Martin Babilas von ALTANA AG: Wie ein Chemiekonzern mitten in der Branchenkrise Rekordergebnisse einfährt

Shownotes

Die deutsche Chemiebranche steckt in der Krise: Hohe Energiekosten, wachsende Regulierung, schwache Konjunktur. Viele Unternehmen verlagern ihre Produktionen ins Ausland, manche stellen die Zukunft ihrer deutschen Standorte infrage. Und dann gibt es den Spezialchemiekonzern ALTANA aus Wesel am Niederrhein – mit einem Rekordergebnis im letzten Jahr.

Die ALTANA AG gehört inzwischen zur Holding SKion von Susanne Klatten, der Tochter von Herbert Quandt, der einst BMW vor der Pleite rettete. 2010 nahm Klatten das Unternehmen von der Börse und brachte es vollständig in Familienbesitz. Heute beschäftigt der Konzern mehr als 8.000 Menschen und stellt Spezialchemie her: Zusatzstoffe für Lacke und Batterien, Isoliermaterialien für Elektromotoren, Pigmente für Kosmetika. Nur noch etwa zehn Prozent des Umsatzes von gut 3 Milliarden Euro entfallen auf Deutschland. Trotzdem glaubt Vorstandsvorsitzender Martin Babilas an den Standort. „Man kann auch heute noch erfolgreich in Deutschland arbeiten", sagt er. Aber er benennt auch klar, was den Standort aufhält: ausufernde Bürokratie, zu hohe Energiekosten, verschleppte Digitalisierung. Vieles davon sei “gut gemeint, aber eben nicht gut gemacht". Mutige Schritte seien überfällig – nicht nur im Interesse der Industrie.

Dabei macht er einen größeren Zusammenhang auf: „Wir werden diesen Nachhaltigkeitsweg nur dann als Gesellschaft beschreiten können, wenn wir eine leistungsfähige Industrie haben." ALTANA-Produkte stecken beispielsweise in Windrädern oder Elektroautos. Nachhaltigkeit, sagt Babilas, sei dabei auch in der Chemieindustrie längst kein Nischenthema mehr, sondern gelte sogar “in den letzten Jahren mehr und mehr als Wachstumstreiber”.

Martin Babilas erzählt außerdem, was ein ganz normaler Flaschenverschluss mit 90.000 Tonnen Stahl zu tun hat und warum er auch nach fast 30 Jahren im selben Unternehmen nie ernsthaft über einen Wechsel nachgedacht hat – im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum" mit Tobias Rappers und Katja Michel.

Eine Buchempfehlung von Martin Babilas: Eingefroren am Nordpol von Markus Rex

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+++ Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreib eine Mail an allesneu@maschinenraum.io +++ +++ Mehr zum Maschinenraum auf unserer Website und auf LinkedIn +++ Moderation: Tobias Rappers, Katja Michel | Redaktion: Rebecca Marquardt, Bianka Salazar +++

Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Neue aus dem Maschinenraum, dem Interview-Podcast für den deutschen Mittelstand.

00:00:21: Mein Name ist Katja Michel und ich bin Redakteurin beim Wirtschaftsmagazin Kapital

00:00:26: Und ich bin Tobias Raffers Geschäftsführer des Maschienenraums dem Ökosystem für deutschsprachige Familienunternehmen.

00:00:32: Heute sprechen wir mit einem Familienunternehm das aus Wesel kommt und damit ganz in der Nähe von meiner Heimatstadt.

00:00:38: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe ihr zehntelang nichts von diesem Familienunternehmen mitbekommen.

00:00:43: Bis ich vor kurzem Ende letzten Jahres das Buch The Secrets of German Family Businesses herausgegeben habe bei dem Althane eines von fünfzig Unternehmen war dass wir potatiert haben.

00:00:54: Dieses Buch hab' ich dann auch zum Anlass genommen den Vorstandsvorsitzenden Herrn Barbielas zu fragen ob er nicht mehr Lust hätte in den Podcast zu kommen und ich bin froh dass wir ihn heute hier begrüßen dürfen.

00:01:05: Er ist seit fast dreißig Jahren im Unternehmen Und damit gibt es kaum eine andere, kaum eine bessere Person als ihn um über die Geschichte dieses Familienunternehmens zu sprechen.

00:01:16: Um darüber zu sprechen was in den dreißig Jahren alles passiert ist natürlich auch welche Rolle Nachhaltigkeit in der Chemie spielt und ich denke das wird ein spannendes Gespräch.

00:01:26: Ich hoffe ihr freut euch genauso sehr auf dieses Gespräch wie ich es tue.

00:01:30: Wenn ihr die Folge und dem Podcast gut findet dann hinterlasst uns gerne fünf Sterne und damit können wir direkt abgeben an Katja und erinnern das, was bisher geschah.

00:01:38: Viel Spaß!

