Spotlight | Christian Miele: Der Brückenbauer – warum Familienunternehmen und Startups einander brauchen

Shownotes

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Künstliche Intelligenz und Digitalisierung verändern das Tempo, mit dem Märkte sich entwickeln und stellen die Frage neu, wie Substanz und Geschwindigkeit zusammenfinden können. Entscheidend ist dabei weniger die Frage, ob Startups und Familienunternehmen zusammenpassen, sondern wie aus zwei unterschiedlichen Kulturen eine gemeinsame Praxis wird.

In der vierten Spotlight-Sonderfolge von „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum" spricht Gastgeber & Maschinenraum-Geschäftsführer Tobias Rappers mit Christian Miele, General Partner bei Headline, einem der führenden europäischen Wachstumsfonds, über das Zusammenspiel von Startups und Familienunternehmen. Es geht um die Leitfragen, die in der Praxis entscheidend sind: Was sieht die Startup-Welt früher als viele Familienunternehmen? Welche Signale sollten Familienunternehmen ernst nehmen? Und wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen etablierten Mittelständlern und junger Gründerszene produktiv gestalten?

Mit konkreten Beispielen, Stimmen von Familienunternehmer:innen aus den bisherigen Folgen von “Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” und spannenden Einblicken aus 16 Jahren Startup-Szene zeigt die Folge, wie Substanz und Tempo zusammenfinden können – und was Familienunternehmen und Startups voneinander lernen können: Risiko und Geschwindigkeit auf der einen, Skalierung und Wertefundament auf der anderen Seite.

Im Spotlight vertiefen wir die Themen, die Familienunternehmen bewegen – aus der Praxis des Maschinenraums heraus. Als Ökosystem von mehr als 85 mittelständischen Unternehmen bündelt er Erfahrungen und Fragen, die im Alltag relevant sind: vom Fachkräftemangel über digitale Transformation bis hin zu kulturellem Wandel. Genau diese Beobachtungen aus der Praxis bilden den Ausgangspunkt für vertiefende Gespräche mit Gastgeber Tobias Rappers und Expert:innen, die sie einordnen und Lösungen greifbar machen. So entstehen Episoden, die nah an den Herausforderungen der Unternehmen sind und zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo wir genauer hinsehen und gemeinsam ins Handeln kommen. Genau da gehört das Spotlight hin.

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Transkript anzeigen

00:00:03: Alles Neu, das Spotlight aus dem Maschinenraum.

00:00:11: Herzlich Willkommen im Maschinraum!

00:00:13: Mein Name ist Tobias Rappers.

00:00:14: ich bin Geschäftsführer des Maschineraums den Ökosystem für deutschsprachige Familienunternehmen und ich möchte euch heute einladen zu einer neuen Folge alles neu aus dem maschinenraum unserem Podcast von und Für Familien Unternehmen und zwar zu einer ganz besonderen Folge eines Spotlightfolge.

00:00:30: Anders als unsere normalen Folgen, intervieren wir hier nicht Unternehmer-Unternehmerinnen und sprechen darüber was sie motiviert.

00:00:37: Was die antreibt und wie sie ihr Familienunternehmen auf die Zukunft vorbereiten Sondern wir nehmen uns ein konkretes Thema vor dass wir immer wieder in unseren Gesprächen mit den Familien Unternehmen hören Und wo wir glauben das es sich lohnt einmal etwas tiefer einzusteigen.

00:00:52: Heute haben wir im spotlight Ein thema das mich persönlich auch schon seit jahren Begleitet nämlich das zusammenspiel zwischen startups.

00:01:02: Ich freue mich sehr, dass wir Christian Miedel zu Gast haben.

00:01:04: Christian ist General Partner von Adventure Capital Firma Headline auch ein Partner VC des Maschinenraums und er kennt beide Welten extrem gut nicht nur aus der Sicht des Wachstumfinanzierers sondern auch aus der Sicht der Präsidentschaft, die er für den Start-up-Verband für mehrere Jahre innehatte bevor er sie an Verena Poster übergeben hat.

00:01:28: Christian kennt aber nicht nur die Start up Welt extrem gut, sondern auch die Welt der Familienunternehmen ist dort genauso gut vernetzt wie wir es sind und weiß die industrielle Substanz Deutschlands zu schätzen.

00:01:39: Christian ist eine Person, die kein Blatt vor Mund nimmt, die sehr klare Gedanken hat auch klare Forderungen in alle Richtungen und ich bin mir sicher für alle von euch ist was dabei.

00:01:51: Ideen zur Anregung, Motivationen und auch Inspirationen, Dinge vielleicht anders zu sehen und anders zu machen.

00:01:57: Und deswegen freut euch auf dieses Gespräch, auf dieses Interview mit Christian Miele, General Partner von Headline.

00:02:04: Viel Spaß!

00:02:07: Lieber Christian, herzlich willkommen im Podcast.

00:02:10: Schön dass du hier bist im Maschinenraum.

00:02:11: Vielen Dank Tobias, dass sich heute bei euch sein darf.

00:02:13: Ich freue mich sehr auf die Folge.

00:02:15: Christian, ich bin mir ziemlich sicher, dass du großer Fan von unseren regulären Podcast folgen wirst.

00:02:19: Absolut!

00:02:19: Und dann weißt Du das unsere Gäste, die Unternehmer und Unternehmerinnen, die hier im Podcast vorkommen in meine fiktive Situation an der Espressobar gebracht werden unten... ...und dort auf Menschen treffen mit denen wir sie in ein fiktives Gespräch bringen.

00:02:34: Das wollen wir mit Dir auch einmal durchspielen.

00:02:35: und stell dir mal bitte einmal folgende Situation vor.

00:02:37: Du kommst in den Maschinenraum, gehst die zwölf Treppen runter bis an der espresso bar Und dort sitzt eine Unternehmerin, eine Gründerin und ein Investorin.

00:02:47: Mit welchen von diesen drei Personen würdest du dich als erstes unterhalten?

00:02:51: Spannende Frage!

00:02:53: Ich bin ja bekannt also Brückenbauer.

00:02:55: Ich glaube ich würde mich nicht für einen einzelnen entscheiden wollen sondern einfach sagen na wie geht's?

00:02:58: Wollen wir uns ein bisschen unterhalten und dann versuchen mit allen dreien gleichzeitig ein bisschen zu philosophieren.

00:03:03: Das ist natürlich

00:03:04: ne elegante Antwort jetzt von dir.

00:03:05: Ja was meine

00:03:05: ich so.

00:03:06: Also wenn ich irgendwo auf Konferenzen bin oder sowas springe auch gerne solche Trauben hier rein und sagst hey wie läuft es?

00:03:11: Was ist so los?

00:03:12: Und wie würdest du dich vorstellen und worüber würde dir sprechen?

00:03:15: Hallo, ich bin Christian.

00:03:16: Ich arbeite seit sechzehn Jahren in der Start-up Szene und mich interessiert, wie ihr so euren Job tagtäglich gestaltet und was ihr so macht.

00:03:23: Und was glaubst du, worauf wird das Gespräch hinauslaufen?

00:03:25: in der Dreierkonstellation Familienunternehmerinnen?

00:03:28: Können übrigens auch Männer sein die da sitzen an der Espressobar Gründerin und Investoren?

00:03:34: Also ehrlich gesagt habe ich das Gefühl dass momentan fast alle Gespräche, die ich führe mit den Familienunternehmern in der Politik, mit der Großindustrie alle ähnlich verlaufen.

00:03:47: Also die Bereitschaft sich gegenseitig zuzuhören gemeinsame Lösungen zu diskutieren auch einen ehrlichen Blick auf den Standort Deutschland und Europa zu werfen Geopolitik zu besprechen.

00:04:00: also ich bemerke insbesondere jetzt in den letzten zwölf Monaten dass sich da wirklich ein Raum aufgetan hat.

00:04:07: Insofern glaube Ich würde dieses Gespräch drei Damen darauf hinauslaufen, dass wir über den Standort Deutschland sprechen.

