Georg Stawowy von Bürkert: Warum die deutsche Zentrale nicht mehr die Klügste sein muss

Shownotes

Wer sich morgens Kontaktlinsen einsetzt, einen Kaffee im Büro trinkt oder Antibiotikum einnimmt, hat vermutlich schon mit einem Bürkert-Ventil zu tun gehabt, ohne es zu ahnen. Der Hidden Champion Bürkert Fluid Control Systems aus Ingelfingen stellt Ventile, Regler und Messgeräte für Flüssigkeiten und Gase her, beschäftigt rund 3.700 Menschen und setzte zuletzt rund 680 Millionen Euro um.

Davon fallen nur noch ca. 17 Prozent auf den Standort Deutschland. Die größten Märkte sind die USA und China, Indien soll folgen. „Es ist eine Transformation, weil ich akzeptieren muss, dass es Menschen in Indien gibt, die das genauso gut können, vielleicht sogar schneller“, sagt CEO Georg Stawowy. Die Kompetenz, die es im deutschen Headquarter künftig brauche, sei deshalb eine andere: ein dezentrales, weltoffenes Netzwerk zu koordinieren. „Es heißt dann nicht mehr ‚Ich denke für Indien vor‘, sondern ,Was müssen wir für Indien tun, damit die das selbst entwickeln können?’ “, ergänzt er. Investiert wird weiterhin auf beiden Seiten: 7 Millionen Euro flossen zuletzt in den Aufbau der Produktion in Indien, 70 Millionen Euro in drei deutsche Standorte.

Neu denken will Georg Stawowy aber nicht nur die internationale Aufstellung von Bürkert, sondern auch das Geschäftsmodell selbst: „Nachhaltigkeit ist heute eine ökonomische Realität“, sagt er mit Blick auf steigende Kupfer- und Gaspreise. “Ob ich das am Ende tue, um den Kindern einen besseren Planeten zu hinterlassen oder um Geld zu sparen, ist dann egal“, sagt er. „Wenn ich an die ethische Perspektive nicht glaube oder den Klimawandel negiere, muss ich das dann trotzdem aus dem ökonomischen Grund machen.“ Sein Portfolio will er deshalb stärker auf Produkte ausrichten, die zu einer „regenerativen Wirtschaft“ beitragen, bei der sich soziale, ökologische und ökonomische Systeme erholen können, statt sich zu erschöpfen.

Georg Stawowy erzählt außerdem, warum Bürkert das Geschäft mit der Rüstungsindustrie strategisch ausschließt, obwohl er selbst kein Pazifist sei und warum die Rolle als CEO dazu führen kann, dass man plötzlich allein in der Kantine sitzt – im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers und Katja Michel.

Eine Buchempfehlung von Georg Stawowy: Für Polina von Takis Würger

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+++ Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreib eine Mail an allesneu@maschinenraum.io +++ +++ Mehr zum Maschinenraum auf unserer Website und auf LinkedIn +++ Moderation: Tobias Rappers, Katja Michel | Redaktion: Rebecca Marquardt +++

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Neue aus dem Maschinenraum, dem Interview-Podcast für den deutschen Mittelstand.

00:00:21: Mein Name ist Katja Michel und ich bin Redakteurin beim Wirtschaftsmagazin Kapital.

00:00:26: Und ich bin Tobias Rappers Geschäftshörer des Maschineraums, dem Ökosystem für deutschsprachige Familienunternehmen.

00:00:31: Heute spreche ich mir mit dem Familienunternehmen Bürkert aus.

00:00:33: Ingelfingen und Katja und ich haben heute die Möglichkeit, mit Georg Starwo wie zu sprechen den CEO von Bürkart Fluid Control Systems.

00:00:42: Und was mich an diesem Gespräch reiht ist nicht nur das Familienunternehm besser kennenzulernen und auch zu verstehen in welchen Nischen die Produkte von diesem Hirnchampion eingesetzt werden sondern auch von Georg zu erfahren wie es eigentlich ist so Karriere-Infamilienunternehmen zu machen.

00:00:58: Georg hat für Heidelberger Druckmaschinen, Freudenberg und auch Lab gearbeitet.

00:01:02: Und ist seit zwanzig dreiundzwanzig der CEO von Bürkert.

00:01:06: Ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:01:08: ich hoffe bin mir sicher sind viele spannende Insights für euch mit dabei Bevor wir jetzt starten in dieses Gespräch immer das was bisher geschah.

00:01:15: von Katja Was bisher gescharr?

00:01:19: Es sind die Nachkriegsjahre in denen der Ingenieur Christian Bürkardt Auf einem Bauernhof bei Engelfingen an einem Brutapparat herum tüftelt.

00:01:27: Das nördliche Baden-Württemberg ist damals von amerikanischen Soldaten besetzt und die Bürgers verkaufen Hühnchenfleisch an US Army.

00:01:35: Aus den Trümmern eines abgestürzte Flugzeugs fertigt Birkert einen Temperaturregler, das ist die Keimzelle des Unternehmens.

00:01:43: Im Keller seines Elternhauses baut Christian Birkart von nun an Brutapparate und Wärmeplatten.

00:01:48: Später steigt er auf Temperaturegler um zum Beispiel für Backöfen.

00:01:53: aus der Kellerwerkstatt wird ein Industriebetrieb Bis ein Abend, im Jahr neunzehntelandt-einundsiebzig alles verändert.

00:02:00: Christian Bürkert, der als Ingenieur fasziniert vom Fliegen und leidenschaftlicher Pilot ist, bricht zu einem Flug über den Atlantik auf – doch zwei Stunden vor der Landung bricht der Funk-Kontakt ab … Und die Maschine verschwindet spurlos vom Radar!

00:02:15: Das Unternehmen verliert von einen auf den anderen Tag seinen Chef und Gründer….

00:02:21: Nach dem Tod ihres Mannes übernimmt Dorothee Burkard Verantwortung und wird fast drei Jahrzehnte Geschäftsführerin bleiben.

00:02:27: Burkart Fluid Control Systems, wie das Unternehmen mittlerweile heißt, stellt heute unter anderem Ventile, Regler- und Messgeräte für Flüssigkeiten und Gase her.

00:02:37: Die Kunden kommen zum Beispiel aus der Farmer- und Lebensmittelindustrie, sind Raumfahrt oder Energieunternehmen.

00:02:43: Birk hat beschäftigt weltweit über drei tausend sieben hundert Menschen und hat zuletzt rund sechshundert achtzig Millionen Euro umgesetzt.

00:02:50: Die Geschäfte führt seit zwei Tausend Dreiundzwanzig Georg Stavowie.

00:02:54: mit ihm sprechen wir jetzt im Podcast alles neu aus dem Maschinenraum.

00:03:00: Geber Georg, herzlich willkommen in unserem Podcast!

00:03:02: Herzlich Willkommen im Maschinerum.

00:03:04: Vielen Dank Hallo Katja.

00:03:05: also Tobias Hallo Georg du weißt dass die Gäste unseren Podcast immer das große Glück haben an unsere Espressobar eine Person zu treffen, die sich schon immer mal treffen wollten.

00:03:17: Um Weimar-Espress ein Gespräch zu führen.

00:03:19: Welche Personen würdest du unbedingt gerne mal treffen?

00:03:23: Ich komme gern nach Berlin und da würde ich gern Peter Fox treffen.

00:03:27: Warum Peter Fox?

00:03:28: Weil ich glaube der ist... Wer von diesem Platz sagen, er is cool!

00:03:33: Ich glaub das ist ein Mensch, der vernünftige Ansichten hat und das irgendwie mit einer tollen Musik rüber bringt.

00:03:41: Und mit dem, also ein Espresso auf alle Fälle.

00:03:44: Stellen wir uns vor, du würdest nun wirklich hier an der Espresse betreffen im Maschinenraum?

00:03:49: Wie würdest Du Dich denn vorstellen?

