemangel um das abdecken zu können.

00:19:37: Und wir versuchen das natürlich irgendwo die Lücken zu schließen mit dem was wir an Services bieten können.

00:19:42: Welche Services könnt ihr da bieten um den Handwerker zu helfen?

00:19:45: Also wir haben zum Beispiel eine Handwerkerkooperation, wo wir uns auf Handwerksbetriebe von bis zu zwanzig Mitarbeitern fokussieren und den mit... Maschinen-Digitallösungen helfen von, wir helfen dir in der Website zu kreieren bis hinzu.

00:19:58: Mach bei uns den Kälteschein über... Was

00:20:02: ist denn der Kältesschein?

00:20:04: Ich

00:20:04: glaube nicht, dass das alle wissen.

00:20:06: Aber hier war sieben-dreißig Grad in Berlin

00:20:09: ohne

00:20:09: Kälteschallen.

00:20:10: Hältst du es hier nicht durch?

00:20:13: Definitiv nicht!

00:20:14: In Kältischalen ist eine Weiterbildung für einen Handwerk, damit er bestimmte Produkte einbauen kann.

00:20:19: Für Klimaanlagen oder irgendwie?

00:20:20: Okay erst klar.

00:20:22: Wir brauchen ja auch immer Ihre Zertifikate, Weiterbildungen damit sie auch ordnungs- und fachgerechte Produkte bei euch ins Haus einbauen

00:20:29: können.

00:20:30: KI ist ja ein Riesenthema und es gibt die These oder auch schon zahlen glaube ich dass das viele Jobs bedroht sind oder auch verschwimmten, dass das vielleicht dazu führt sich mehr auszubildende dazu entscheidend ans Handwerk zu gehen.

00:20:44: ist das was ihr beobachtet

00:20:46: Momentan nicht, nein.

00:20:47: Also wir haben eher das Gefühl und ich wundert mich wirklich was so ein toller Beruf ist.

00:20:52: es so ein toller Beruf so schön?

00:20:53: man ist viel draußen man isst viel unter Menschen.

00:20:56: Es lohnt sich auch wenn man da engagiert ist das zu machen.

00:21:00: aber die haben echtes Nachwuchsproblem.

00:21:02: also auch viele bilden nicht mehr aus viele Handwerksbetriebe weil sie einfach sagen Sie haben nicht die Zeit und Energie dazu.

00:21:09: dann kaufen sie lieber vom Markt.

00:21:12: Also ausgebildete Mitarbeiter, das ist natürlich auch ein Problem.

00:21:14: Wenn keiner mehr ausbildet dann kommen auch keine oder sie arbeiten mit ausländischen Kräften.

00:21:21: Das heißt euer Geschäft wird natürlich maßgeblich durch die Handwerker getrieben und wir haben gerade bisschen bei den Handwerk-Markt gesprochen der sich verändert.

00:21:31: Dort sind viele jetzt in der Nachfolge.

00:21:33: Viele stellen ihre Geschäfte ein andere modernisieren sich und digitalisieren es sich halt extrem.

00:21:39: wie schätzt du?

00:21:40: wird sich euer Geschäft in den nächsten fünf bis zehn Jahren verändern.

00:21:44: Also wir haben schon vor ein paar Jahren erkannt, dass das Handwerksgeschäft schwieriger wird?

00:21:49: Ähm, auch anders wird.

00:21:51: Es werden immer mehr Handwerksbetriebe werden aufgekauft ne?

00:21:54: Also deswegen haben wir so große die größer sind als wir zum Teil, die ja auch anders betreut werden müssen.

00:21:58: Deshalb wir immer mehr Richtung auch Industrie gehen und dann versuchen mehr ein Standbein zu bilden Auch weil es uns natürlich zeigt wie man mit den größeren Betrieben umgehen muss Den eigenen Einkauf haben einen ganz anderen Ganz anderes aufgestellt ist wo der Eigentümer nicht mehr verhandelt sondern professioneller Einkäufer natürlich.

00:22:15: Und in diese Richtung müssen wir uns unbewickeln.

00:22:17: und das bedeutet

00:22:18: für euch was genau?

00:22:19: Das bedeutet für uns, dass unsere Mitarbeiter anders ausgebildet werden müssen.

00:22:23: Andere Tools mitbekommen müssen damit sie den Kunden betreuen können.

00:22:27: es geht mehr um Vorteile Lösungen die im größeren gedacht sind.

00:22:32: also jetzt wenn wir über Lösungen heute sprechen sprechen wir ja darum Lücken zu decken die der Handwerker nicht kann.