00:04:14: Über den Standorteuropa unsere Rolle in der Welt und was können wir eigentlich tun?

00:04:19: Also anzufangen mit einer superklaren Analyse.

00:04:22: Was ist hier gerade los?

00:04:23: wie sehen wir die Welt?

00:04:24: Was beobachtet ihr?

00:04:26: Was können wir dabei voneinander lernen und dann eine Bestandsaufnahme darüber zu machen, wie wir die nächsten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre gestalten müssen, was wir dafür heute machen müssen?

00:04:36: Wir wollen ja vor allen Dingen über Startups sprechen und auch die Rolle von Startups, die sie im Zusammenspiel mit Familien unternehmen.

00:04:42: Und damit sicherlich auch für die Wirtschaft spielen können.

00:04:45: Da du jetzt gerade hier sitzt und das Gespräch in dieser vierer Runde fiktiv so eingeleitet hast wie sie es tun grad den Standort Deutschland?

00:04:52: Was ist deine Perspektive auf die nächsten fünfzehn bis zwanzig Jahre?

00:04:55: Tatsächlich ist die Antwort auf diese Frage, die gleich als würden wir jetzt über Start-Ups reden weil ich persönlich davon überzeugt bin dass viele unserer Probleme erstens Haus gemacht sind und zweitens aber damit ja eigentlich auch einen Weg vorzeichnen, wie wir wieder wieder rauskommen.

00:05:10: Und ich bin davon überzeugt, dass wir durch innovative Projekte unter anderem aus dieser Situation herausfinden werden.

00:05:18: Und innovative Projkte sind eben in ganz vielen Fällen mit Gründerinnen und Gründern, mit Start-ups verbunden.

00:05:24: Warum?

00:05:25: Wir brauchen Wachstum!

00:05:26: Europa wext nicht mehr, Deutschland wächst nicht mehr.

00:05:28: Wir brauchen Wachstum.

00:05:29: Wir brauchen Wachstrom deshalb, weil wir Wohlstand brauchen.

00:05:33: Weil wir Stärke brauchen.

00:05:34: und wir brauchen Stärke deshalb damit wir in einem globalen Wettbewerb mit unseren Partnern in Amerika und unseren Partner in China und unserem Partner in der ganzen Welt auf Augenhöhe verhandeln können.

00:05:44: Und dieser Kreis schließt sich dann.

00:05:47: deswegen bin ich davon überzeugt und das kann man analysieren dass Startups das innovative Projekte notwendig sind auch für Familienunternehmen um aus diesem Nichtwachstum wieder einen Weg herauszufinden.

00:05:59: Was glaubst du, wo haben wir uns irgendwo verloren oder sind falsch abgebogen?

00:06:04: Dass wir uns das so mantramäßig vorsagen müssen damit es auch wirklich passiert weil die aktuelle Stimmung und der Aufbruch und diese Zukunftslust spürt man ja aktuell nicht.

00:06:16: Darf man in eurem Podcast fluchen?

00:06:18: Gerne.

00:06:19: Die Situation ist scheiße, das gehört zur Wahrheit dazu und das möchte ich auch so klar sagen.

00:06:25: Und da haben wir sicherlich eine Mitschuld dran als Industrie.

00:06:29: Das kann man nicht immer nur auf die Politik schieben und sagen eure Rahmenbedingungen sind schlecht.

00:06:34: Die sind schlecht!

00:06:35: Die müssen sich verbessern.

00:06:36: aber auch wir müssen natürlich aufwachen und auch Wir müssen uns eingestehen dass das Geschäftsmodell das uns in Deutschland stark gemacht hat In Zukunft wahrscheinlich nicht mehr so funktionieren kann und wird.

00:06:47: Warum?

00:06:49: Das ist immer so.

00:06:50: ein sehr schönes plakatives Beispiel.

00:06:51: Wenn ich mir anschaue, die dreißig größten Companies aus Amerika, die dreizig grössten Companies aus Europa, die Dreißig Größte Companies aus China – Public und Private.

00:07:03: Mediengründungsjahr dieser dreißiggrössigen Progeographie.

00:07:07: Amerika, nineteen fünf neunzig, China, zweitausend, Europa, neunzehntundzwanzig.

00:07:15: Amerika und China haben drei Dinge gemeinsam.

00:07:17: Erstens, erste Gründergeneration.

00:07:20: Zweitens alle haben einen Technologiebezug.

00:07:23: Drittens, alle sind venture capital finanziert.

00:07:26: Die Art wie wir in Europa unsere Firmen gebaut und entwickelt haben ist anders.

00:07:31: Wir haben keine extern oder selten haben wir externe Investoren.

00:07:35: Viele der Firmen sind nicht mehr erste gründer generation.

00:07:40: Da ist der Unternehmern nicht mehr anbaut Und ich glaube, dass diese Strukturen unter anderem auch dazu geführt haben, dass wir Risiko-Averser geworden sind.

00:07:50: Das hat damit zu tun, das wir als Hochtechnologie-Standort und als präzise deutsche zuverlässige Ingenieure Risiken vielleicht ein bisschen gemieden haben wie der Teufel des Weihwasser in einer Welt die sich aber so ständig weiterentwickelt, wie das momentan der Fall ist – die dynamisch ist, die volatil ist, Weltordnung verändert sich vor unseren Augen.

00:08:14: Da ist es vielleicht aber auch notwendig, dass wir Risiken eingehen und insofern ist die Art und Weise beinahe kulturell begründet Und ich möchte noch mal darauf zurückkommen und sagen Es ist nicht nur ausschließlich die Schuld der Politik.

00:08:25: Ich glaube Wir müssen uns da einfach auf selber kritischen Spiegel ansehen und sagen so ja also Die art und weise wie wir das die letzten fünfundzwanzig jahre gemacht haben.

00:08:33: die waren nicht So gut.

00:08:35: sie funktioniert so auch nicht mehr.

00:08:37: wir werden jetzt aber systemisch keine andere Wahl haben als uns neu zu erfinden.

00:08:40: Und das wird uns auch gelingen, ich glaube irgendwann stehen wir mit dem Rücken so nah an der Wand dass da nichts mehr zwischenpasst und dann werden wir uns auch wehren und dann wären wir uns mit dem wehre was wir können und das ist unsere Ingenieurskunst.

00:08:50: Das ist diese Präzision es ist diese Zuverlässigkeit und das is harte Fleißarbeit.

00:08:54: Das können wir!

00:08:55: Das wird auch wieder kommen.

00:08:57: und ja den Zeitraum bis dahin die müssen wir jetzt einfach irgendwie überstehen.

00:09:00: Wenn man jetzt auf Deutschland schaut übrigens beeindruckende Zahlen des Durchschnittsalter in den einzelnen Ländern.

00:09:07: Habt

00:09:08: noch mehr gute Zahlen dabei.

00:09:09: Wann sind?

00:09:10: Wenn man jetzt auf Deutschland schaut, dann sind die Zahlen da wahrscheinlich nochmal ein bisschen gravierender.

00:09:13: also neunzig Prozent der Unternehmen in Deutschland sind zum Beispiel ja Familienunternehmen.

00:09:17: Das ist ja im Übrigen fantastisch.

00:09:18: Ich will das gar nicht diskreditieren.

00:09:20: Ja,

00:09:21: ja hatte ich jetzt auch nicht so verstanden aber es ist ja schon so dass ein Großteil der Industrie der deutschen Wirtschaft eben auch durch Familienunternehmung getragen wird.

00:09:30: Im internationalen Vergleich in der der Start-Up Branche würde es uns da einordnen in Deutschland.

00:09:35: Also, es wird besser.

00:09:37: Auch gerade das Jahr zwei tausendfünfundzwanzig war ein gutes Jahr für die Start-ups-Szene.

00:09:42: Wie misst man das?

00:09:44: Wir haben ja in Deutschland durch den Startupverband so einen jährlich erscheinenden Report wo das versucht wird, so bisschen wissenschaftlich aufzubereiten und da waren wir bei jetzt dreieinhalbtausend neugegründeten Firmen in denen von uns auch dann abgesteckten relevanten Sektoren.