00:03:51: Ich würde ihm erklären dass der Espresso nur deswegen aus der Maschine kommt weil dahinter ein ordentliches Ventil sitzt und das würde ich natürlich überprüfen ob es ein ordentliches ist, weil das sollte dann bitte vom Bürgert kommen.

00:04:03: ja und ich würde den Peter Fox erklären dass er natürlich Bürgern nicht kennt und unsere Produkte nicht sieht, aber ohne wird das auch nicht haben wollen.

00:04:16: Wenn er jetzt zum Beispiel Kontaktlinsenträger ist und die sind so befeuchtet dann ist da ein Bürgertventil beteiligt gewesen.

00:04:24: oder wenn er im schlimmsten Fall mal Antibiotika nehmen muss, dann kommen die aus dem großen Vermenter an den Bürgärt beteilicht ist.

00:04:32: und wenn er irgendwie eine Limonade oder einen Bier trinkt, Ventilen und Sensoren möglich gewesen sein, am besten aus dem Hause Bürgert.

00:04:45: Und jetzt kenne ich Peter Fox nicht so gut?

00:04:48: Auch seine Musik nicht!

00:04:49: Aber ich glaube er ist ja immer so ein leicht emotionaler persönlicher Typ.

00:04:55: Wenn ihr euch dann fragt das ist ja spannend Georg aber wie tippst du denn so persönlich?

00:05:00: was motiviert dich?

00:05:01: wer bist Du?

00:05:02: Was würdest Du dann antworten?

00:05:04: Dann würde ich den Peter Fox bitten das für sich zu behalten.

00:05:08: Ganz ehrlich, mein Job wird mir auch Spaß machen wenn es ein anderes Produkt wäre.

00:05:14: Aber was mich antreibt ist tatsächlich mit anderen Menschen zu versuchen einen Unternehmen in eine andere Richtung zu bringen.

00:05:24: also ich habe einfach im meinem Berufsleben die schöne Erfahrung machen können dass man zwar von Jahr zu Jahr in so einem Hamsterrad sitzt und dann sagt Boah ist das ja schnell rum was haben wir denn geschafft?

00:05:35: Aber wenn man dann fünf Jahre nach hinten guckt, dann sieht man welche Veränderungen stattgefunden haben und das ist ein unglaublich starkes Gefühl finde ich.

00:05:44: Man kennt es ja auch vielleicht vom Sport, wenn man im Team was erreicht hat oder so und das treibt nicht an.

00:05:50: Du bist ja selbst Ingenieur und wir haben gerade gehört in der Unternehmensgeschichte Der Gründer war auch Ingenieur wie wichtig ist aber dieser Anteil an dem Job schon auch für dich?

00:05:59: denn du hast jetzt viel erzählt wo steckt überall Bürker drin?

00:06:03: also Wie wichtig dieser Aspekt für dich.

00:06:08: Also ich würde sagen ganz ehrlich, es bleibt ja alles unter uns nicht mehr so besonders wichtig.

00:06:15: also ich würd' sagen das sind vielleicht noch zwanzig dreißig Prozent.

00:06:18: also Bürgert ist definitiv ein Ingenieurs getriebenes Unternehmen.

00:06:23: deswegen dass ich Ingenieur bin ist sicherlich nicht falsch auch so.

00:06:27: in der Japanischen Wien Philosophie redet man immer vom Respekt für das Produkt.

00:06:31: Ja, ich glaube es ist wichtig.

00:06:32: Man braucht eine klingt jetzt ein bisschen pathetisch und brauchen ein bisschen Liebe fürs Produkt.

00:06:37: Das kann man aber auch entwickeln für andere Produkte.

00:06:41: Und Ich glaube dass heute in der Unternehmensführung das nicht mehr so entscheidend ist.

00:06:46: wir brauchen gute Ingenieure Aber die müssen nicht unbedingt an der Spitze sein.

00:06:52: Wann wird ihr bewusst?

00:06:54: Dass dieses gestalten Das Unternehmen verändern für dich das Feld ist, wo du besonders wirksam sein kannst.

00:07:02: Und was musstest du dafür tun um das auch zu erreichen?

00:07:04: Um es zu dürfen?

00:07:09: ich hatte einer Erlebnis im Laufe des Studiums weil da kamen das Thema Lien Produktion hoch und das war Anfang der neunziger Jahre und dann ging's ja sehr stark darum einfach Arbeitsabläufe zu verbessern zu verändern und natürlich damit auch die Frage welche Verhaltensbeänderungen müssen da einhergehen habe mich da an einem Institut engagiert, die sich mit Einführung von Gruppen und Teamarbeit beschäftigt haben.

00:07:31: Und dann merkt man schon, ah ja es geht jetzt nicht nur um ein neues Prozessdesign sondern irgendwie um psychosoziales System.

00:07:38: und da gibt's noch einen anderen Aspekt den man berücksichtigen muss.

00:07:45: Der zweite Aha-Effekt war vielleicht als ich in das Unternehmen Freudenberg gekonvolieren ein sehr großes Unternehmen, ist aber sehr mittelständig strukturiert und sollte kein Produktionsstandort mehr als zweihundert Menschen haben.

00:08:00: Und da habe ich gemerkt wie kraftvoll das für mich persönlich ist und wie viel Spaß mir das macht in einem Umfeld zu arbeiten wo ich dass sich noch überblicken kann, wo ich die Personen noch sehe also auch als Individuum wahrnehmen kann eine Geschichte kennen.

00:08:15: Und da habe ich dann verstanden, dass ich da gut wirken kann.

00:08:19: Weil ich vom Typus so bin das sich auf Menschen zugehen kann auch ernsthaftes Infesse an Menschen habe.

00:08:26: und deswegen glaube ich, dass Ich als Führungskraft-Typus in mittelständischen oder kleineren Strukturen viel besser wirken Kann als im Großkonzern.

00:08:36: und Das hab ich dann so zu meinem Thema gemacht und habe eben auch das Glück gehabt dieser Stil ja von irgendwem gewürdigt worden.

00:08:45: Sonst wäre ich nicht befördert worden, sonst wär ich nicht heute CEO.

00:08:51: und das finde ich persönlich für mich sehr schön, dass sich am Anfang der Berufslaufbahn hat, war dich nicht das Ziel irgendwie mal CEO zu sein oder ich hatte auch keine Vorstellung was wie ich als Führungskraft bin mehr.

00:09:05: aber inzwischen finde ich es irgendwie ganz schön, ein Unternehmen fühlen kann und das irgendwie gewollt ist.

00:09:13: Ja, und dass auch gut gefunden wird und ihr selbst das Gefühl habt ich kann da was bewirken.

00:09:18: Und was ich dafür getan habe schwierig.

00:09:20: Wie ist denn da das Zusammenspiel oder die Zusammenarbeit mit den Eigentümerfamilien?

00:09:25: Was ja selbst gerade schon gesagt du hast schon verschiedene Familienunternehmen gearbeitet bei Freudenberg bei LARP jetzt bist du bei Bürgert.

00:09:31: also wie arbeitest du mit denen zusammen?

00:09:33: Wie frei bist Du in Deinen Entscheidungen?

00:09:35: Wie sehr reden Sie als Gesellschaft damit?

00:09:38: Zunächst mal, wenn wir die drei Unternehmen vergleichen sind.

00:09:40: Die Konstellation extrem unterschiedlich und damit auch extrem unterschiedliche welche Freiheitsgrade ich hatte oder auch wie ich zu agieren hatte bei Freudenberg mit über zweihundert Anteilseignern, die natürlich eine Governance brauchen im großen Gesellschaft der Versammlung usw.

00:09:56: Ich habe zwar Familienmitglieder kennengelernt persönlich aber es ist natürlich schon abstrakter.

00:10:02: Es ist wertorientiert wie viele Familie oder die meisten Familienunternehmen Aber es ist natürlich schon ein bisschen anonymer.