00:22:37: ab bis jetzt zum Beispiel ist eine Förderung beantragen.

00:22:40: das haben wir bei den großen Betrieben nicht.

00:22:41: die haben eigene Förderungen haben eigenes TGA Planungsbüro Aber das brauchen die nicht.

00:22:48: Die brauchen einfach andere Sachen wieder, da geht es mehr um Mengen, da gibt's um Schnelligkeit und verfügbarkeit.

00:22:54: Digitale Anbindung, Flexibilität ist ein bisschen anders.

00:23:00: Und

00:23:00: besteht die Gefahr, dass ihr ersetzt werdet?

00:23:03: Die

00:23:03: Gefahr steht glaube ich immer heute.

00:23:05: Was müsste passieren?

00:23:06: also wann wird das Sinn machen sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen wenn man was beobachtet?

00:23:10: Wir überobachten natürlich schon, wenn wir neue Wettbewerber haben.

00:23:13: Die sind insbesondere jetzt einige durch die Wärmepumpe reingekommen.

00:23:18: Die sagen, wir bieten eine Lösung all in one an.

00:23:21: Das heißt sie treten als Hersteller Großhändler sozusagen und Handwerker auf, kaufen auch Handwerksbetriebe auf und sind auch sehr, sehr gute daran den Fisch an Haken zu kriegen.

00:23:34: Aber ob der Fisch dann schmeckt ist die andere Frage.

00:23:37: also man merkt schon das in der Mitte irgendwo dieser Fachkräftemangel Dort ist, also vielen fehlen einfach Fachleute die wirklich Ahnung vom Produkt haben.

00:23:45: Die kennen das aus dem Katalog.

00:23:46: Die können das perfekt einem vorsagen aber eigentlich so eine spezifische Frage leider nicht beantworten.

00:23:53: Aber die Gwinden bieten natürlich immer noch nicht die Rundumlösung und der Endverbraucher will ne RundUMLÖSUNG haben.

00:23:58: Wenn er sein Haus macht möchte, der eigentlich alles aus einer Hand haben.

00:24:02: Möglichst unkompliziert.

00:24:04: Das heißt du bist jetzt in der vierten Generation seit fünf Jahren dabei?

00:24:08: Du warst Zwischen zwanzig und dreißig, als du eingestiegen bist.

00:24:13: Genau Alter spielst man ja nicht.

00:24:17: Hab ich keinen

00:24:17: Problem mit?

00:24:18: Du warst relativ jung, wenn du eingesteigen bist.

00:24:23: Wie war das so in den Anfangsjahren die ersten Schritte im eigenen Familienunternehmen.

00:24:29: und wie ist es jetzt mit all den Herausforderungen, die man damals wahrscheinlich noch nicht so voraussehen konnte?

00:24:34: Ich bin damals von ... Damals, ja noch nicht so lange her.

00:24:37: Von oben eingestiegen.

00:24:39: Meine Mutter hat mich trennt tatsächlich vierzig Jahre und eins war uns immer.

00:24:42: wichtig ist den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

00:24:45: Das heißt als erstes das zu können was meine Mutter und ihre Verantwortung sind zumal ich auch Anfang einundzwanzig eingestreten bin.

00:24:52: Das heisst Corona Hochzeiten.

00:24:54: Ich wollte erst woanders hin und dann sollte ich da ins Homeoffice.

00:24:57: und das konnte ich mir gar nicht vorstellen weil ich will ja als Familienunternehmer wo andershin damit ich Kultur kennenlernen kann.

00:25:03: Und dann hat meine Mutter gesagt, da hatten wir keinen Kaufmann zu der Zeit in einer Gruppengeschätzung.

00:25:07: Der fehlt das so viel zu tun, kommt vorbei und wenn man erst mal drin ist, dann ist man da... Das wird man häufig auch erforderlich

00:25:13: unternehmen!

00:25:15: Und es war ja bei meiner Mutter damals auch ähnlich.

00:25:18: Einerseits ist natürlich schade weil man ein zwei Sachen nicht erlebt hat die man vielleicht hinterleben können.

00:25:23: andererseits könnte ich's mir heute gar nicht mehr anders vorstellen.

00:25:27: Damals war es so, dass ich mir noch ein oder zwei Bereiche angeguckt habe, wo ich sage die haben wir noch gefehlt.

00:25:31: Ich hab in meiner Schulzeit und in der Studienzeit viel Praktika gemacht oder Projekte begleitet.