00:09:59: also da ist schon Bewegung drin.

00:10:01: Und ich glaube, ehrlich gesagt wir werden diesen Trend anhalten so bezeugen können und wahrscheinlich sogar auch müssen.

00:10:07: es sind ja viele Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen die Wirtschaft die transformiert sich gerade.

00:10:12: Das hat dann immer sekundäre Effekte automatisch auch auf ein Innovationsökosystem, weil die Menschen – ich formuliere das jetzt bewusst mal etwas spitze – aber dazu gewungen werden neue Lösungen zu erarbeiten und das hat dann automatisch in diesem Zahnrad- und in diesem Urwerk der Innovationsökosysteme eine bedeutsame Rolle.

00:10:32: Das heißt wir haben auf der einen Seite diese Familienunternehmen neunzig Prozent, die meistens vielleicht schon dritten oder vierten Generationen sind, häufig keine großen Technologieunternehmen sind sondern ganz ein anführendes Zeichen bodenständige Sachen machen und produzierende Unternehmen sind.

00:10:50: Maschinenbauer sind unter.

00:10:52: auf der anderen Seite haben wir die Start-up Branche in die man je lange Zeit zum Beispiel hier aus Berlin gesehen hat indem sie Apps produzieren sehr bitusielastige Lösungen entwickelt haben wo ich auch mittlerweile den Trend wahrnehme, dass immer mehr Hardware-Startups entstehen und auch sehr erfolgreich sind.

00:11:12: Ist das vielleicht die große Chance beide Welten zusammenzudenken?

00:11:17: Das was du gerade gesagt hast ist für mich der Hauptgrund dafür, dass ich morgens aufstehen kann mit einer großen Hoffnung, dass die nächsten zwanzig Jahre eine für uns große Chance bieten und eine Transformationsphase sind.

00:11:29: Die zwar hard wird – das muss man auch sagen – aber die für uns auch eine Menge Chancen bietet Dieser Mittelstand und die Großindustrie, die da drüber liegt, die du gerade beschrieben hast oder produzierendes Gewerbe, was du grade gesagt hast.

00:11:43: In einer Welt in der wir jetzt an dem Punkt sind wo Hardware- und Software miteinander verschmelzen war also die digitale und die physische Welten miteinander verschmilzen.

00:11:53: Da sehe ich die Chance die großen Themen unserer Zukunft anzugehen.

00:11:57: Also ein ganz plakatives Beispiel dass jeder Zuhörer und jede Zuhörerinnen vermutlich sofort verstehen wird Ab im Jahr ab dem Jahr, dass die Verrentungsgletscher der Belibuma von bis zu sieben Millionen Menschen aus dem Arbeitsmarkt verlieren.

00:12:19: Diese Arbeitsmarktverluste aufzufangen wird uns nicht ausschließlich nur durch Zuwanderung gelingen können.

00:12:26: Wir werden also über produktivitätssteigende Automatisierung in der Lage sein müssen unsere Industrie am Leben zu erhalten.

00:12:32: Und ich glaube, dass diese Produktivitätssteigerung die Effizienzen, die echten Newscases, der echte Nutzen aus diesen Technologien nur durch die Verschmelzung von Software und Hardware kommen kann.

00:12:44: Du brauchst intelligente Systeme, du brauchst intelligente Autonomie-Systeme – und das ist dann automatisch nicht mehr nur die Handyapp oder nicht mehr eine Maschine, die dumm ist und irgendwo verstaubt und in einem Seegewerk irgendwie nur das Segen tut, sondern Verschmelzen dieser beiden Welten, die offeriert ein gigantisches Potenzial und da haben wir ja die Substanz.

00:13:04: Das ist ja alles da!

00:13:06: So jetzt muss man sich eingestehen dass sich sicherlich der eine oder andere verändern muss.

00:13:10: aber ehrlich gesagt Tu Nukia hat mit Traktoren und Gummistiefeln angefangen und dann haben sie irgendwann Handys produziert.

00:13:15: also das traue ich dem Mittelstand auch der Großindustrie dann schon noch zu.

00:13:18: Für dich aus der Investorenperspektive du machst es jetzt fast zwanzig Jahren?

00:13:23: Richtig

00:13:23: ne?!

00:13:25: Ja, fast zwanzig Jahre.

00:13:26: Ab wann hast du diesen Shift gemerkt oder diese Chance erkannt?

00:13:29: Dass sich da was dreht...

00:13:31: Also das ist jetzt schon fast so eine Romantisierung meiner eigenen Laufbahn für mich selber.

00:13:34: aber so ist es normal.

00:13:36: ich glaube den Zustand dem wir jetzt haben den habe ich mir eigentlich immer gewünscht.

00:13:40: Ich hätte mir gewünschte dass ohne diese Krisen kommt Aber tatsächlich dieses.

00:13:44: ich bin ja selber mit dem Wissen um die Industrie in Deutschland aufgewachsen.

00:13:50: Und ich habe diese große Maschinen gesehen und gesehen, wie aus diesen großen Maschienen kleinere Maschine hinten rauskommen so und das hineinwirken und das erarbeiten von Lösungen in der echten Welt.

00:14:02: Das hat mich immer fasziniert.

00:14:03: Das war für mich ein Derivat für menschlichen Fortschritt zu sehen wozu wir in der Lage sind wenn wir kluge Menschen in einem Raum sperren und ihnen sagen sie sollen uns was erfinden.

00:14:15: Dann hat aber, als ich angefangen habe meine eigene Laufbahn aufzubauen.

00:14:20: Der mag das nicht hergegeben in der Art und Weise da war eben das Venture Capital Ökosystem noch viel viel jünger.

00:14:26: Da war auch das Innovationsökosystem viel viel junger bei den Gründerinnen und Gründern.

00:14:30: Das bedeutete diese dann ja doch auch teuren.

00:14:34: und und Working Capital CapEx Heavy Produkte waren einfach nicht erreichbar sondern die Low Hanging Foods waren erreichblich

00:14:42: zum Beispiel die App

00:14:43: Handy Apps E-Commerce, die Dinge, die Medien, also die Sachen, die rein digital überhaupt abbildbar sind und vielleicht die Logistik um ein physisches Produkt.

00:14:52: Das sind wir mal an Schuhkarton von A nach B verschicken können.

00:14:56: so das war möglich Und ehrlich gesagt sehe ich darin vielleicht auch den kleinen Widerspruch begründet warum Mittelstand und Großindustrie in der Vergangenheit immer mal wieder auf Schwierigkeiten hatten mit der Startup Szene sofort in eine Form von Liebesheirat zu übergehen.

00:15:11: weil Was soll jetzt denn bitte das produzierende Unternehmen aus der Spätzle Connection irgendwie mit einem total durchgeknallten Berliner Hype Startup machen, dass eine Dating App baut?

00:15:21: Also der Overlap.

00:15:22: Wo ist er?

00:15:23: Der ist nicht da!

00:15:24: Das verändert sich jetzt.

00:15:26: und komme ich zurück zu dem was ich da eben eingangs sagte.

00:15:29: Irgendwie habe ich davon immer geträumt weil für mich das Unternehmertum irgendwo auch immer eine physische Komponente hatte, weil es ja nun mal einmal das was uns in Deutschland stark gemacht hat.

00:15:39: Und jetzt verschmelzen diese Welten miteinander.

00:15:41: Leider Gott ist unter diesem Stern der Krise, aber so ist es nun einmal und da müssen wir uns in die Hände spucken und uns wieder rausarbeiten.

00:15:48: Das heißt wenn ich das richtig verstehe siehst du große Chancen und einen großen Aufbruch im Bereich KI, Robotik, Automatisierungen... Energie!

00:15:58: ...und damit eine Verschmelzung von dem Software Know-How, der Lust auf Neues mit dem man die Startupwelt verbindet Und den Domain Know-how und den Daten, auch den Märkten die traditionell Unternehmen haben.

00:16:14: Das stimmt!