00:10:09: Bei Lab war's so, dass Eigentümer mit im Vorstand waren in der operativen Geschäft wo man sich auch da auf Augenhöhe begegnet und jeden Tag zusammenarbeiten muss aber auch in dem Gespräch weiß wer das letzte Wort haben wird.

00:10:24: bei Burkart ist es wiederum anders, dass die Anteilseigner aus Prinzip nicht ins operative Geschäft eingreifen wollen einen sehr, sehr hohen Freiheitsgrad habe.

00:10:38: Ich telefoniere häufig mit Herrn Bürkert.

00:10:41: es gibt dreimal im Jahr Gesellschaft der Versammlung.

00:10:44: da wirkten die natürlich ein und interessieren sich auch für das operative Geschäft.

00:10:49: aber ich hab also da sehr viel Freiheit und glücklicherweise auch sehr viele Rückendeckung weil's irgendwie stimmig ist von den Werten von der Haltung von dem was wir erreichen wollen.

00:11:03: Das empfinde ich bei Burkart wirklich als Glücksfall, dass ich den Eindruck habe es ist einfach ein Umfeld wo ich so sein kann wie ich bin und wie ich das auch für richtig halte.

00:11:15: Das war auch bei LAPSO und das war auch Freudenberg so.

00:11:18: aber jetzt bin ich natürlich in der anderen Rolle und eben auch in einer anderen Governance Struktur wo das noch besser möglich.

00:11:24: Du hast das als ein Glücks Fall bezeichnet?

00:11:27: War das wirklich Glück oder... Hast du versucht die Familie auch besonders kennenzulernen und dich, bevor du dich dann entschieden hast in diese sehr exponierte Rolle als CEO bei Bürkert einzusteigen?

00:11:39: Gut wenn man sich für so eine berufliche Herausforderung entscheidet ist es ja trotzdem noch ein Sprung.

00:11:44: Man versucht irgendwas vorher rauszufinden.

00:11:46: wie's wirklich wird weiß man vorher nicht.

00:11:48: aber Es war schon in der Rekrutierung klar und ich würde sagen beidseitig, das haben wir die Gesellschaft danach auch zurückgespiegelt.

00:11:56: Dass irgendwie die Chemie stimmte.

00:11:59: und wenn ich das beschreiben soll dann ist es einfach so dass die die Gesellschaft da bei Börg hat sehr bodenständige wertorientierte Personen sind.

00:12:12: denen sage ich mal die das klingt jetzt so platt aber dass die langfristigen Entwicklungen des Unternehmens sehr sehr wichtig sind.

00:12:20: Auch die Personen im Unternehmen sind sehr wichtig.

00:12:23: Und schon so die ersten Gespräche waren irgendwie vom Stil außergewöhnlich, ja?

00:12:29: Also auch sehr bodenständig vom Auftreten unprätenziös aber sehr gezielt interessiert am Menschen und das hat beidseitig gefunkt und der Rest ist natürlich dann schon.

00:12:45: dann springt man und stellt fest, ja es ist so.

00:12:47: Das ist nicht so aber in dem Fall war's so und von daher hat sich das Bauchgefühl

00:12:52: bestätigt.".

00:12:53: Wir haben ja in der Anmoderation gehört dass es eine sehr spezielle auch sehr traurige tragische Unternehmensgeschichte tatsächlich ist.

00:12:59: dieser Gründer wie wichtig ist er denn heute noch für sowas wie die DNA des Familienunternehmen?

00:13:06: als Identifikationsfigur spielt ja ne große Rolle?

00:13:09: Ich würde sagen schon.

00:13:11: also Natürlich ist es einerseits weit weg.

00:13:16: Also wenn ich heute zur Arbeit gehe, was interessiert mich da die Geschichte von vor achtzig Jahren?

00:13:20: Aber das ist irgendwie schon sehr präsent.

00:13:24: Was sieht man also visuell im Unternehmen?

00:13:26: Klar, es hängen dann noch Bilder und es gibt ein Unternehmensmuseum.

00:13:29: aber von der DNA ist es tatsächlich so dass wir immer noch... Das finde ich schon interessant, dass sich das irgendwie vererbt.

00:13:36: Von der DNA sind wir immernoch Erfinder.

00:13:40: Wir sind Pioniere.

00:13:42: Wir haben das auch jetzt in neuen Claim so aufgegriffen, weil wir das so empfinden.

00:13:47: Nicht im Sinne von ich gucke in die Vergangenheit, wenn es da gab's mal einen Pionier und an den sollten wir uns erinnern, sondern in der Unternehmensgeschichte hat Brückert immer wieder technische Entwicklungen gemacht, die sich irgendwie zum Standard in dem Markt geworden sind.

00:14:04: Und das treibt die Leute an!

00:14:07: Und ich finde das schon, könntest gar nicht beantworten.

00:14:10: Was muss man tun damit sich... Also da muss man so eine DNA pflegen.

00:14:14: oder wie tief steckt die?

00:14:16: Wie lange drin?

00:14:18: Aber das steckt in uns drinnen!

00:14:19: Wir sind Pioniere.

00:14:21: wir wollen was Neues entbecken und darauf berufen wir uns schon.

00:14:26: also wenn wir das Feuer da entzünden wollen und die Leute bei der Ehre packen wollen dann sprechen wir vom Christian Burger.

00:14:32: Wie aktive hat denn die Rolle von Dorothy Birkert?

00:14:34: Also ich habe dazu nicht viel mehr gefunden als das, was ich gerade auch gesagt habe.

00:14:37: In der Anmoderation, dass sie dann in die Geschäftsführungen eintrat – Sie hatte ja jemanden an ihrer Seite.

00:14:43: Auch das ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte.

00:14:46: wie sehr hat sie denn das Unternehmen geprägt?

00:14:49: Auch sehr stark!

00:14:50: Es ist schon sehr interessant und es ist eindeutig... Christian Burkert, den wir zugeschrieben.

00:14:56: Das war der Erfinder auch der Tüftler, der technisch was vorantreiben wollte eben auch die Menschen wichtig waren.

00:15:04: Der Dorothee Burkart schreibt man zu dass sie das Unternehmen aufmännisch sehr eng geführt hat.

00:15:11: Sie hatte eine zweite Person in der Geschäftsführung, die eher die technischen Sachen gemacht haben.

00:15:16: Ein Dorothe Burkard, die ich ja nie kennengelernt habe aber In der Beschreibung ist schon eine Unternehmerin gewesen, die gesagt hat wir müssen den Laden zusammenhalten.

00:15:26: Man muss Geld verliebt werden und so weiter.

00:15:29: Letztlich ist es ja so dass Dorothee Burkard das Unternehmen länger geführt hat als Christian Burkards.

00:15:35: Dorothe Burkart wäre jetzt dieses Jahrhundert Jahre geworden.

00:15:38: Das wird auch von den Gesellschaftern im Herbst nochmal gewürdigt.

00:15:44: Sie also als Unternehmer Persönlichkeit hat sie auch einen wesentlichen Anteil, aber in der ganz anderen Rolle und man muss ehrlicherweise sagen nach außen tritt da erstmal der Christian Birkert stärker in Erscheinung.

00:15:57: Was da prägender ist kann ich gar nicht entscheiden.

00:16:00: Ja was dich auf jeden Fall bisher geprägt hat Georg du hast viel Luft in Familienunternehmen schon geschnuppert das heißt bei Freudenberg bei Lapp bei Birkat Alles Unternehmen, die den Familiennamen auf dem Fabrikgebäude wahrscheinlich führen.

00:16:15: Alles Namen, die man bei euch in der Region kennt – alles auch hidden Champions im ihrem Bereich wahrscheinlich.

00:16:21: Was sich bei dir verändert hat ist dass du jetzt mit der jetzigen Rolle CEO geworden bist.

00:16:25: Bei LAPWAS du Teil des Executive Sports, CTO und COO also diese Stelle jetzt angenommen hast.

00:16:32: was hast du dir vorgesehen um anders zu machen?