00:25:37: ja dann habe ich mal noch zwischendurch einmal alle siebzig Standorte abgefahren bin mal eine Lkw-Tour gefahren, habe gesagt ich will auch mal den Kunden selber beliefern mit einem LkW ums wirklich auch das ist sehr kundener.

00:25:48: Also der unser Lkws Fahrer jeden Tag beim Kunden ist eigentlich unser bester Außendienst.

00:25:53: klar wenn man so möchte und heute ist es natürlich so.

00:25:56: meine Mutter und ich arbeiten Hand in Hand wir spielen uns die Themen zu.

00:26:00: Das macht natürlich irre viel Spaß wenn man jemand hat mit dem man das die Begeisterung teilt.

00:26:04: Ja

00:26:05: das ist doch mein Schritt zurück ging.

00:26:06: du hast ja ich glaube drei Geschwistern bist die Jüngste von vier Kindern.

00:26:09: wie kamest du der Entscheidung des Du, das machst du nicht.

00:26:12: Ich glaube deine Geschwister sind ja nicht im Unternehmen oder?

00:26:14: Genau meine Geschwisters sind nicht im Unternehmen.

00:26:16: wir hatten den großen Luxus dass mein Mutter immer gesagt hat macht das was euch Spaß macht weil nur dann seid ihr auch da drin erfolgreich und auch für euer eigenes Leben.

00:26:26: ne Und meine Geschüchter haben sich alle für einen anderen Berufsweg entschieden Auch ganz etwas anderes.

00:26:32: also von daher Ja Gibt's bei mir Hänge?

00:26:36: Und welcher hatte auch immer Lust drauf.

00:26:37: Gibt es bei dir Hängen, also da hast du schon auch wie so ein bisschen einen inneren Auftrag empfunden.

00:26:42: okay jetzt haben halt reinein gesagt Jetzt sag ich dann wohl ja oder

00:26:45: Nein!

00:26:46: Also wenn das jetzt darüber gekommen ist überhaupt nicht.

00:26:50: Man muss sich vorstellen meine Mutter hat sitzt noch am Schreibtisch von ihrem Vater und lasst sowas zum Rausziehen gegenüber.

00:26:55: Ich hab als Kind da schon gesessen um mich aus Papier Ein Computer gebastelt und arbeiten gespielt weil ich das ziemlich cool fand.

00:27:04: Meine Mutter war... Ich wollte auch Klo-Verkäuferin werden.

00:27:07: Also es ist tatsächlich, habe ich arbeiten damals schon gespielt?

00:27:11: Andere Kinder spielen Feuerwehrmann.

00:27:13: Ich fand den Bürojob ziemlich cool!

00:27:16: Ich stelle mir das mit der eigenen Mutter zusammenzuarbeiten aber auch speziell vor.

00:27:20: ne also wie du erzählst macht total Spaß wenn man irgendwie eine Leidenschaft hat.

00:27:22: gleichzeitig seid ihr ja auch weiterhin Mutter und Tochter mit bestimmten Themen und Dynamiken uns so als ist das was wir erlebst.

00:27:30: du dass im Unternehmensalltag

00:27:33: Also ich glaube es hat sich gut eingespült, ganz lustig war.

00:27:35: Am Anfang hatte ich ein Brot etwas weiter weg von ihr.

00:27:37: wenn sie dann was wollte.

00:27:38: Hat sie gebrüllt wie zu Hause.

00:27:40: Lisa komm mal!

00:27:41: Da haben natürlich alle komisch geguckt.

00:27:44: jetzt mal demnander ist das nicht mehr ganz so.

00:27:47: aber tatsächlich wir pflegen eine relativ offene Diskussionskultur meine Mutter und ich Und ich habe auch nie das Gefühl ich kann nicht sagen was ich meine.

00:27:56: Ich bin überzeugt, dass wir uns so auf Augenhöhe begegnen und ich glaube das ist der große Vorteil.

00:28:01: Sie gibt mir irgendwo Raum mich auszutesten auch meine Fehler zu machen.

00:28:06: andererseits fühle ich mich in keiner Art von ihr bedroht wenn sie noch Themen macht.

00:28:11: also ich glaube da haben wir einfach wahnsinnig viel Glück, dass das matcht.

00:28:14: Und die Vermischung von privatem und beruflichem.

00:28:16: hatte da irgendwelche Regeln oder ist es einfach?