00:16:14: Und nun mal so als Gedankenanstoß das Wort Startup ist ja irgendwie eine Art von Label...das Wort ist in den letzten was dreiß Jahren entstanden, schwappte aus dem Welli rüber, als Anglizismus heute angekommen hat aber für mich fast ne trennende Wirkung, im Form von da ist irgendwie so ein Start-up aus Berlin.

00:16:40: Oder aus München?

00:16:41: Oder aus Hamburg oder aus Köln.

00:16:42: also das geht ja Gott sei Dank jetzt mittlerweile von überall so.

00:16:44: aber dieses Start up was auch immer diese Begriffe eigentlich bedeuten soll hatte immer durch diesen Anglizismus fast ein trennendes Element von dem was der deutsche Mittelständler aus der Spätzle Connection macht.

00:16:57: Aber es doch Quatsch!

00:16:58: Also wenn man heute mal zurückgeht und sich die Wohlstandsgeschichte und den Wirtschaftsausschwung Deutschlands anschaut, dann sind das alles Gründer-und Unternehmerstories.

00:17:05: So ein Startupgründer der Mittelstandsgründern, der Unternehmensgründers ist doch das Gleiche!

00:17:11: Und insofern glaube ich, sind wir jetzt an so einer total spannenden Phase angelangt wo vielleicht auch dieses trennende Element – ich sage es nochmal bewusst aus der Berliner Bubble – vielleicht sich ein bisschen runter diffundiert auf das was es eigentlich Elementar Unternehmertum.

00:17:28: Und das entwickeln von neuwertigen Lösungen und neuwertige Ideen mit harte Arbeit, also da trennt dann den hundertzwanzig Jahre alten Mittelständler nix mehr vom dem Unternehmer der hier in Berlin eine Robotexfirma aufbaut.

00:17:42: Ja

00:17:42: um diese Aufbruchschance zu nutzen die ich auch komplett so sehe benötigt ist ja aber auch eine besondere Art der Zusammenarbeit weil sie den Anfär adwantisch den wir hätten in Deutschland dass wir zum einen das produzierende Unternehmen haben mit all den historischen Wissen und die Startup-Welt, die vielleicht in der Vergangenheit sich auf ganz andere Märkte ausgerichtet hat.

00:18:05: Aber immer auch auf der grünen Wiese begonnen hat.

00:18:07: Und jetzt müssen wir es ja nicht nur die Märkte vereinen sondern auch... Es ist nicht alles Grüne Wiese, sondern man muss gucken wie kann man das Bestehende mit neuen... Wie kann man Traditionen im Zukunft miteinander gut verbinden?

00:18:19: Wo siehst du da die größte Herausforderung?

00:18:21: Also wenn es leicht wäre, würde sich jeder machen.

00:18:23: Unternehmertum ist hart und das wird auch immer so sein und das soll wahrscheinlich so sein.

00:18:29: Und wir werden viele Versuche unternehmen müssen.

00:18:32: Es braucht jetzt einen kulturellen Shift bei uns allen dass wir sagen auf die siebte Nachkommastelle das eine perfekte Projekt umzusetzen was vielleicht ja Teil unserer deutschen DNA ist.

00:18:45: Das wird nicht mehr tragen.

00:18:46: Wir müssen mehrere Sachen ausprobieren.

00:18:48: Wir müssen auch bereit sein, dann mal den einen oder anderen Ball, dem wir in die Luft werfen nicht mehr auffangen zu können und da müssen wir das halt auf die Müllheide bringen.

00:18:55: So, das gehört dazu!

00:18:57: Und es funktioniert ja an anderen Standorten auch und wir haben alles dafür.

00:19:01: Deswegen bin ich aber auch grundsätzlich da positiv.

00:19:04: Ich ärgere mich darüber dass wir jetzt wahrscheinlich noch ein bisschen brauchen werden bis dieser Erkenntnisprozess flächendeckend und gesellschaftlich angenommen wird Und ich ärgere mich, dass das wahrscheinlich für den einzelnen Situationen auch persönliche Schicksale bedeuten wird.

00:19:18: Das nervt mich.

00:19:20: die Phase danach könnte aber eine gute Phase werden wo wir dann eben sagen so jetzt wird wieder in die Hände gespuckt und jetzt tun wir das was wir am besten können.

00:19:27: und da sehe ich dann die große Chance die wir hier in Deutschland haben nämlich dass wir das, was wir aufgebaut haben in den letzten einhundert Jahren in die Zukunft überführen und die Fähigkeiten nutzen.

00:19:38: und es ist ja im übrigen nicht nur Nicht nur in Anführungsstrichen der Mittelstand und die Großindustrie.

00:19:43: Das ist unsere Universitätslandschaft in Europa, das sind unsere, das ist unsere fantastische Grundlagenforschung ja?

00:19:49: Also dass wir schon beinahe Barbarie.

00:19:52: und schrecklich mit anzusehen, dass diese Dinge zum Teil momentan nicht Hand-In-Hand-Inhand gehen oder so... Und das wird aber kommen!

00:20:00: Das muss kommen, es sei völlig alternativ los.

00:20:02: und deswegen bin ich auch, obwohl ich mir kurzfristig Sorgen mache mittelfristig total optimistisch.

00:20:08: Wir hatten in der Folge thirty-fünf von unserem Podcast, das war November zwanzig dreiundzwanzig Alexander Gerver zu Gast.

00:20:14: Der ist der CTO von Wirt Elektronik und er hat damals Folgendes gesagt

00:20:20: Es gibt Tatwärts Startups Und die natürlich hier was beieinander schrauben und dann hoffen es funktioniert Was funktionieren keine wir auch nicht.

00:20:28: und da sagen wir auch hier Keine Scheu, sprecht uns vollseitig an!

00:20:32: Wir kommen gerne zu euch ein Schaum mit über die Applikation, die ihr dort habt Und schauen aber auch zu Beginn dann darauf, ob das auch skalierbar wird hinten dran.

00:20:40: Das ist nichts schlimmer als wenn ich mein Pitch gewinne.

00:20:42: und dann heißt es nachher ne jetzt geht's halt doch nicht.

00:20:45: Da ist diese Kooperation das Zusammenarbeiten ein Beispiel über Start-ups helfen ihre Technologie schneller an den Mann oder an den Markt zu bringen.

00:20:54: Was können Familienunternehmen aus deiner Sicht start ups bieten was einen klassischen Investor nicht kann?

00:21:00: Das hat der Mann ja gerade sehr bildlich beschrieben.

00:21:03: also die das Verständnis, davon ein physisches Produkt in große Märkte skalierbar zu überführen.

00:21:11: Das ist etwas, dass viele junge Gründerinnen und Gründe aber auch viele alte Gründeren jetzt lernen müssen.

00:21:16: weil wir eben an dieser Schwelle sind wo sich jetzt Hardwaren Software verbinden müssen wir das lernen.

00:21:21: einen Handy App hat ein anderes Risiko und auch Skalierungsprofil als das eine Robotics Company haben wird so.

00:21:28: Das heißt ja aber nicht Feldern ähnlich gute, wenn nicht sogar viel größere Returns erwarten können.

00:21:37: Also insofern der Mann halt recht und ich glaube die Familienunternehmer und Unternehmerinnen sind einfach gut beraten mit dieser Offenheit, die wir da gerade gehört haben auf die Gründerszene zuzugehen.

00:21:48: Das heißt natürlich dass man alles macht ja aber sich die Hände zu reichen Allianzen zu schmieden voneinander zu lernen und sich einzustehen das man nicht alles supergut kann und dass man Partner braucht ist glaube ich der erste Schritt.

00:22:01: Ja, und das haben wir da gerade gehört.

00:22:02: Also finde ich gut, würde ich mich zu hundert Prozent anschließen?

00:22:05: Du warst ja lange Zeit auch Präsident oder Vorsitzender des Deutschen Start-up-Verbandes.

00:22:10: Welche War Stories hast du dort so eingesammelt in diesem Zusammenspiel zwischen klassischer Industrie-, Familienunternehmen und Startups?