00:16:35: Wie interpretierst du die Rolle anders?

00:16:36: Was hat sich für dich verändert?

00:16:38: Es ist schon natürlich eine signifikante Veränderung gewesen, auf einmal zu merken dass man letztlich ultimativ alles auf dem Tisch landet.

00:16:47: Und es gibt ja auch in Unternehmen so ne Tendenz das Dinge hochdelegiert werden.

00:16:52: also es stimmt ja nicht dass nur alles runter delegiert wird sondern wenn der Audio Guide fürs Unternehmensmuseum freigegeben werden muss und sagen alle keine Ahnung wer das machen kann dann geben wir mal den CEO das und man stellt fest wow das ist wirklich alles.

00:17:07: Und da muss ich auch, muss man fairerweise sagen bei Lab als Vorstandsmitglied aber nicht vorstandsvorsitzender geht vieles dann einem vorbei.

00:17:16: Von daher muss man schon sagen habe ich dann nochmal Respekt entwickelt was dann alles auf den Tisch kommt?

00:17:23: Aber natürlich hab' ich mich ja bewusst dafür entschieden mal jetzt auszuprobieren nach relativ vielen Berufsjahren und der beruflichen Erfahrung aus verschiedenen Unternehmen zu sagen So jetzt möchte ich es mal so machen, wie ich's für gut erachte.

00:17:39: Nicht nur das... Also nicht damit will ich nicht sagen dass bei den vorherigen Arbeitgebern, dass irgendwie ich da immer über Kreuz lag oder so.

00:17:47: aber einfach zu sagen alles was man so an Erfahrungswerten und Glaubenssätzen gesammelt hat, einfach mal zu erproben.

00:17:54: Und realistisch würde ich sagen dann wird kein weiteres berufliches Kapil mehr kommen sondern das ist jetzt Finale.

00:18:02: Man hat berufliche Erfahrungen Stücke gesammelt und auch über die zehn Jahre bei LAP.

00:18:08: Ich war CTOC, aber bin ja in ganz viele Themen reingekommen, die für euch klassischen Technikvorstand gar nicht um den Tisch gehabt hat.

00:18:16: Und dann sagt man irgendwann, komm jetzt will ich's machen!

00:18:19: So war das bei mir und jetzt finde ich es toll dass sich das gemeinsam mit den Leuten hier bei Gurkaz-O angehen

00:18:25: kann.".

00:18:26: Das ist ja wahrscheinlich auch nicht nur ein Unterschied im Hinblick auf die Menge dessen was auf dem eigenen Tisch landet sondern auch an der Verantwortung.

00:18:31: oder also letzten Endes bist du es jetzt halt?

00:18:34: empfindest du das als großen Druck oder eher als Freiheit, oder als beides?

00:18:39: Definitiv.

00:18:40: Als ich Berufsanfänger war und wichtige berufliche Meetings hatte, da habe ich geschwitzt und ich war gestresst und ein Tag vorher schlecht geschlafen.

00:18:55: Wenn sich das weiter sofort getragen hätte würde ich den Job wahrscheinlich nicht tun oder nicht tun können.

00:19:01: also man entwickelt natürlich auch eine Routine und man muss natürlich sagen geh höher, man kommt.

00:19:07: Desto mehr Autonomie gewinnt man auch weil man nicht nur getrieben ist sondern eher derjenige ist er treibt oder der die Akzente setzt, der was Tempo setzt und damit hat man das in der Hand und das fühlt sich anders an als wenn man getrieben wird.

00:19:23: Aber ist es manchmal auch sehr anstrengend dieses Gefühl immer derjenig sein zu müssen, der treibt?

00:19:27: Denkt man ich.

00:19:28: manchmal kann jetzt mal jemand anders.

00:19:30: Also, was mir kommt das so vor?

00:19:33: Ich denke nicht an's Betriebenwerden.

00:19:35: Sondern ich sag immer es zupfen Menschen hier.

00:19:38: Es sind kleine Sachen.

00:19:40: Man geht in die Kantine und wird trotzdem noch mal kurz angesprochen.

00:19:43: Und man muss immer verfügbar sein.

00:19:44: Dieses permanente Poken oder dass man so gepiext wird... Das empfinde ich als Anstrengung.

00:19:52: Und ich stelle aber auch fest, dass natürlich man in so ein Job viel Energie reingebt, aber man bekommt auch etwas zurück.

00:19:59: Und die entscheidende Frage ist, wie ist die Balance dazu?

00:20:02: Ich habe berufliche Phasen gehabt wo ich den Eindruck hatte, die Balance ist negativ.

00:20:05: Ich stecke mehr rein als ich zurückbekomme.

00:20:08: aber jetzt hab' ich eine Phase wo ich einen Eindruck hab', ich bekomm' mehr zurück oder ich bekom' viel zurück und das ermöglicht mir immer wieder reinzugehen.

00:20:18: jeden Tag und immer wieder werde ich gepiekst und immer zupft einer dran.

00:20:21: aber ich ermüde nicht dabei sondern ich schöpfe auch viel Energie daraus Bevor wir gleich auf das Unternehmen zu sprechen kommen und den Markt, in dem ihr euch bewegt.

00:20:32: Und die Innovationen, die ihr vorantreibt.

00:20:34: Vielleicht noch mal eine persönliche Frage.

00:20:37: In deiner Rolle als CEO?

00:20:39: Was sind für dich so Routinen oder Hacks, die du entwickelt hast, wo du sagst, hey, das hat mir wirklich geholfen diesen Job richtig gutzumachen oder das Beste aus dir selbst herauszuholen?

00:20:51: Also was Interessantes ist in der CEO-Rolle bekommt man ja sehr viel Rückmeldung über das, was man tut.

00:21:00: Und zwar nicht als persönliches Feedback, sondern ich habe Kennzahlen oder ich kriege vielleicht ein Kundenfeedback oder so.

00:21:05: Aber ich sehe das irgendwas, ich setze mich ein und es passiert irgendetwas.

00:21:11: Aber persönliches feedback, das bekommt man natürlich wenig.

00:21:14: Oder man wertet das selbst ab weil man gar nicht weiß ob das ernst gemeint ist.

00:21:18: also wenn mir einer sagt du Georg Kohl gemacht sag ich weiß gar nicht ob der das so ehrlich meint.

00:21:24: deswegen ist ganz klar, ich glaube, ich kann gut auf Menschen in allen Funktionen und Hierarchie-Ebenen zugehen.

00:21:33: Und das zu tun – das ist unglaublich wichtig.

00:21:36: dieses Feedback zu bekommen, weil ich glaube was eine Stärke von mir ist, ist zu spüren, sage ich bewusst, zu spühlen welches Thema ansteht.

00:21:47: Was ist das nächste?

00:21:48: Wann kann ich den nächsten Impuls setzen?

00:21:49: Manche sagen es kommt zu früh manchmal aber sicherlich auch zu später.

00:21:53: Aber ich habe so eine innerliche Uhr oder so ein Gefühl, dann zu sagen jetzt muss ein Akzent kommen und der kommt nur weil ich im Kontakt stehe mit Leuten und Feedback bekommen und damit Stimmung auffangen kann, Strömung auffahren kann und dann auch merke wann kann ich wieder einen Impuls setzen?

00:22:12: Ich hab für mich das Bild immer entwickelt dass ne Führungskraft oder CEO aus gilt für jede Führungskraft glaube Schwingen und dämpfen können muss, also man muss Dinge abfedern die nicht durchregnen müssen.

00:22:25: Und man muss aber auch Akzente setzen können und schwingen damit die stärker spürbar werden.

00:22:30: ich glaube das braucht einen ohr an den leuten.

00:22:34: Du hast eben gesagt wenn du positives feedback bekommst weißt du manchmal gar nicht so genau ob das eigentlich tatsächlich gemeint ist.

00:22:42: Ich frage mich macht die Rolle auch ein Stück weit einsam, weil man sich solche Fragen halt stellen muss.