00:28:19: Es ist total okay, dass man beim Essen übers Unternehmen spricht und man kann im Unternehmen auch mal kurz fragen weil sie nicht irgendwie sieht ja dann die Mutter deiner Tochter ist das?

00:28:28: Irgendwie, also sind es... vermischt sich das irgendwie oder sagt ihr nein, das möchten wir gar nicht.

00:28:33: Nein!

00:28:37: Die Mutter von meinem Sohn und die Oma

00:28:39: vom Sohn.

00:28:39: Jetzt frag ich

00:28:40: auch an.

00:28:43: Also das vermischt sich natürlich, ich glaube es ist völlig normal.

00:28:46: Bei uns wurde früher am Weihnachtstisch auch mal das Testament vorgelesen weil da kommt die Familie halt mal zusammen wie das so ist.

00:28:56: Ich glaube wir müssen eher aufpassen, dass wir nicht zu viel über das Unternehmen reden, sonst langweilen wir die anderen, die damit ja nichts zu tun haben.

00:29:03: Andererseits reden wir natürlich auch mal im Büro über was Privat ist.

00:29:06: Dafür verbringen wir einfach zu viel Zeit miteinander, ich bin auch ganz froh wenn meine Mutter da ist und auf mein Kind aufpassen kann, wenn ich den mal mitgebracht habe am Anfang.

00:29:14: Ich glaube, da freut sie sich auch drüber.

00:29:16: also ja es ist total vermischt.

00:29:18: Ich glaub das ist kaum zu vermeiden.

00:29:20: Und wie teilt ihr euch heute auf?

00:29:23: Du sagst die arbeitet Hand in Hand aber wie ist so die genaue Aufteilung?

00:29:26: Also meine Mutter sagt immer, sie beschäftigt sich mit den Sachen.

00:29:29: Mit denen sich eine junge Unternehmerin nicht beschäftigen muss.

00:29:33: also alles was zur Rechtsfälle Immobilien und Autos und diese ganzen Themen angeht läuft irgendwo bei ihr am Ende zusammen.

00:29:43: Also ich kriege das natürlich irgendwo mit und wenn ich das jetzt wollen würde, dann könnte ich das auch machen.

00:29:48: Aber ich bin dafür dankbar, wenn sie das gerne macht.

00:29:51: Und dann haben wir natürlich auch immer mal wieder so Projekte an denen wir arbeiten die total unterschiedlich sind.

00:29:58: Und den Rest sozusagen, die Sachen mache ich aber auch nicht alleine.

00:30:02: Wir haben ja auch noch die Geschäftsführung.

00:30:06: Ja, und dann teilt sich das ein bisschen unter allen auf, aber ich sag mal meine Mutter sagt immer Sie mach' das was ich nicht machen muss!

00:30:12: was man ganz schnell lernen kann, sagt sie.

00:30:15: Habt ihr so einen Nachfolgeplan für euch oder irgendwie eine Roadmap bis zu dem Zeitpunkt?

00:30:20: muss ich dann auch das Thema Immobilien und Rechtsfälle und Vorpark übernehmen?

00:30:26: tatsächlich nein.

00:30:27: Also wir sind da relativ locker reingegangen, weil ich ja auch erst so anders hin sollte und dann haben sich die Themen ein bisschen einfach ergeben und heute ist es so... Ich glaube meine Mutter ist ganz dankbar dass sie nach über vierzig Jahren jemanden zum Austauschen hat.

00:30:44: Dadurch dass ich das von ihr lebe, dass sie dankbar dafür ist bin ich natürlich dankbar.

00:30:48: Dass ich es auch habe weil irgendwann werde ich's nun mal nicht mehr haben.

00:30:51: mein Mutter wird nächstes Jahr siebzig Aber ich glaube die ist noch nicht fertig mit arbeiten und das ist für mich auf völlig in Ordnung.

00:30:58: Es macht mir wirklich Spaß mit ihr zu arbeiten Und sie aber natürlich viel viel weniger als früher und Ich finde das total toll dass wir auch viel mehr Zeit mit ihren Enkeln also nicht nur Neffen verbringt.

00:31:10: Aber andererseits bin ich einfach froh dass ich jemand hab wo ich auch einfach mal ohne irgendwelche Vorteile alles rauslassen kann, was so einem auf dem Herzen liegt.

00:31:19: Und sie hat den Laden ja tatsächlich auch alleine geschmissen?

00:31:21: Ich glaube, sie hat irgendwie ... Sie war alleinerziehend und vier Kinder und hat das Unternehmen gefühlt.

00:31:26: Ja also meine Mutter hatte einen krassen Start.