00:01:45: Die Wurzeln der heutigen Althana AG reichen bis ins neunzehnte Jahrhundert zurück.

00:01:56: In den letzten Jahren übernimmt der Industrielle Günter Quant die Mehrheit.

00:02:11: Die Quans sind heute eine der mächtigsten Unternehmer-Dynastien Europas, den wichtigsten Grundsteun für das Vermögen liegt Günters Sohn Herbert Quant als er in den ersten Jahren im Jahr verabschiedet wurde.

00:02:20: Als er in der Nähe von Nürburgring war, hat er die Mehrhalt am damaligen Pleitekandidaten WMW übernimmten.

00:02:25: Zu den Beteiligungen der Quans gehören auch Anteiler an Batteriehersteller Vata.

00:02:30: Daraus entsteht in den nächsten Jahren die Mischkonzern Althana, der später an der Börse sogar in den Leitindex Dachs aufsteigt.

00:02:38: Herbert Quans Tochter Susanne Klappen verkauft die Pharmarsparte von Althanah, nimmt das Unternehmen Zwei-Tausendzehn von der Böse und integriert es in ihre Holding Skiyon.

00:02:49: Alle Unternehmensanteile von Althaana sind nun im Familienbesitz.

00:02:53: Das Unternehmen sitzt in Wesel am Niederrhein – Skihon und damit Althanna hat Klatten mittlerweile an ihre Kinder übergeben!

00:03:01: Der Chemiekonzern beschäftigt mehr als achttausend Menschen und produziert Zusatzstoffe für Lack- und Batterien, Pigmente für Kosmetika und Baustoffe, Isoliermaterialien für Elektromotoren und Druckfarben.

00:03:13: Althane hat im Jahr zwei Tausendundzwanzig einen Umsatz von gut drei Milliarden Euro gemacht – etwa ein Zehntel davon in Deutschland!

00:03:21: Warum er dennoch an den Standort Deutschland glaubt und über seine Rolle an der Spitze eines Chemie-Konzerns?

00:03:26: Darüber sprechen wir jetzt mit Martin Babilas, dem Vorstandsvorsitzenden von Althana im Podcast Alles Neu aus dem Maschinenraum.

00:03:36: Hallo Herr Babilaß!

00:03:37: Schön dass Sie da sind.

00:03:38: Herzlich willkommen in unserem Podcast.

00:03:40: Ich grüße Sie und freue mich

00:03:41: Herr Bailass.

00:03:42: Wir bringen unsere Gäste immer eine fiktive Situation Mit einer anderen Person die sie unbedingt gerne mal treffen wollen würden.

00:03:48: Welche Personen würden sie unbedingt gern mal treffen Und über was würden Sie mit der Person an dem Maschinenraumespress übersprechen?

00:03:54: Das ist eine sehr interessante Frage.

00:03:56: Die erfordert fast ein bisschen Nachdenken.

00:03:58: Wir haben Zeit!

00:03:59: Genau, ich würde tatsächlich gerne Barack Obama treffen.

00:04:03: Ich habe kürzlich den ersten Teil seiner Autobiografie gelesen und ich fand es faszinierend, den Weg, den er gegangen ist aber auch die politischen Entscheidungen, die Transformation zumindest mal in Teilen der Gesellschaft, die er angestoßen hat und das finde ich sicherlich sehr bereichernd.

00:04:19: Ich habe allerdings ohnehin das Privileg, dass ich in meiner Aufgabe ganz viele Menschen treffe.

00:04:25: In der Althana aber auch um die Althane herum.

00:04:27: Das sind Kunden, das sind Partner, da sind hier wieder auch Politiker auf kleineren Niveau als Barack Obama um ehrlich zu sein und das sind schon bereichernde Begegnungen ja?

00:04:37: Und von daher die Espressobar ist ein Ort den nicht gerne ansteuern

00:04:41: Wenn Barack Obama dann wirklich mein Maschinenraum ist und sie ihn enttreffen.

00:04:46: wie würden Sie sich vorstellen

00:04:48: Ich würde mich vorstellen, als Mensch der für ein Unternehmen steht seit vielen Jahren welches Lösung anbietet die Produkte des täglichen Lebens besser und vor allem nachhaltiger machen.

00:05:00: Und ein Unternehmen welches eigentlich nicht bekannt ist so in typischen Haushaltkategorien aber was in ganz vielen Dingen drin steckt.

00:05:09: Da kann man dann wie ich finde auch viele interessante Gespräche anknüpfen über die Produkten, unseren Beitrag und den Weg Ja, hin zu einer nachhaltigen Welt und ich glaube das wäre ein interessantes Gespräch.

00:05:22: Wie häufig kommt es vor dass die anderen erklären müssen was sie machen und was Altana macht?

00:05:26: Das kommt tatsächlich regelmäßig vor weil eben Althana nicht wie große Unternehmen die jeder Mann kennt einen bekannten Namen hat.