00:22:18: Also War Stories würde ich jetzt... Oder

00:22:21: positive Stories.

00:22:21: Also War

00:22:21: stories habe ich mit der Politik, aber ich hab' immer gesagt und bin da weiterhin fest von überzeugt bereits angerissen, dass es zwischen der Gründerszene und den Familienunternehmen viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt.

00:22:41: Alleine deshalb weil es sich um eine tiefe Gründer-DNA handelt.

00:22:45: Das Unternehmen XYZ das vor hundertzwanzig Jahren gegründet worden ist... ...das ist von einem Gründler oder einer Gründerin gebaut worden.

00:22:55: Das war auch ne einzelne Person oder vielleicht waren's zwei oder drei!

00:22:58: Aber das ist doch das Gleiche wie heute.

00:23:01: Und insofern gibt es da keine furchtbaren War Stories zu erzählen, sondern immer eher so hab ich drauf geschaut, so ein ganz liebevoll Verliebensprozess, bisschen Dating zwischen Familienunternehmen und Start-up Szene.

00:23:15: Das hat dann mal besser geklappt und mal weniger gut, einige sind miteinander an der Kiste gelandet andere nicht... Also aber das gehört dazu!

00:23:22: Ich habe das ehrlich gesagt immer mit einem mit einem großen Interesse und sehr liebevoll verfolgt.

00:23:27: Und glaube, das wird sich fortsetzen!

00:23:28: Also ich sehe nicht dass der Trend sich umkehrt im Gegenteil... Ich habe den Eindruck, dass der trend sich beschleunigt gerade jetzt.

00:23:35: Aber es ist trotzdem schwer so richtig gute Best Practices zu finden die einem sofort einfallen wo man denkt okay aus einer industriellen DNA ist ein neues Start-up von Neues Venture entstanden was irgendwie jetzt total innovativ ist und Technologikführer sind in bestimmten Bereichen oder?

00:23:52: Also nee, da würde ich dir vehement widersprechen.

00:23:55: Ich glaube das es da wirklich viele gute Beispiele gibt.

00:23:59: Zum Beispiel?

00:23:59: Etwas Tagesaktueller.

00:24:02: die Partnerschaften zwischen Firmen wie Deutz und einzelnen Start-ups finde ich fantastisch.

00:24:08: Da sieht man ganz genau wie sich historisch gewachsene Unternehmen mit neuen Unternehmen zusammentun und innovative Lösungen erarbeiten jetzt auf einer sehr großen Scale.

00:24:18: Ich war kürzlich in Ditzingen bei Trumpf und habe mir dort diese extremen ultravioletten Laser angeschaut.

00:24:24: Da gibt es einen Produkt, das heißt EUV MK V. Das ist ein Laser der ist so groß wie ein Haus Und dahinter verbirgt sich ein Joint Venture zwischen Trumpf, Zeiss und ASML.

00:24:36: Jetzt ist ASML kein Start-up mehr im klassischen Sinne aber es ist ein junges Unternehmen aus der Chipwelt so.

00:24:44: Dieses Joint Ventures dieser drei Klang aus Trumpf , Zeiss & ASML ist für mich ein ganz wunderbares Beispiel dafür, wie es gehen kann.

00:24:52: Und da gibt's viel, viel weiter.

00:24:54: Aber ja, Emile hat Otto Wilde gekauft, der halt für den Autoküchenbereich.

00:24:58: diese Partnerschaften gibt's noch rund nachher und ich glaube wir werden das in Zukunft noch viel häufiger sehen – und das sind meiner Meinung auch die große Chancen, dass wir die Fähigkeiten des Mittelstandes, die Fährigkeiten der Großindustrie mit den Fähigten dieser schnellen Gründerszene und diesen innovativen Risiko hungrigen Unternehmen verbinden.

00:25:17: Wir hatten Fabian Westerheide im Podcast.

00:25:19: Er hat dazu auch was Spannendes gesagt, haben wir auf ihn einen kleinen Einspieler vorbereitet?

00:25:24: Rewe hat die Digitalisierung damals mit dem Internet verschlafen.

00:25:28: Das war ein Wake-up Call und die haben dann nach Rewe digital gegründet.

00:25:31: Rewe Digital ist genau das ist eine Inhausberatung die ganz klar am Markt operieren.

00:25:37: Das heißt, sie

00:25:38: holen sich eigentlich

00:25:38: primär viele Start-ups und Dienstleister rein, filtern die, matchen die mit den Newscases zum Problem und verbinden Sie dann ins operative Geschäft.

00:25:45: Warum?

00:25:46: Weil das stellen die operativen Managern kein Kopf dafür oder keine Zeit dafür und kennen sich nicht damit aus!

00:25:50: Also brauchst du jemanden, wo?

00:25:52: davor macht es genauso?

00:25:53: Innovationsmanager in diese Schnittstelle sprechen, die start absprechen und konzern.

00:25:59: Und das funktioniert sehr gut.

00:26:02: Das was der Fabian da erzählt hat ist noch gar nicht so lange her.

00:26:05: ich glaube vor Vier, sechs Wochen oder so war das.

00:26:08: Es hätte aber auch vor zehn Jahren sein können als die ganzen Innovationseinheiten der Konzerne gegründet wurden, die es mittlerweile kaum noch gibt.

00:26:16: Hast du ein Gefühl wie Familienunternehmen sich organisieren sollten um näher an die Start-up Szene heranzukommen und selbstbrückenbauer zu werden?

00:26:26: Also erstens ich stimme Fabian dazu Ich kenne die Kollegen von REWE und der REWE Digital aus sehr gut Und glaube, die haben das toll gemacht.

00:26:34: Also ich glaube, sie haben dann über viele unterschiedliche Versuche.

00:26:38: ein paar von denen haben bestimmt nicht so gut geklappt wie andere.

00:26:41: Andere wiederum haben sehr, sehr gut geklappt.

00:26:43: Die haben sich da so anders an die neue Welt herangerobbt und machen da in meinen Augen einen fantastischen Job oder so.

00:26:49: Und die Antwort auf deine Frage bezüglich der Familienunternehmen ist ganz klar Das muss natürlich schon auch von der Inhaberfamilie oder aber zumindest auch vom Ziel-Level mit getrieben werden.

00:27:00: Und mit Getrieben werden meine ich, dass man das niemals so als kleines Petprojekt betrachtet sondern mit echtem Interesse.

00:27:06: Das kann man auch nicht faken an und mit echt dem Interesse auf diese gründer Szene zugeht und sagt also irgendwie muss ich ehrlich zu mir selber sein, dass auch wir als das etablierte gestandene Familienunternehmen vielleicht auch noch etwas lernen können.

00:27:21: So und diese echte Einsicht und dieses echte Interesse wenn das dann auf beiden Seiten da ist... das Potenzial miteinander tolle Dinge zu machen.

00:27:31: Wenn wir mit den über knapp neunzig Familienunternehmen im Maschinenraum zusammenarbeiten, habe ich manchmal das Gefühl dass in den Unternehmen so viele White Spots identifiziert werden jetzt gerade durch das KI-Zeit oder was man eigentlich alles machen könnte wo es noch keine Lösungen für gibt Dass relativ viele Geschäftsideen auch in dem Unternehmen selbst liegen.

00:27:54: Teilst du diese Einschätzung?

00:27:56: Ja, und das ist eine wunderbare Brücke in einer philosophischen Diskussion.

00:28:03: Die Möglichkeiten die wir heute durch Technologie bekommen verbinden ja eines nämlich dass das Gestalten demokratisiert wird auf eine gewisse Art und Weise.

00:28:14: was trennt denn den einzelnen dann noch davon etwas umzusetzen oder auch nicht?

00:28:19: Und in meinen Augen ist es eine ganz klare Antwort nämlich das machen Also ewig labern und darüber philosophieren, sich in der Theorie verlieren.

00:28:30: Super dicke Powerpoint-Präsentation zu produzieren die dann eh alle Mülleimer landen.

00:28:35: also das ist nicht der Weg.