00:31:29: Sie ist mit Vierundzwanzig, hat mein Opa damals gesagt guckst du doch mal an.

00:31:32: Da war sie zwei Jahre da.

00:31:33: dann ist mein OPA plötzlich mit Sechsten als Sie zwexenzwanziger verstorben und dann hat sich das Unternehmen übernommen was sehr vor über vierzig Jahren dann doch noch mal eine andere Hausnummer war, auch als Frau.

00:31:44: Damals waren wir ca.

00:31:46: drehundfünfzig Mitarbeiter.

00:31:48: Das waren ganz andere Zeiten.

00:31:51: Das kann man sich heute kaum vorstellen, was das bedeutet.

00:31:54: Oh ja!

00:31:55: War sie dein Vorbild?

00:31:56: Ja ist immer noch.

00:31:58: Gibt es trotzdem Sachen wo du sagen würdest, dass möchtest du anders machen?

00:32:02: Ein gesundes Work-Live Balance muss man glaube ich auch lernen.

00:32:07: Das hat sich heute auch für sich verstanden.

00:32:10: Ich glaube, das macht einen stärker in der Arbeit wenn man Zeiten hat wo man abschalten kann.

00:32:16: Das heißt jetzt nicht nein zu frei, aber so ein Moment wo man halt einfach komplett für sich sein kann und auch diese Sicherheit haben kann.

00:32:23: Und das hat glaube ich meine Mutter auch in den letzten zehn Jahren für sicherkannt indem er gesagt hat wir machen eine Gruppengeschäftsführung Wir wollen nicht mehr so abhängig von einer Persönlichkeit sein der ja auch was passieren kann Was natürlich auch ne Absicherung also ist ja auch eine Absicherung für unsere Mitarbeiter dass wir jetzt die externe Geschäftsführungen haben was wir ja auch schon leider erleben mussten Dass es sehr wichtig ist

00:32:44: Wenn du jetzt so auf deine nächsten Jahre so schaust, wie möchtest du das Unternehmen prägen?

00:32:51: Also ich würde gerne – wir sagen immer, wir feiern hundert Jahre Unternehmensgeschichte.

00:32:55: Du hattest ja vorhin im Jahr nineteen vierzehntfünfundvierzig gesagt.

00:32:57: Wir sagen das weil... ein Unternehmen zugekauft haben in zwei tausend drei, das neunzehnundzwanzig gegründet wurde.

00:33:03: Und dass was die Menschen dort geleistet haben in den Jahren wo es noch nicht Wiedemann gab wollen wir trotzdem anerkennen.

00:33:09: deswegen diese hundert Jahre Unternehmensgeschichte und deswegen sich das haben wir letztes Jahr gefeiert und deswegen sehe ich das schon als meine Aufgabe die nächsten Hundert Jahre abzusichern.

00:33:18: Das bedeutet für unser Unternehmen ist wir eine Transformation durch erleben müssen.

00:33:22: Wir müssen diese Silo-Denken aufbrechen und mehr zueinander finden um diesen nächsten Schritt zu gehen.

00:33:28: Und wie spürst du für dich, was so die Themen sind?

00:33:31: Die ihr verändern müsst im Unternehmen oder die du gerne verändern möchtest.

00:33:34: Also auf einer strategischen Ebene und jetzt weniger vom Markt getrieben oder von den Handwerkern sondern in Sinne der Professionalisierung um Modernisierung der Organisation.

00:33:44: also Wie kommst Du auf die Tee?

00:33:46: wo?

00:33:46: das ist wirklich jetzt ein Thema?

00:33:47: dass möchte ich angehen?

00:33:48: ziellos aufbrechen oder dies oder jenes?

00:33:51: Ich spreche viel mit den Mitarbeitern auch den Mitarbeiter auf der Fläche nicht nur den Führungskräften Und versuche mal so ein bisschen rauszukitzeln, was deren Pain Points sind bzw.

00:34:02: eher wo die die Chancen sehen... ...die zu klustern und daraus zu erkennen, wo man vielleicht noch Optimierungen reinbringen kann.

00:34:11: Gut jetzt haben wir erstmal ein großes Projekt vor uns mit der Umstellung auf SIV HANA.

00:34:15: Das sage

00:34:16: ich nicht alleine!

00:34:17: Ja, da sind wir nicht alleine.

00:34:18: Aber die bringt natürlich uns auch in vielen Schritten weiter weil wir einfach auch S-IV HANA nutzen und viele Prozesse zu optimieren.