00:22:48: Weil man nie weiß wie Feedback wirklich, wie ehrlich das wirklich ist und es ist ja immer dieses Hierarchie-Gefälle drinnen.

00:22:55: Das verschwindet ja nicht!

00:22:57: Ja in gewisser Weise ist das so.

00:22:58: also ich habe mich auch bei Freudenberg manchmal so wunderbar wenn der CEO alleine in der Kantine gegessen hat hab' ich gesagt kann doch gar nicht sein kennt doch so viele Leute.

00:23:06: heute sitze ich manchmal auch allein in der Kantine oder ich muss mich bewusst irgendwo dazusetzen Und das ist natürlich rein symbolisch, aber man wird selbst vorsichtiger.

00:23:19: Das Feedback was man bekommt kann ja aufrichtig sein.

00:23:24: Aber man weiß es nicht und man wertet das selbst ab.

00:23:27: Die Schwierigkeit ist dass ich auf der einen Seite für mich entschieden habe irgendwo auch eine Distanz ein Zaun um mich herum zu ziehen.

00:23:37: Ich lade Mitarbeiter nicht bei mir zum Essen ein nach Hause.

00:23:40: Ich glaube, es ist wichtig eine gewisse Distanz zu behalten.

00:23:45: Aber umgekehrt brauchst du auch eine Nähe damit ich weiß das was als Feedback kommt.

00:23:49: oder von wem kommt das Feedback?

00:23:51: Das kann ich ernst nehmen und das ist mir auch wichtig und die Beziehung muss sich pflegen weil das ist ne Quelle ne Energiequelle muss ich pflegend!

00:23:58: Das ist ein schwieriger schwierige Gradwanderung und in gewisser Weise ist es schon so.

00:24:05: also wie man das manchmal beruflich erlebt hat vollen Team, wo das gerade gut funktioniert hat und das ist nicht immer so.

00:24:13: Ich muss aber sagen dass die Geschäftsführung hier als Team bei Burkhard sehr professionell freundschaftlich sachlich miteinander umgeht und es macht's gut.

00:24:25: Dann schauen wir mal darauf was ihr als Geschäftsführung bei Burkard bewegt, lass uns mal euren Markt in eure Produkte reinsoumen und fang vielleicht damit an, dass du einmal beschreibst was macht ihr eigentlich?

00:24:37: Produktkategorien, ein paar Anwendungsfelder hast du ja auch schon erzählt.

00:24:41: Ja.

00:24:41: Eingangs?

00:24:42: Also für den Regelkreis braucht man immer einen Sensor, einen Aktor und einen Controller.

00:24:47: Und wir machen alles!

00:24:49: Der Aktor ist ein Ventil das macht auch uns zu oder steuert eine Flüssigkeitsmenge oder Gasmenge.

00:24:55: es gibt ein Sensor der misst irgendwas in Füllstand mit Temperatur und es gibt was damit kommuniziert.

00:25:03: Das machen wir.

00:25:04: und gerade bei den Ventilen gibt es dann verschiedene Bauformen, ob das mit dem Magnet angesteuert ist oder programmatisch.

00:25:10: Es gibt das in unterschiedlichen Größen also am Ende wie bei vielen Komponenten die Verwandten sind viele tausende Produkte.

00:25:18: Und wenn ich bin auch gerade auf eure Webseite gegangen im Pressebereich und dann sieht man so was ihr für neue Produkte gelouncht habt?

00:25:26: Und das ist ja auch einfach eine weite Range von Bierwürz-Ventilen bis Druck-Aploventil für fermentierende Bereiche.

00:25:36: Also wie kommt ihr auf diese Arten von Ventile und Lösungen, die er baut und mit ihnen mehr Wertenschaft?

00:25:44: Wir machen das zunehmend und verstärkt mit Fokus aus einer Sicht der technischen Applikationen.

00:25:52: ja also es klingt jetzt ein bisschen wild aber wir haben uns Kernindustrie vorgenommen, die wir bedienen wollen.

00:25:59: Das ist das Thema Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie.

00:26:04: Das is' das Thema Food and Beverage.

00:26:06: Das es das Thema Labor- und Analysegeräte und Energie gerade auch Wasserstoff als Trendthema.

00:26:13: Und dann gucken wir naja was haben die so für Anlagen?

00:26:17: Was gibt's da so für technische Applikationen?

00:26:19: Zum Beispiel in der Pharmazie gehts um Reinstwasser dass keine Verschleppungen gibt.

00:26:23: Und dann gucken wir uns an, was braucht man denn da?

00:26:27: Was brauchen die Kunden für Ventiltypen?

00:26:30: und die nehmen wir in unser Programm auf.

00:26:33: Risiko ist natürlich immer dass man viel zu viel macht und die alten Produkte sterben nicht und das wird immer größer und größer.

00:26:40: Der Filter den wir jetzt ansetzen ist ganz klar zu sagen was braucht eine bestimmte Domäne, eine bestimmten Kundengruppe ganz spezifisch um Limonade abzufüllen oder Bier zu brauen, oder einen Chromatographen zu bauen.

00:26:55: Das sind so die Leitklanken!

00:26:57: Und wie viele Produkte habt ihr im Sortiment?

00:27:01: Ganz schwer zu sagen weil es unglaublich viele Varianten gibt.

00:27:04: Zweihundert, dreihundertausend.

00:27:07: Und habt ihr Produktlebenszyklen für diese Produkte?

00:27:09: oder gibt es eigentlich nicht so einen typischen Lebenszyklus, weil sich was nicht abnutzt?

00:27:14: Ja also das ist sehr unterschiedlich.

00:27:17: Es gibt erstes mal was Produkte selber angeht haben wir Produkte immer noch ein Programm die in den sechziger Jahren entwickelt worden sind und wenn man jetzt an die Nutzungsphase denkt hängt das extrem stark davon ab unter welchen Bedingungen ein Ventil, welches Medium bedienen muss.

00:27:35: Also gibt es Dinge jetzt im Kaffeautomaten bei euch im Büro.

00:27:38: wenn das so professionellere ist dann muss das Ventil jedes Jahr ausgetauscht werden und es gibt aber natürlich auch Applikationen wo ein Produkt von uns Jahrzehnte drin sein kann.

00:27:50: also von daher gibt's da auch die Streuung sehr groß.

00:27:55: Und mit Blick auf eure Organisation was sind die aktuell größten Herausforderungen gehabt?

00:28:00: Ausbarausforderung ist sicherlich ein internationales Netzwerk vom selbstständig agierenden kleinen Unternehmen zu schaffen.

00:28:10: Also ich überzeichne immer ein bisschen und sagt Birkwald ist groß geworden gegen Franchise-Unternehmen, das gilt für andere deutsche Familienunternehmen auch.

00:28:20: Man entwickelt alles in Deutschland, man produziert es und auch das Marketing kommt aus Deutschland.

00:28:24: dann geht man in irgendein Land und mietet Büro an und verkauft das usw.. Und wir sehen natürlich dadurch, dass es weltweit Produkte in ähnlicher Qualität gibt.

00:28:36: Dass die Vertriebswege Transparenz sind und dass es Handelsbeschränkungen gibt, das dieses große Wort Local für Local natürlich richtig ist.

00:28:45: Das heißt aber, es ist eine Transformation weil ich akzeptieren muss, wenn ich hier in Ingelfingen sitze, dass Menschen in Indien gibt, die das genauso gut können – vielleicht sogar schneller oder wie auch immer!

00:28:57: Und ich muss jetzt dahin kommen, dass wir eine dezentralere Organisation schaffen wie aber gut orchestriert ist.

00:29:04: Und dieses Spannungsfeld zwischen Freiheiten lassen, aber auf der anderen Seite Standards zu haben in denen sich alle bewegen damit kein Chaos entsteht.

00:29:13: das ist für uns die große Herausforderung oder ich würde sagen auch für uns weil es gilt ja für ganz viele Mittelstände Was sind denn eure wichtigsten Auslandsstandorte?