00:28:36: Der Weg ist es dann zu sagen okay ich habe diesen Wildspot hier identifiziert und jetzt mache ich das.

00:28:41: Jetzt packe ich an und jetzt setze ich das um und dann klappt das oder klappt auch nicht so.

00:28:45: und dann next.

00:28:48: Es ist eine Phase die da durch KI in meinen Augen beginnt, wo nur noch das Machen zählt.

00:28:55: Also drüber reden und drüber philosophieren wird uns Zeit kosten, wird uns Wettbewerb kosten und in meinen Augen wird es eine Kernqualifikation in den nächsten zehn Jahren sein einfach anzufangen und zu machen.

00:29:12: Einfach execute nicht so viel reden einfach mal machen.

00:29:16: Gibt es auch für euch als Venture Capital Industry oder für euch bei Headline, oder für dich persönlich einen Perspektivenwechsel jetzt durch diese Veränderung?

00:29:26: Dass ihr sagt okay.

00:29:28: Als Beispiel ist das halt großes Marktpotenzial in der Zusammenarbeit von der klassischen Industrie und neuen Technologien.

00:29:37: anstatt jetzt externen Ideen zu scouten, scouten wir die innerhalb der Industrieunternehmen diesen Nucleus des Industrieunternehmens Start-ups möglich zu machen.

00:29:49: Als Beispiel jetzt?

00:29:50: Ja, ich liebe meinen Job heute noch mehr als ich ihn geliebt habe, als ich angefangen habe.

00:29:54: Aber ich wollte immer Venture Capital Investor sein aber heute macht es mir noch mehr Spaß.

00:29:58: Einzige andere Mal dass ich das irgendwie in meinem Leben erlebt habe bei meiner Frau, wo das immer besser wird... Die Situation ist so, dass durch diese Transformationsphase die da anbricht und auch der ganzen Frustrationen und der Wut, die ich auch in mir habe Herausforderungen in unserer Zeit.

00:30:16: Das kanalisiert sich darauf, dass ich sage diese Phase jetzt anbricht und die Möglichkeiten, die ich auch als Venture Capital Investor habe, in diese Projekte zu investieren und das zu begleiten und daran zu partizipieren, das mitzugestalten.

00:30:29: Das finde ich unglaublich spannend!

00:30:31: Also ich hab momentan wirklich meinen Fokus da auch komplett drauf geschiftet sozusagen Herausforderungen, die wir als Europäer und als Deutsche in den nächsten fünfzehn Jahren haben.

00:30:41: Die sind sehr, sehr einfach zu verstehen.

00:30:45: Und in meinen Augen sind auch die Lösungen naheliegend.

00:30:48: und jetzt muss ich halt dann put your money where you mouth is Dann entsprechend auch in diese Technologien investieren und einen Beitrag dazu leisten dass für diese systemischen Krisen, die da vor uns sind dann entsprechend Leben füllen und sie überwinden.

00:31:01: und kurz eine knappe Antwort auf deine Frage unsere Perspektive verändert sich.

00:31:05: Sie hat sich längst verändert Sie ist in Bewegung und das macht mir wahnsinnig viel Spaß momentan.

00:31:10: Aber ist das ein realistisches Szenario, dass Ideen zukünftig aus den etablierten Industrien heraus quasi gepfleckt werden?

00:31:17: Und man sagt okay guck mal ich habe hier wirklich ein halbes Problem!

00:31:21: Ich kann es nicht selbst lösen weil die Leute, die ich habe sind alle so beschäftigt, dass sie keinen Zeit haben sich da voll drauf zu committen manchmal für denen vielleicht auch die Fähigkeiten das zu machen.

00:31:32: Aber dass man dort eine Brücke schafft von den wirklichsten Problemen, die die Industrie hat mit externen Gründern zum Beispiel Lösungen zu finden.

00:31:42: Ja also das wird natürlich wie so ein bunter Blumenstrauß kommen.

00:31:46: da wird es genau dieses Phänomen geben, was du gerade beschrieben hast.

00:31:50: Es wird aber auch das Phänomene geben, dass das ohne diese Partnership-Modelle stattfindet.

00:31:54: Das wird isolierte Innovationen geben.

00:31:59: Situation geben.

00:32:01: Also da wird es alles geben, also alles was letztendlich das Playbook der Venture Capital Startup und Familienunternehmer Szene hergeht wird passieren.

00:32:08: Und zur Wahrheit gehört dazu dass einige das besser machen werden und andere werden schlechter machten.

00:32:14: ist aber dann ein ganz normaler positiv zu bewerten darwinistischer Prozess?

00:32:18: so und ich freue mich darauf.

00:32:21: Da sehe ich das große Potenzial für uns und da müssen wir uns auch drauf konzentrieren.

00:32:26: Das ist die Story die uns aus diesem Morrest wieder befreit, die uns entfesseln kann.

00:32:31: Das ist der Weg raus von der ganzen Scheiße!

00:32:34: Jetzt hast du gerade gesagt was wirklich fehlt ist das Machen?

00:32:37: Unterstreiche ich auch dreimal.

00:32:39: aber was fehlt denn eigentlich noch weil... Es ist kein verständenes Problem mehr, dass die Welt um sich herum sich verändert auf allen Dimensionen.

00:32:48: Und was fehlt noch außer das einfach zu machen?

00:32:52: Also ich glaube also da die kurze Antwort ist, dass ich jetzt drei Zutaten sehe, die notwendig sind.

00:32:57: Die erste Zutat ist es, politisch die Rahmenbedingungen natürlich so setzen, dass die Wirtschaft entfesselt wird und dass man den Unternehmern in Deutschland nicht den Hals zu drückt.

00:33:09: Und sie erstickt in Bürokratie und in den hohen Kosten, die wir uns selber aufwählen haben.

00:33:15: Das ist natürlich strukturell auch ein bisschen bedingt.

00:33:17: das wird dauern aber erklären müssen wir jetzt politisch darauf reagieren und die wirtschaftlichen Kräfte, die Wir haben entfesselnd.

00:33:22: also There is no other way.

00:33:24: Das Zweite ist, wir müssen die Gesellschaft dabei mitnehmen.

00:33:26: Wir müssen den Menschen im Land erklären warum das notwendig ist und wieso es wichtig ist dass wir eine starke Wirtschaft haben, dass wir starken Mittelstand haben.

00:33:33: Starke Startups, starke Großindustrie.

00:33:35: Es ist notwendig, dass sie das erklären und den Menschen auch so ein bisschen unsere Geschichte wieder beibringern der Stelle und sagen Der Grund, dass es uns grundsätzlich sehr lange sehr gut gegangen ist und dieses Generationenversprechen, dass es den eigenen Kindern mal besser gehen wird als einem selbst.

00:33:49: Das ist die soziale Marktwirtschaft aber da ist eben auch Marktwissenschaft mit drin.

00:33:53: So das gehört dann auch dazu.

00:33:56: Und der dritte Punkt ja natürlich müssen wir uns aus der Privatwirtschaft dann auch an die eigene Nase fassen und sagen wenn wir jetzt schon die Rahmenbedingungen angepasst haben oder wenn wir die Gesellschaft auf dem Weg mitgenommen haben und verbindende Elemente aufgebaut haben, dann müssen dann müssen auch wir aus der Privatwirtschaft diesen Weg mitgehen und vorangehen, Vorbilder sein.

00:34:15: Und dabei helfen diese dramatische wirtschaftliche Situation wieder ins Bessere umzuwandeln – das hat auch mit uns zu tun!

00:34:23: Und jetzt der dritte Punkt ist ja insbesondere für die Unternehmer, die zuhören total relevant.

00:34:29: Du kommst immer von der anderen Seite aber hast du Empfehlungen, Ideen was Familienunternehmen machen könnten?

00:34:36: Ja, also ich nehme momentan zwei ganz aktuelle und in meinen Augen ganz tolle Beispiele hervorzuheben.

00:34:44: Das kann ich sogar noch ausweiten.