00:34:25: Da ist jetzt ein starker Fokus auf unsere Mitarbeiter drauf.

00:34:28: Veränderung ist nicht immer einfacher aber insbesondere wenn so viele... Unsere besten Leute sind da ja involviert du musst deine besten Leute an das Projekt reinstecken.

00:34:39: Aber ich versuche einfach wirklich viel mit den Menschen zu sprechen.

00:34:42: Die wissen eigentlich, wo die Themen sind und auch wenn sie noch nicht die Lösungen erkannt haben.

00:34:46: Und wenn sich die Punkte dann klass sind, sich darüber Gedanken zu machen wie können wir damit in zehn Jahren das komplett umgestellt haben?

00:34:56: In der vorletzten Folge war Georg Stavouvi von Bürkert zu Gast.

00:35:00: Er hat darüber gesprochen, weil du auch so viel davon redest und nah an den Mitarbeitern zu sein, dass das aber durchaus doch manchmal eine Herausforderung ist.

00:35:05: So ne Gratwanderung zwischen Nähe und Distanz.

00:35:08: Also nah dran, nah am Fuls Wissen was geht?

00:35:10: Aber natürlich man is ja nicht mit dem befreundet irgendwie so.

00:35:13: wie erlebst Du das?

00:35:15: Also ich habe das auch schon erlebt, wenn ich die Kritik bekommen hab.

00:35:19: Du bist doch unsere Geschäftsführung und wenn du hier bist warum sagst du nicht Hallo?

00:35:22: Dann erkläre ich naja dann müsste ich ja jetzt zweihundert Menschen morgens dir Handschütteln.

00:35:27: Dann komme ich zu nichts, dann komme ich morgens schüttel euch allen die Hand- und Fahrerabend wieder.

00:35:33: Und das heißt nicht dass ich nicht mit den Menschen sprechen möchte aber man schafft es einfach nicht!

00:35:37: Man kann nicht allen gerecht werden.

00:35:39: Das merke ich dann schon stark dieses Zupersönliche.

00:35:44: Ich weiß nicht, ob ich einen guten Weg gefunden habe für mich?

00:35:46: Ich hab' nicht das Gefühl dass ich da ein zu großes Problem mit habe.

00:35:51: Aber ich merke natürlich schon, dass man manchmal so Themen hat wo man sagt dann will man sich abschorten.

00:35:57: Wenn man die fünfte Anfrage bei seinem privaten Instagram habe von den Mitarbeiter und sie ablehnt, da merkt man schon das ist mir dann doch der private und berufliche irgendwo voneinander trennen.

00:36:10: aber im Grunde genommen bin ich ein sehr offener Mensch und ich glaube mein persönliches auch mich ausmacht und teile eigentlich fast alles.

00:36:19: Ich bin da sehr offen.

00:36:20: Bei Instagram ist dann die Grenze sozusagen, aber das ist ja also... Da

00:36:23: zeig ich auch halt meinen Sohn und da ist irgendwo

00:36:25: dann... Ja, das ist sehr interessant!

00:36:27: Das hört man ja genau raus, dass nämlich wirklich so eine Gradwanderung ist nur offen und viel teilen, aber irgendwo muss ja dann Schluss sein sozusagen.

00:36:32: Irgendwo

00:36:32: muss man das für sich selbst setzen.

00:36:34: Also ich habe mich dafür entschieden, dass es ein privater Account ist.

00:36:38: Da hab' ich nur meine Freunde, die mir folgen und meine Mitarbeiter sind nicht meine Freunde und das nicht weil sie schlechte Menschen sind im Gottes Willen.

00:36:46: Das sind alles wirklich tolle Menschen.

00:36:49: Aber man kann nun mal nicht alles vermischen miteinander.

00:36:51: Und wenn ich merke einfach, dass es auch gut tut und mir auch guttut, wenn ich abschalten kann.

00:36:56: Wenn man natürlich mit Mitarbeitern befreundet ist dann ins Privatdass rein drückt... kann ich mir das schon als sehr schwierig vorstellen.

00:37:04: Man muss ja auch manchmal Entscheidungen treffen, die Mitarbeiter nicht besonders glücklich machen werden.

00:37:08: Da möchte man vielleicht nicht mit ihnen befreundet sein oder?

00:37:10: Ja, man muss es halt auch dann irgendwo abschalten können für sich selbst und ich glaube, dass ist als Familienunternehmer sowieso mal schwierig.