00:29:22: Oder eure größten?

00:29:24: Ja vom Umsatz ist es natürlich USA, China und dann würde ich gerne Indien als Platz drei sagen.

00:29:33: Da sind die aber noch nicht, aber da werden sie bald sein.

00:29:37: von daher ist das natürlich auch bei uns sehr stark proportional zur Wirtschaftsleistung der Länder oder einfach zu Anzahl der Einwohnern.

00:29:46: also wenn man jetzt Announcement Industrie denkt und Indonesien leben dreihundert Millionen Menschen, da brauchen wir halt auch dreimal mehr Apfelanlagen als in Deutschland.

00:29:56: Von daher das Wachstum wird natürlich aus anderen Ländern kommen weil wir in Deutschland eine sehr starke Marktposition haben.

00:30:04: Das ist ja auch sehr typisch für den deutschen Mittelständen.

00:30:07: Welche Rolle wird dann in Zukunft noch die Unternehmenszentrale in Deutschland spielen?

00:30:12: Was bedeutet diese Entwicklung für den Standort?

00:30:16: Also für den Bürgertstandort Deutschland meine ich jetzt erst mal.

00:30:19: Ich glaube, es sind zwei Aspekte.

00:30:21: der eine ist... Der Standort Deutschland oder Europa muss ein eigenes Selbstverständnis als Region entwickeln also es muss sowas wie einen europäischen Weg geben so wir sagen ja in Indien die brauchen halt gute Naffprodukte oder so müssen wir definieren was ist das Spezifische?

00:30:40: Was der Europäische Markt braucht Und so wird heute noch nicht unbedingt gedacht.

00:30:45: Also die in Engelfingen sitzen immer alle und sagen, ich muss für die Welt mitdenken.

00:30:50: Ich sage denen jetzt, nein, ihr müsst den europäischen Weg

00:30:53: definieren.".

00:30:54: Das Zweite ist eher so die Holding-Ebene darüber.

00:30:59: Jetzt sind wir ja gerade in einer Diskussion wie wettbewerbsfähig ist Deutschland als Standort?

00:31:04: Die Idee ist eine Industrialisierung.

00:31:06: Da führt das alles in.

00:31:08: Und ich glaube, wir haben hervorragend ausgebildete Menschen in Deutschland.

00:31:12: Ich kann durch die ganze Welt fahren und ich sage immer noch sind hervorragen ausgebilde Menschen hier in Deutschland.

00:31:18: Wir haben eine Tradition, weltoffen zu sein.

00:31:21: Wir sprechen superenglisch.

00:31:23: Wir sind es gewohnt zu reisen.

00:31:26: Die Kompetenz, die wir im Headquarter haben müssen ist dass wir ein dezentrales internationales weltoffenes Netzwerk koordinieren können.

00:31:35: Das ist das Skillset sozusagen, was wir stärker ausbauen müssen und auch ein stärkeres Selbstbewusstsein rausbeziehen müssen.

00:31:43: Und das ist aber ein komplett anderes Verständnis von Mehrwert in einer Organisation nicht?

00:31:49: Ich denke für Indien vor, sondern ich beantworte die Frage Was müssen wir für Indian tun damit jeder selbst entwickeln kann?

00:31:57: Das Teil der Transformation?

00:31:59: Aber dass es auch ein bisschen was mich antreibt zu sagen Der Standort Deutschland muss genau daraus das Selbstbewusstsein ziehen und genau da zeigen, dass wir den Unterschied machen.

00:32:11: Wir müssen verstehen wie man eine globale Organisation führt.

00:32:14: Wie viel Prozent des Umsatzes macht ihr denn im Moment in Deutschland?

00:32:17: Und wo wird das Perspektive schenken?

00:32:20: Moment sind es glaube ich siebzehn Prozent nur noch.

00:32:23: ja und das muss weiter abnehmen.

00:32:29: Man muss aber Wenn ich mal gedanklich China, Indien und USA zusammenfasse, dann leben dort dreißigmal mehr Menschen als im Dachraum.

00:32:40: Also Deutschland, Österreich, Schweiz ist auch klar, wo das Wachstum herkommen muss.

00:32:46: Und investiert ihr im Moment in Deutschland noch oder investiert Ihr im moment in Indien?

00:32:51: Beides!

00:32:51: Aber wir haben kräftig nochmal in Deutschland investiert.

00:32:55: Wir haben an drei Standorten hier in Deutschland Gebäudeerweiterungen gemacht, weil wir überzeugt sind dass wir die Fläche auch brauchen.

00:33:03: Das ist in absoluten Zahlen.

00:33:04: das war jetzt siebzig Millionen Euro die wir da investiert haben.

00:33:07: es ist viel mehr als das was wir in Indien investieren.

00:33:11: aber natürlich ist jetzt Indian ein ganz wichtiger Punkt weil wir da einfach ein viel stärkeres Wachstum über nächsten Jahre erwarten und auch erreichen müssen.

00:33:23: Also, beides ist richtig.

00:33:25: Aber natürlich investieren wir auch in Deutschland rein!

00:33:27: Und wie viel habt ihr in Indien investiert?

00:33:28: Wenn du sagst, in Deutschland war es viel mehr... Ja, zum Beispiel für Initial haben sieben Millionen Euro in Indie investiert um eine Produktion aufzubauen und das ist deswegen signifikant weniger weil wir entschieden haben dort das Gebäude nicht selber besitzen zu müssen.

00:33:46: Das ist ein gewisser Paradigmenwechsel in einem Familienunternehmen wo man sagt muss unser Haus sein.

00:33:53: Da haben wir gesagt, nee, wir machen es anders, wir mieten was und auch flexibler.

00:33:57: in fünf Jahren sieht die Welt anders aus.

00:33:59: Und deswegen geht's... Es liegt nicht nur daran dass in Indien alles billiger ist sondern wir haben gezielt in Maschinen erst mal investiert um ins Laufen zu kommen.

00:34:08: Wenn man dir so zuhört dann hat man das Gefühl, dass du dich nicht in das Lager einreist.

00:34:13: also von Einreihen Die Deutschland abschreiben oder schlecht sehen als Standort?

00:34:19: Ja Das ist so.

00:34:22: Wird das alles gut gehen?

00:34:24: Weiß ich nicht!

00:34:25: Also haben wir hohe Risiken, dass hier alles dem Bach runtergeht?

00:34:29: Definitiv.

00:34:32: Aber mir geht es natürlich mit Mitte-Mitte-Fünfzig.

00:34:35: wenn ich jetzt in meiner Blase unterwegs bin und wir gucken uns um dann unterhalten wir uns über die Eltern, die pflegebedürftig sind und die Kinder aus dem Haus sind und stellt mal fest ja wir sind doch jetzt diejenigen die den Unterschied machen können An wen soll ich es delegieren, über wen soll Ich denn jetzt schimpfen?

00:34:51: Auf wen sollich Schimpfen, über Wen soll ich lästern.

00:34:54: Also wir haben's ja jetzt in der Hand und das verpflichten also.

00:34:57: meine Aufgabe verpflichtet mich natürlich auch zu einer gewissen Zunversicht.

00:35:01: Und aber ich bin auch davon überzeugt dass das möglich ist weil Es ja keinen Trend ohne Gegentrennt.

00:35:07: Ja und wenn wir heute sagen die Arbeitskosten Deutschlands sind so hoch und Die jungen Leute wollen nicht mehr arbeiten unabhängig davon ob Das war es oder Nicht Da muss man sagen, ja haben denn die jungen Menschen in China Lust, siebzig Stunden die Woche zu arbeiten.

00:35:20: Ne?

00:35:21: Haben wir nicht?

00:35:22: Ja also es gibt hier auch da eine gewisse Saturierung, es gibt Wohlstandszuwachs und das gleicht sich alles irgendwie an.

00:35:31: Es ist nur ne Frage der Fristigkeit und das könnte ein riesen Problem sein und das sehen wir gerade als großes Problem.