00:34:46: Also ganz aktuell finde ich es großartig, wie zum Beispiel einen Martin Herrenknecht sich in die Medien stellt und auch mal drauf haut und genau sagt was er denkt, was momentan falsch läuft.

00:34:56: Ich bin ein großer Bewunderer von der Nikola Leibinger Kamüller Und die hat kürzlich im Handelsblatt ein ja ein fantastisches Interview im Handelblatt gegeben wo sie den Standort auch seziert hat.

00:35:08: sehr intelligent und hart in der Analyse also fantastisch.

00:35:12: Ich nehme den Jan Hendrik Goldbeck als jemanden war, der immer wieder seine Stimme erhebt um auf den Standort hinzuweisen was zu tun ist.

00:35:19: Christoph Werner von DM ein ganz ganz toller Unternehmer der auch in meinen Augen die Debatte nicht scheut.

00:35:27: also wenn du mich fragst das kann man machen ich glaube tatsächlich geht nach vorne versteckt euch nicht macht den Mund auf.

00:35:33: wir müssen jetzt alle zusammen da rein.

00:35:35: ich versuche es ja auch an jeder Stelle und dass ist nicht immer nett und wenn man duschen geht dann wird man auch nass.

00:35:40: ja das gehört auch dazu.

00:35:42: Aber wir haben gar keine andere Wahl als uns jetzt da auf die Hinterbeine zu stellen und aus der Privatwirtschaft heraus auch den Finger in die Wunde zu legen.

00:35:49: Und dann, der zweite Punkt ist der wissendlich das die deutsche Industrie momentan keiner einfache Zeit hat dass wir trotzdem in denen auch finanziellen Rahmenbedingungen, die die einzelnen Firmen haben darauf umschwenken und sagen Wir müssen für die Zukunft vorsorgen, wir müssen jetzt investieren also diese beiden Dinge Haltung zeigen Aufstehen gemeinsam auf die Politik zugehen und sagen, es muss jetzt wirklich eine Veränderung geben.

00:36:17: Und gleichzeitig dann aber auch im eigenen Betrieb diese Veränderungen vorzuleben und auch mit den meinetwegen begrenzten Mitteln, die da sind das so gut ist geht mitzugestalten.

00:36:25: Ich glaube, dass sind die zwei ganz notwendigen Maßnahmen, die heute jeder einzelne Familienunternehmer, jeder einzelnen Mittelständler, jede einzelne Großindustrie leergreifen kann.

00:36:35: Und du sprichst ja viel mit Startups, siehst auch viele Familienunternehmen oder Industrieunternehmen.

00:36:41: Was findest Du können Familienunternehm von Startups lernen wenn es um das Thema zum Beispiel Kultur geht?

00:36:48: Also Risikogeschwindigkeit und vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch eine Aggressivität die uns eventuell abhanden gekommen ist.

00:36:55: Ich habe manchmal den Eindruck wir sind in vielen Situationen viel zu lieb Wenn ich dann so amerikanische Startups, chinesische Start-Ups die die internationalen Kollegen mir anschaue.

00:37:04: Die sind aggressiver als wir und also insofern kurz im Klo...

00:37:08: Aggressiver im Sinne von?

00:37:10: Bei Verhandlungen bei der Art & Weise wie man einen Deal macht, bei der art&weise wie man Finanzierungsrunden closed.

00:37:15: Also Ich habe einfach das Gefühl Wir sind da manchmal ein bisschen zu brav So und also kurz im Knackig schnell sein Risiko eingehen Und auch ruhig ein bisschen aggressiver werden.

00:37:26: Und umgekehrt, was können Startups von Familienunternehmen lernen?

00:37:28: Skalierung, Haltung.

00:37:31: Die langfristigen Perspektiven auf einen Standort zu entwickeln und auch wie man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitnimmt also einfach wie ein Wertefundament funktioniert.

00:37:39: und ich glaube... Da ist ja auch die Magie, wenn wir es schaffen, dass wir die Start-up Gründerinnen und Gründern von heute in die Familienunternehmerinnen und Unternehmer von morgen verwandeln.

00:37:49: Und ich glaube das dieses Wertekorset, das wir uns Gott sei Dank gegeben haben, ja dazu führt, dass diese soziale Marktwirtschaft auch ein Erfolgsmodell weltweit gewesen ist.

00:37:57: Und da müssen wir halt hin!

00:37:58: Die Familienunternehmen, wie können die euch eigentlich als Investoren unterstützen?

00:38:02: Also... Arbeitet mit Startups zusammen, arbeitet mit den Startups.

00:38:05: Gebt ihnen die Möglichkeit Piloten auszuprobieren stellt ihnen Ansprechpartner zur Seite investiert in Venture Capital Fonds inkubiert eure eigenen Firmen gibt euren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung Die Möglichkeit Sachen aus zu probieren und Innovationen zu entwickeln.

00:38:24: Geht auf die Politik zu und macht den Politikerinnen und Politikern klar, dass wir Wachstum brauchen.

00:38:28: Und dass wir Innovationen brauchen und dass wir sicherstellen müssen, dass es unseren Standort auch in zehn Jahren noch gibt und der im allerbesten Fall stärker ist als heute?

00:38:38: Du hast jetzt schon viele unbequeme Wahrheiten ausgespeichert in dem Gespräch oder einige.

00:38:43: aber ich habe auch das Gefühl, dass du sehr viel Zuversicht und auch Zukunftslust hast wenn du dann Morgens unter der Dusche stehst, die dich trotzdem auch nass macht.

00:38:54: Aber was lässt sich optimistisch in die Zukunft blicken?

00:38:58: Ja, tolle Frage!

00:38:59: Nvidia, und ja, neunzehnhundertneinzig gegründet.

00:39:02: Dreiunddreißig Jahre altes Unternehmen-Bewertung fünf Billionen Euro.

00:39:06: Das ist zweieinhalbmal so viel wie der deutsche DAX.

00:39:08: Wahnsinn.

00:39:09: Innerhalb einer Generation.

00:39:11: Anthropic, sechs Jahre alte Firma eine Billion Euro.

00:39:15: Bewertung wahrscheinlich zum Ende dieses Jahrzehnts.

00:39:17: ein Vielfaches davon eine Billion, das ist die Hälfte vom DAX innerhalb von sechs Jahren.

00:39:24: Was will ich damit sagen?

00:39:25: Und deswegen bin ich ja auch so klar oder versuche zumindest so klar über diese Themen zu sprechen.

00:39:32: Wir können dass auch der.

00:39:34: es gibt keinen Grund warum wir das nicht auch hinkriegen sollten.

00:39:38: und jetzt lass uns doch mal fünf sechs sieben an Propics produzieren.

00:39:42: dann haben wir drei viermal vielleicht den DAX irgendwie an Wert geschaffen.

00:39:46: Das heißt also der Wohlstand, der momentan auf der Welt verteilt wird.

00:39:50: Der kann auch hier wieder landen und zwar viel schneller als der ein oder andere vielleicht glaubt.

00:39:55: Also wenn du dir jetzt vorstellst wie ich morgen unter der Tusche stehe dann sind das meine Gedanken.

00:40:00: ja.

00:40:00: also bei all der... Ich mein du merkst ja und wir haben ja auch immer mal wieder in jenseits des Podcasts miteinander Kontakt.

00:40:06: Ich bin frustriert, ich bin auch sauer.

00:40:08: Ich möchte auch dieser Wut die in mir habe, der will ja Raum geben und sagen Leute so geht das nicht weiter wir müssen was verändern aber da muss er das konstruktive Aber dann auch dahinter stehen.

00:40:21: mein konstruktives Aber ist ich kann mich daran beruhigen dass sich auf der Welt Beispiele sehe wie es sehr schnell auch umkehrbar ist.

00:40:28: also möchte mich mit dem Gedanken nicht abfinden, dass wir jetzt hier so stack sind in der Situation wie sie ist und wir keinen Weg daraus finden über die nächsten zwanzig Jahre.

00:40:37: Das glaube ich einfach nicht!

00:40:38: Ja, wir hätten ja dieses Bild herausgearbeitet – der Verschmelzung der neuen Industrie- und der alten Industrie-, und das daraus dann wiederum was Neues entstehen kann.