00:37:16: Das ist nunmehr nicht, ich mache um um siezehn Uhr mein Computer aus und gehe nach Hause sondern man nimmt die Themen ja sowieso schon mit und die Beschäftigen ein Jahr sowieso Schon.

00:37:25: Und wenn man dann noch privat verbunden ist mit den Menschen Dann kommt diese Last hier einfach nur nochmal oben drauf.

00:37:33: Welche Entscheidung ist dir besonders schwer gefallen in den letzten Jahren?

00:37:37: Also Entscheidungen, die mir schwer fallen und die ich mir auch gut und gründlich überlege, wenn wir uns von Mitarbeitern trennen.

00:37:45: Weil für mich, ich sehe mehr als die Mitarbeiter.

00:37:47: Ich sehe die Familien, die dahinter stehen.

00:37:49: Dafür bin ich zu oft zu nah an deren Schicksalen auch manchmal dran.

00:37:52: und wie viel doch an so einem Job dran hängt außerhalb der einen Person.

00:37:57: Da mache ich mir schon Gedanken drüber.

00:37:59: aber am Ende des Tages muss sich natürlich auch über das Unternehmen nachdenken über über tausend andere Mitarbeitende, die natürlich auch dort tätig sind Und dann muss man natürlich die Sachen abwägen miteinander.

00:38:09: Aber das sind für mich die schwersten Entscheidungen sind sich tatsächlich von Mitarbeitern zu trennen.

00:38:14: Wir hatten Jaukopp Schöffel bei uns im Podcast vom Familienunternehmen-Schöffl.

00:38:19: Und er hat in der Folge ... mit uns geteilt, dass er auch manchmal gezweifelt hat, ob er der Richtige ist.

00:38:26: Der richtige Nachfolger sozusagen.

00:38:28: Hattest du solche Zweifel auch schon mal?

00:38:31: Jetzt habe ich mich an die Folge erinnern.

00:38:34: Nein!

00:38:35: Tatsächlich nicht aus dem einfachen Grund und ich kann mich auch daran erinnernen was er geantwortet hat und kann das auch nachvollziehen aber den Mut und die, bin offen mir Menschen auch ins Boot zu holen.

00:38:48: Die Expertisen haben, die mir fehlen weil ich kann nicht alles können.

00:38:51: das werde ich nie können.

00:38:53: Den Anspruch habe ich auch nicht an mich.

00:38:56: Ich hab aber den Anspruch an mich zu erkennen wenn ich etwas nicht kann um mir Hilfe zu holten Und ich glaube dass wenn man das erkannt hat dann kann man das auch.

00:39:05: Du hast gesagt du arbeitest ja ganz eng mit deiner Mama zusammen die auch ein Vorbild für dich ist.

00:39:10: Hast du auch noch andere Personen, die neben deiner Mutter so eine sehr starke Referenzfigur einnehmen, die den Sparingspartner für dich isst?

00:39:20: Wir haben noch einen Beirat mit dem wir uns austauschen.

00:39:23: Vielleicht ist das auch unsere externe Begleitung ein bisschen.

00:39:26: Mit dem Generationswechsel könnte man sagen – wir haben ihn ungefähr zeitgleich eingerichtet.

00:39:30: Auch als ein weiteres Instrument um uns abzusichern sollte uns beiden was passieren.

00:39:36: Und die, mit denen sich auch nochmal auszutauschen, tut natürlich gut.

00:39:40: Und dann sind wir noch Teil der HBG – es ist eine Gemeinschaft aus Familienunternehmern, die das Gleiche machen wie wir in ganz Deutschland verteilt und dort sind ja auch Junioren und Senioren und mit denen kann man sich auch ganz gut austauschen zu einigen Themen, die ja auch alle oder mehr oder windiger alle im Generationswechsel stehen und da habe ich dann auch immer mal Menschen, mit den ich mich austauschern kann.

00:40:06: Das kann ich nachvollziehen, vor allem auch mit Blick auf den Maschinenraum.

00:40:09: Und da geht es ja immer darum von anderen zu lernen oder auch miteinander zu lernen.

00:40:14: und wir haben eine Rubrik eingeführt im Podcast dem Maschineraum Buchclub wo unsere Gäste, Podcast-Gäste immer Bücher empfehlen die sie zuletzt gelesen haben und wo sie glauben dass sie spannend sind für andere sie auch zu lesen.

00:40:27: Luisa welches Buch hast du zuletzt gelesen?

00:40:29: Wo du sagst hey das ist so toll jetzt gerade in der Sommerzeit.