00:35:37: aber... Also ich zähle weiterhin, ich hab's ja eben angeführt.

00:35:41: Wir haben doch eine Top-Ausbildung bei allen Pisa Schwächen oder wie auch immer aber wir haben immer noch einen Top Ausbildungsniveau und wir haben ne weltoffene Gesellschaft die wir weiter pflegen sollten und das sind so die Fähigkeiten und Kompetenzen die wir brauchen.

00:35:59: Ist auf jeden Fall eine gesunde Haltung um mich Probleme zu sehen sondern Lösungen und vor allem auch sich in der Rolle des Gestaltes zu sehen und nicht im andere dafür zu beschuldigen, dass alles schlecht ist.

00:36:12: Weil ich mich weiß nicht bei aktuellen Umfrageergebnissen der AfD ist es mit der weltaufenden Gesellschaft wirklich so?

00:36:20: Also kann man das so global für Deutschlands sagen?

00:36:23: Ich weiß nicht.

00:36:23: Nein wahrscheinlich!

00:36:24: Also ich würde es mir auch wünschen aber... Wahrscheinlich nicht.

00:36:27: was ich stark beobachte und auch kritisiere ist das Unternehmen gesellschaftlich eine immer größere Verantwortung übernehmen müssen für Dinge, die sage ich mal gesellschaftliche außer Kontrolle geraten.

00:36:44: Also wenn wir uns beklagen über Disziplin, mangelnde Disziplinen in Schulen oder so ja?

00:36:50: Wenn Jahrzubis zu uns kommen ausser bin dann muss es eine gewisse Diszipling geben und Wir können das auch durchsetzen weil wir sanktionieren können.

00:37:01: Das kann passiert in der Schule nicht mehr.

00:37:04: Deswegen kommt jetzt Unternehmen eine immer größere gesellschaftliche Verantwortung zu.

00:37:11: Und wir brauchen eine Weltoffenheit im Tagesgeschäft, weil ich ja jeden Tag mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun habe und das bezieht sich auf ganz viele Funktionen.

00:37:21: Wenn die im Kontakt sind dann geht es um das Fußballergebnis, dann geht's ums Bier

00:37:25: usw.,

00:37:26: nicht um Grationsprobleme.

00:37:28: Deswegen brauchen wir als Unternehmen eine weltoffene Einstellung haben.

00:37:33: wir die gesellschaftlich Naja, sind in der Zareisprobe.

00:37:37: Aber ich kann ja nur als für ein Unternehmen sagen es ist ganz praktische und gar nicht so sehr ethische Aspekte die sagen wir brauchen das weil das ist das Tagesgeschäft.

00:37:49: Georg wie hatten im Vorspann gehört also immer so Tipping Point Momente?

00:37:54: Der Flugzeug absturzt hat das Unternehmen verändert dann die auf einmal Backofenventile gemacht, wo neue Felder aufgegangen sind.

00:38:03: Was ist so ein Tipping Point Moment bei euch jetzt gerade in der Organisation?

00:38:08: In euren Produkten, wo ihr sagt okay da kommt es jetzt richtig drauf an oder das ist vielleicht ein ganz neuer Absatzmarkt für uns und neuer Produktkategorie.

00:38:16: Also ich sehe zwei Tipping Points.

00:38:19: Der eine Tipping point ist die Kühlung von Datencentern Ja, also das ist tatsächlich ein großes Thema durch die Rechenleistung.

00:38:26: Die Energie, die reingesteckt werden muss und muss auch wieder rausgeholt werden.

00:38:30: Das ist Wärme da muss gekühlt werden.

00:38:32: Es geht vielleicht nicht mehr mit Luft sondern dann kommt jetzt Wasser und da braucht es ganz viele Ventile und neue technische Löse und da gibt's noch kein dominantes Design.

00:38:42: und das ist ein Tipping Point verbirgt.

00:38:45: Der zweite Punkt kommt ein bisschen aus der Strategieentwicklung von innen heraus.

00:38:49: Das Thema Nachhaltigkeit ist uns wichtig Und irgendwann sind wir zu der Erkenntnis gekommen.

00:38:54: Aber Nachhaltigkeit kann ja nicht sein, dass es nur ums weniger schlecht geht sondern eigentlich muss so ein Leitbild sein und Nordstern das wir zu einer regenerativen Wirtschaft beitragen können also sich die Systeme egal ob sozial oder ökologisch oder ökonomisch erholen können und nicht erschöpfen.

00:39:17: dann haben wir die Idee gut gefunden und sind jetzt in der Diskussion, wie wir das operationalisieren.

00:39:23: Was heißt das denn?

00:39:24: Das heißt in allererster Linie dass wir in eine Position kommen müssen wo wir die Dinge tun und unterstützen bei Kunden, die platt gesagt für eine bessere Welt oder zu einer besseren Welt beitragen können.

00:39:37: Und es klingt ja sehr hoch, aber wir werden auch weiterhin Geld mit Zuckergetränken verdienen Ja und dafür muss ich mich auch nicht entschuldigen.

00:39:48: Aber wenn ich die Wahl habe, dann versuche vielleicht eher in die Hafermilchproduktion zu gehen ja?

00:39:55: Und wir versuchen jetzt das Unternehmen stärker dahin zu steuern wo wir den Eindruck haben über diese Vision einer regenerativen Wirtschaft einen Unterschied machen zu können.

00:40:07: Das ist so ein Tipping Point Tobias wo ich glaube dass wird jetzt Jahre dauern.

00:40:11: es wird eine schleichende Entwicklung sein Aber wir glauben, dass das ein gewisser Hockey-Stick ist.

00:40:18: Und wir glauben daran, dass es jetzt nicht nur ethisch geboten ist sondern dass sich das wirtschaftlich auszahlen.

00:40:27: Aber gibt es Dinge die ihr ausschließt?

00:40:29: Du hast gesagt du musst dich nicht dafür entschuldigen wenn ihr weiterhin auch Ventile für Zuckergetränke macht.

00:40:34: Aber gibts Dinge wo ihr sagt das machen wir klar nicht da ist die Linie Also aktuell.

00:40:39: ein spannendes Thema ist natürlich Rüstungsindustrie oder Und das ist von den Eigentümern immer ausgeschlossen worden.

00:40:49: Das Thema ist aber natürlich auch bei uns auf dem Tisch gekommen, weil man sagen muss es ist ja nicht nur Entwuchs sondern Man kann eigentlich als Unternehmen gar nicht vermeiden dass Produkte irgendwie in einen Graubereich der Rüstungsindustrie gehen.

00:41:03: Deswegen war die Frage akut nochmal wie positionieren wir uns da?

00:41:07: und das ist ein Punkt wo wo ich auch persönlich sage, ich bin kein Pazifist.

00:41:12: Ich finde ja wir brauchen eine Rüstungsindustrie und das müssen Menschen tun und die verachte ich auch nicht sondern bin ich dankbar dass sie das tun.

00:41:21: aber wir wollen strategisch nicht tun Wir schließen es weiterhin aus.

00:41:27: Und das Thema Nachhaltigkeit der Fokus sozusagen auf Produktgruppen die im regenerativen Beitrag leisten macht ihr das dann weil ihr glaubt andere Märkte wie zum Beispiel Produkte, die Soda-Getränke herstellen.

00:41:42: Dass sie in Zukunft abnehmen werden?

00:41:44: Es wird sich denke ich da vieles verändern und wir werden sehen.

00:41:50: das ist eine Wette, ne Überzeugung dass immer mehr Kunden das fordern werden aus welchen Gründen die dazu getrieben werden sei dahingestellt.

00:42:00: aber Kunden werden das auch wollen.

00:42:04: also nicht nur wir wollen eine bessere Welt machen sondern die werden es wollen.

00:42:07: Wir haben gerade im Bereich Kühlung Gartenzentren ein großes Projekt.