00:40:47: Nvidia und Entropics sind eher Sachen, die neu entstanden sind auf der Grünenwiese.

00:40:54: Siehst du andere Region, also zum Beispiel USA und China.

00:40:58: Wo ist so ein Zusammenspiel von Industrie- und Startup-Welt um was Neues zu gestalten?

00:41:04: Schon geht es oder ist das wirklich unikst für uns?

00:41:06: Also ich meine guck dir mal an wie einzelne chinesische OEMs die deutsche Automobilindustrie ausgedribbelt haben.

00:41:13: Das ja unfassbar.

00:41:15: vor fünfundzwanzig Jahren haben wir über die Chinesen gelacht weil sie mit ihren Fotoapparaten über Deutsche Messen gelaufen sind unsere Produkte fotografiert haben und heute fahren die im wahrsten Sinne des Wortes links an uns vorbei

00:41:25: Aber meistens auch auf der Grünen, die entstanden?

00:41:28: Ja.

00:41:29: Das war ja mein Beispiel von früher, dass das oft auch erste Gründergeneration ist.

00:41:33: aber es gibt für mich also intellektuell überhaupt keinen Grund warum das jetzt irgendwie ein Händes sein sollte, dass wir schon Substanz haben.

00:41:40: im Gegenteil.

00:41:41: Ist doch noch riesen Vorteil!

00:41:42: Wir müssen uns halt nur richtig machen und den notwendigen und auch harten Entscheidungen treffen.

00:41:48: Kann ich auf einer Grünwiese eine neue Fabrik bauen?

00:41:54: Das kann Vorteile haben, es kann aber auch Vorteile.

00:41:56: Wenn auf dieser Grün Wiese bereits eine Fabrik steht dann muss sich das nämlich nicht mehr machen.

00:42:00: Dann kann ich einfach gucken was in der Fabrik stattfindet.

00:42:01: also das hat Vorteile und Nachteile ganz sicher.

00:42:05: Aber zur Wahrheit gehört eben auch dazu dass die Substanz, die wir haben kein Hemmnis ist sondern eher ein Enabler.

00:42:11: Wir kommen jetzt langsam zu den letzten drei Fragen.

00:42:14: Die erste Frage wäre Hast du Empfehlung für die Hörer und Hörern zur weiteren Vertiefung vor diesem Thema?

00:42:22: Hast du irgendwelche Bücher, Podcasts, die du dir regelmäßig anhörst wo das heißt hey wenn man sich da tiefer mit beschäftigen möchte hört euch das

00:42:30: an.

00:42:30: Ja ladet mich ein ich komme vorbei.

00:42:32: Okay das ist eine gute Einleitung Wirst wahrscheinlich jetzt viele E-Mails bekommen.

00:42:36: Das ist gar nicht ironisch gemeint, ich bin tatsächlich momentan echt viel im Land unterwegs und vor allem außerhalb der großen Hubs.

00:42:51: das kürzlich mal geschrieben, aber von irgendwie Lingen im Emsland bis nach Ditzingen.

00:42:55: Wind in den Sindelfingen, Zuffenhausen, Kirchanschöring also Gütersloh... Also ich war gestern halbronn.

00:43:02: Ich finde es- also ich suche diese Gespräche!

00:43:05: Ich will die Leute ja auch in diese Gesprächen vertiefen und gemeinsam dann einen Weg rausentwickeln.

00:43:11: so deswegen ist gar nicht... sollen sie sich bei Tobias melden und der wird das weiterleiten.

00:43:16: wir können dich immer gut ins Handgepäck mitnehmen wenn wir unterwegs

00:43:18: sind.

00:43:19: los geht's.

00:43:21: Technologiefelder, Start-up-Hype-Themen sollten Menschen jetzt nicht nur aus Familienunternehmen aktuell auf dem Schirm haben.

00:43:30: Ja also ich gucke mir drei übergeordnete Sektoren an Robotics AI und Energy.

00:43:36: das sind die drei großen Felder und aus diesen drei großen Feldern leitet sich in meinen Augen das gesamte Transformationsgeschehen Europas ab.

00:43:44: Du kannst da dann Industrien drunter packen, kannst sagen wir reden über Dual-Use.

00:43:48: Wir reden über Humanoidie.

00:43:49: Wir sprechen über Infrastruktur, Data Center oder whatever.

00:43:53: Da fällt alles darunter und ich verbringe meine Zeit komplett in diesen drei Sektoren Robotics AI und Energy weil ich glaube diese strukturellen Herausforderungen die wir vor uns haben also demografischer Wandel das werden wir nicht mehr eingefangen bekommen.

00:44:08: Und die Netzlas, das Energiesystem wie wir es entwickelt haben kann eigentlich den Transformationsphasen aktuell nicht standhalten mit dem Grid.

00:44:16: Das heißt also da wird zwangsläufig eine Sehnsucht und ein Wachstumsschmerz entstehen müssen in den nächsten zehn, fünfzehn.

00:44:24: Es geht nicht anders.

00:44:24: Also da kommt unser System physikalisch an seine Grenzen und deswegen wird das passieren.

00:44:30: Deswegen bringe ich meine Zeit darauf.

00:44:32: Letzte Frage welchen Familienunternehmer oder Unternehmerin?

00:44:36: Sollte mir unbedingt mein Podcast sein an.

00:44:38: Ja gut, das ist jetzt ein bisschen unfair.

00:44:40: deshalb weil ich ein unglaublich großer Fan von Max bin und der... Von Max Wiesmann.

00:44:47: Max ist in meinen Augen in vielerlei Hinsicht ein Aushängeschild, ein großes Vorbild auch für mich selber Und er war ja aber schon mal hier.

00:44:55: Er war schon hier,

00:44:56: ja!

00:44:56: Deswegen glaube ich es ist eher eine Doppelung jetzt.

00:45:00: Also ich weiß nicht hattet ihr die Nikola Leibinger Cam oder schonmal hier?

00:45:03: Die hatten wir tatsächlich noch nicht, da die anderen drei, die du genannt hattest, hatten wir schon im Podcast.

00:45:07: Also Frau Leibinger-Kammüller mal zu einem Gespräch einzuladen das stelle ich mir sehr sehr sehr spannend vor.

00:45:13: also wie ein kleiner junge Comics liest lese ich ihre Interviews.

00:45:18: Ich finde die frau einfach herausragend, die ist spitzenmäßig.

00:45:21: und die intellektuelle Tiefe gleichzeitig die intellektelle Härte auch Die wünsche ich mir von ganz vielen andern auch und deswegen glaube, dass Frau Leibinger-Kamühler eine fantastische zukünftige Person für den Podcast wäre.

00:45:36: Dann werden wir Sie mal anfragen wenn sie kommen würde.

00:45:38: welche Frage sollt mich erstellen?

00:45:40: Wie kriegen wir dieses Joint Venture das Trumpf mit Zeiss und ASML gemacht hat als Blaupause in die deutsche Industrie im deutschen Mittelstand?

00:45:49: Weil das ist ein fantastisches Beispiel!

00:45:51: Da war ganz viel Mut dabei.

00:45:53: Das funktioniert jetzt aber Und...das ist ein Zukunftswelt.

00:45:56: da hat also einen deutsches Familienunternehmen eine partnerschaftliche Allianz aufgebaut, die Zukunft trägt und das finde ich einfach nur bemerkenswert beeindruckend.

00:46:07: Vielen Dank lieber Christian für dieses Gespräch und dafür dass du die Brücken baust zwischen den verschiedenen Welten.

00:46:14: wir haben mit den drei Personen an der Espresso bar begonnen Der Gründerin, der Familien Unternehmerin und der Investorin Und ich finde du verkörpersst das was wir in Deutschland brauchen mehr Aufbruchsstimmung und auch Mut Sachen zu machen.

00:46:27: Danke Tobias, dass ich dabei sein durfte.

00:46:29: Hat mir viel Spaß

00:46:30: gemacht!

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