00:40:32: also das empfehle ich andern.

00:40:34: Also ich habe ja schon gebeichtet, dass ich nicht so die Lesemaus bin.

00:40:39: Aber ich lese jeden Abend mit meinem Sohn ein Geschichte von Astrid Lindgren aus einem Buch wo mehrere Geschichten gesammelt sind.

00:40:48: Ich glaube das heißt von Pipi Langschwumpf bis zur... Ich will sagen Krachmacherstraße.

00:40:54: Und ich muss sagen, ich mag es echt gerne wieder so in die Zeit als Kind zurückgesetzt zu werden wenn man wenig Sorgen hat, wenig Probleme und man findet sehr zur Ruhe weil's doch ein sehr einfaches zu lesen aber trotzdem irgendwie schön und herzenserwärmt.

00:41:10: Das passt wunderbar Luisa, denn du konntest es nicht wissen.

00:41:13: Aber in unserer vorherigen Podcast-Aufnahme hatten wir Julia Bielenberg vom Oettinger Verlag zu Gast und der Oetdinger Verlage verlegt unter anderem exklusiv alle Bücher von Astrid Lindgren.

00:41:26: Und die Frau Bielenberg hat uns auch ein Buch empfohlen – Nicht von Astrit Lindgren sondern von Francesco Vidotto.

00:41:32: Meine Berge bist Du!

00:41:33: Ich habe das Buch letztens meiner Frau geschenkt.

00:41:35: sie hat schon drei Viertel durch ist mit einer ganz warme Empfehlung jetzt von Frau Bielenberg und auch noch mal geprüft das Privat zu Hause.

00:41:46: Und dein Buch nehmen wir natürlich auch in dem Buchclub auf, und der nächste Podcast-Gast bekommt es dann in deinem Namen weitergegeben.

00:41:53: Ja vielen Dank fürs Buch!

00:41:55: Du hast gesagt du findest es durchaus auch wichtig mal abzuschalten und dich nicht mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

00:42:01: was machst du abends oder am Wochenende wenn du mal abschalten willst um den Kopf frei zu bekommen?

00:42:06: Also abends arbeite ich tatsächlich, aber ich sitze morgens um fünf auf dem Pferd.

00:42:11: Ah!

00:42:11: Und fünf Uhr jeden Morgen?

00:42:12: Ja weil da schläft mein Sohn noch.

00:42:15: Danach gibt's Frühstück und dann gehts zur Arbeit.

00:42:19: Das heißt du hast eine eigenes Pferde oder mehrere?

00:42:21: Ja also ich war früher vielleicht so ein Sportreiten gemacht und das schaffe ich natürlich nicht mehr Aber das Reiten als Sport und ab und zu mal am Wochenende ein Turnier Wenn's passt.

00:42:33: Und was machst du da?

00:42:34: Springreiten oder springreiten?

00:42:36: Aber nicht baunst du fünf!

00:42:38: Nein, das darf ich nicht mehr seitdem ich mir sechs Rippen gebrochen habe.

00:42:43: Aber danach ist man wach, oder?

00:42:44: Also nicht nach den sechs Rücken gebrochene.

00:42:45: aber wenn man um fünf Uhr aufs Pferd steigt...

00:42:48: Es ist auf jeden Fall eine gute Art Wacht zu werden und ich bin früher Stäer von daher stück mich das nicht.

00:42:53: Bei

00:42:53: Wind und Wetter ja also auch.

00:42:55: Ja

00:42:55: weil wer morgen Reithalle hat.

00:42:59: Die letzte Frage stellen wir so allen unseren Podcast-Gästen.

00:43:02: Welches Kapitel Familienunternehmensgeschichte möchtest du einmal geschrieben haben?

00:43:07: Also wenn es generell ist, dann also von der Familienunternehemsgeschichte das Kapitel als meine Mutter das Unternehmen übernommen hat weil ich glaube dass das ganz viele Unternehmerinnen inspirieren würde den Weg auch zu wagen.

00:43:20: Und welches Kapitel möchtes du prägen und wo du an die Hauptfigur bist?

00:43:24: wie ist die Überschrift davon?

00:43:26: Von Tradition in die Zukunft?

00:43:28: Das

00:43:28: ist ein hervorragendes Ende für diese Podcast-Folge, liebe Luisa.

00:43:32: Vielen Dank, dass du hier nach Berlin gekommen bist und vielen Dank für das spannende Gespräch.

00:43:36: Vielen dank an euch!

00:43:37: Danke dir!

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