00:42:10: Da fordert der Kunde, dass wir nachweisen, dass alle Energie die wir nutzen regenerativ ist weil die Endanwendung so viel Energie frisst das sie sagt naja also wir müssen da irgendwie noch auch gucken was wir einen guten Beitrag leisten.

00:42:26: und die Forderungen von Kunden die das zur Kaufentscheidung machen die wächst das sind heute sei mal nur zwei Prozent der Kunden Und das werden nie hundert Prozent der Kunden sein.

00:42:37: Aber wenn es zehn Prozent der Kunden sind und da würde ich schwer von ausgehen, dann ist es ein relevanter Differenzierungsfaktor bei die zehn Prozent den Kunden.

00:42:46: Das wären die Großen sein.

00:42:48: Es werden nicht die Kleinen sein.

00:42:49: Gleichzeitig hat man ja aber das Gefühl dass das Thema Nachhaltigkeit für viele auch eher im Moment weniger Priorität hat als noch vor einigen Jahren vielleicht durch Entwicklungen in den USA.

00:43:00: Das ist aber nichts, was bei euch so ankommt.

00:43:02: Dass das Interesse erst mal wieder gesunken ist?

00:43:06: Nein!

00:43:08: Wenn ich jetzt Diskussion gesellschaftlich verfolge oder Pausengespräche bei uns, da gibt es natürlich die Vorbehalte.

00:43:14: Was soll das?

00:43:15: Da muss man das Geld besser anders einsetzen und so weiter... Aber, neun-neunzig Prozent des CO²s für das wir verantwortlich sind, das ist hier nicht im Gebäude oder auf der Weg zur Arbeit, sondern das ist in den Produkten und in der Nutzung der Produkte.

00:43:31: Und wenn der Prozess eines Kunden durch unsere Lösung effizienter wird dann trägt es zu Decarbonisierung des Kunden bei aber spart ihm oder ihr auch Geld.

00:43:42: Deswegen ist es am Ende um das versuchen ins Unternehmen zu bringen.

00:43:46: Nachhaltigkeit ist heute eine ökonomische Realität.

00:43:49: Wer das negiert soll sich mal angucken wie sich der Kupferpreis über dreißig Jahre entwickelt hat.

00:43:56: Wer hat denn ernsthaft gedacht, dass sich der Gaspreis so entwickelt?

00:43:59: Ja getrieben dann nachher durch den Krieg in die Russen, wo keiner aufgezogen ist.

00:44:06: Und das sind ja ... Die Materialpreise gehen hoch und Nachhaltigkeit heißt energieeffizienter Materielleffiziente zu arbeiten.

00:44:16: Ob ich das am Ende tue um den Kindern besseren Planeten oder keinen zerstörten Planeten zu hinterlassen oder um Geld zu sparen, ist mir doch egal!

00:44:24: Und so versuche ich das auch im Unternehmen darzustellen.

00:44:27: Es geht hier um beides, aber wenn ich an die ethische Perspektive nicht glaube oder den Klimawandel negiere dann muss ich es immer noch machen aus einem ökonomischen Grund und das verfolgen wir.

00:44:40: Georg jetzt hast du uns ein perfektes Steilvorlage in die letzten drei Fragen gegeben und alle Hörer.

00:44:45: ich würde euch raten noch dran zu bleiben wie.

00:44:48: es gibt den Maschinenraum Buchklub.

00:44:52: Du wirst ein Buch von uns zugesendet bekommen.

00:44:53: Von Martin Barbilas, der CEO von Altana dem Chemieunternehmen aus Wesel eingefroren am Nordpol.

00:45:02: Gute Überleitung!

00:45:05: Und damit die Frage, welches Buch würdest du gerne in den Buchclub geben?

00:45:09: Weil du glaubst das andere Menschen dieses Buch auch mal lesen sollten.

00:45:13: Eins oder zwei?

00:45:14: Mach man zwei.

00:45:15: Gib mir zwei... Also eins ist für Polina Ja, von Takis Würger ist einfach ein schönes Buch.

00:45:25: Und ich glaube also, ich lese nicht so gerne Managementbücher.

00:45:29: vielleicht sollte ich das besser tun oder so aber ich glaube zu guter Führung gehört auch breite Bildung und deswegen ist es einfach ein schöner Roman eine schöne Geschichte einer unerfüllten Liebe.

00:45:43: Also ist bei einem bereichern des Buchs das zweite was schnell hinterher schiebe Ein Thriller, vielleicht kennt ihr das schon im Buchclub, wo es umgeht.

00:45:55: Eigentlich dass wir überall auf der Welt zu ordnen sind und darum rankt sich ein fiktiver Thriller aber der ist verdammt nah an der Realität und von daher auch mal einen Buch zum Nachdenken.

00:46:07: Mega vielen Dank!

00:46:09: Eine gute Empfehlung für die anstehenden Sommerurlaube.

00:46:12: Dann genau mache ich weiter mit unseren drei Abschlussfragen.

00:46:15: Und zwar du hast gesagt, du bist Mitte fünftig.

00:46:18: Du hast gesagt so karrieremäßig der nächste Step kommt da wahrscheinlich auch nicht mehr.

00:46:23: Du bist angekommen da wo du bist.

00:46:25: Denkst du manchmal schon darüber nach wie das nach dem Berufsleben mal so ist?

00:46:30: Also stellst du dir manchmal einen Ruhestand vor und wie stellst- du dir den vor?

00:46:34: oder bist du jemand der sagt Ich will nie aufhören zu arbeiten was es ja auch gibt.

00:46:38: Nee also nie aufhören zu arbeiten.

00:46:42: Ich denke zehn Jahre habe ich noch und weiß, dass das nicht so sein muss.

00:46:47: Also weil ich hab auch zehn Jahre noch was zu machen aber vielleicht bin in vier Jahren nicht mehr in der Lage dazu.

00:46:54: Das kriegt man ja durchaus mit, dass es gesundheitliche Einschränkungen geben kann und dann ist Ende.

00:46:58: deswegen beschäftigt mich das ganz klar.

00:47:02: Und ja, ich sehe mich da schon irgendwie um die Welt fahren.

00:47:08: Genau, wird jetzt auch gefragt hast du ein Lieblingsziel?

00:47:12: weiß ich nicht.

00:47:14: Ich war jetzt Gott sei Dank im Februar in Oman, was eine fantastische Erfahrung war und da konnte ich mir schon vorstellen noch mal hinzufahren.

00:47:22: aber dann musste man die Ute nochmal genau gucken.

00:47:24: vielleicht will ich das gerade gar nicht.

00:47:27: Bevor wir zu viel über die Rente sprechen, noch die letzte Frage welches Kapitel Familienunternehmensgeschichte möchtest du einmal geschrieben haben?

00:47:37: Wir haben so ein Zeitpral im Unternehmensmuseum mit so Meilenstein und Bildern.

00:47:42: Und da wäre dann zwanzig eindreißig so'n Bild von mir, wie ich in Mumbai den Preis verliegen entgegenehme für Great Place to Work India.

00:47:57: Okay!

00:47:58: Um was sich damit meine ist, so wie es vorher geschildert hab', ich sehe die Herausforderung aus Burkhardt einen Netzwerk an fluidischen Expertenunternehmen zu machen, was weltweit agiert in dezentralen Zellen.

00:48:12: Und dass wir in Indien als toller Arbeitgeber primiert würden, der nur einen Ausdruck das nicht ein Anhängsel ist sondern eine eigenständige Organisation und das wäre toll wenn es da hängen würde.

00:48:27: Super!

00:48:27: Das ist ein schönes Bild.

00:48:28: Vielen Dank Georg für Die Einblicke in deine persönliche Geschichte, in Familienunternehmen und in die Einbliccke in euer Familienunternehmens bei Birkot.

00:48:37: Dankeschön!

00:48:38: Danke schön, Katja.

00:48:39: Danke Tobias Alles Neu.

00:48:49: – der Interview-Podcast aus dem Maschinenraum.

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