00:05:34: aber wenn man dann einmal drüber spricht was wir tun dann ist das schnell auch etwas was auf Interesse fällt.

00:05:40: ja und von daher muss man dann auch nicht lange sozusagen erklären sondern man isst direkt mittendrin.

00:05:46: Dann erklären Sie es doch auch gerne mal grün.

00:05:47: Ich habe mich in der Vorbereitung zum Beispiel gefragt, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Spezialchemie bedeutet?

00:05:53: Ist das eine herkömmliche Chemie auch gibt und was ist dann der Unterschied between Spezial-Chemie und herkömlische Chemie?

00:05:59: Ich muss gestehen dazu gibt es keine trennscharfe Definitionen.

00:06:02: Vielleicht die Beste ist dass sie typischerweise für Produkte unseres Hauses keine chemische Formel einfach so an die Wand malen können.

00:06:08: ja wo man dann sagen kann Das ist eine spezifizierte definierte chemische Zusammensetzung, die ich sozusagen nach diesem Kriterium kaufe.

00:06:18: Sondern unsere Produkte sind typischerweise erklärungsbedürftig.

00:06:23: Das heißt sie helfen dem Kunden ein bestimmtes Ziel zu erreichen und leisten dadurch einen Mehrwert, einen Beitrag.

00:06:31: Und das ist etwas was wir als Spezialchemie bezeichnen.

00:06:34: Ich will ja noch ein Beispiel nennen.

00:06:36: Das ist hier ein Verschluss an ganz handelsüblicher Verschluss einer Wasserflasche.

00:06:41: da habe ich mir eben etwas draus eingeschenkt Und wir sind ein führender Anbieter von der Dichtungsmasse, die in diesem Verschluss steckt und die Flasche dichthält.

00:06:48: Und einen wesentlichen Beitrag können Sie daran erkennen dass unsere Kolleginnen und Kollegen vor einigen Jahren eine Neuartigkeit also eine Innovation auf den Markt gebracht haben wo die Dichtungsmasse hilft, Nullkomma drei Gramm aus dem Verschluss an Stahl beziehungsweise Blech rauszunehmen.

00:07:06: Das klingt jetzt wenig.

00:07:07: aber bei drehundert Milliarden Verkauften Verschlüssen beziehungsweise Flaschen jedes Jahr, das sind ja Drehverschlüsse.

00:07:13: Das sind Kronenkorken

00:07:14: usw.,

00:07:16: kommen schon ganz schöne Mengen zusammen.

00:07:17: da reden wir über neunzigtausend Tonnen Stahl die sie dadurch einsparen können weil eben der Compound also die Dichtungsmasse den Verschluss diese stabilität diese zusätzliche Stabilität gibt.

00:07:28: und das ist ein Beispiel für erstens Ein Produkt aber zweitens auch eine Innovation Die wirklich in mehr wert bringt und hin und wieder auch einen markt wirklich prägen kann.

00:07:38: Da gibt es viele von.

00:07:39: Und wie läuft so was normalerweise oder vielleicht jetzt auch konkret in diesem Fall?

00:07:43: Also kommt da die Getränke, wahrscheinlich eher Verpackungsindustrie, treten sie an sich heran und sagen können wir da irgendwas machen?

00:07:49: oder sind das Vorschläge, die bei ihnen im Hause entstehen?

00:07:52: Das entsteht sehr oft wirklich an der Schnittstelle zum Kunden.

00:07:55: also viele unserer Innovationsprojekte machen wir gemeinsam mit unseren Kunden wo wir in die Labors der Kunden gehen in die Anwendungstechnik oftmals an die Produktionslinien unserer Kunden, aber die Kunden natürlich auch zu uns kommen.

00:08:08: Es ist ein erheblich oder ein wichtiger Bestandteil unserer Innovationsanstrengung und dass wir diese sogenannte Anwendungstechnik also das was unsere Produkte machen in unseren Labors nachstellen.

00:08:21: Das heißt also die Prozesse unserer Kunden sehr gut in Team kennen und auf der Basis nicht nur gezielt diese Produktentwicklung betreiben können, sondern auch den Kunden vor allem anwendungstechnisch sehr intensiv beraten können.

00:08:34: Und das ist eben ja alles Teil unseres Geschäfts unserer Art dieses Geschäft zu betreiben und das was wir eben als Spezialchemie bezeichnen.

00:08:44: Jetzt muss ich doch nochmal nachfragen Ist es so dass dann ein Kunde mit einem Problem auf sie zukommt?

00:08:52: Dann bauen Sie das nach um da die Lösung zu finden oder Sie Industrieunternehmen begleiten, also der Partner aus der Chemie und dann guckt man einfach mal was man so gemeinsam an Innovationen findet.

00:09:05: Dazu kann ich klar sagen sowohl als auch ja das passiert beide tatsächlich genauso wie sie es auch richtigerweise beschrieben haben von stehen uns schon auch als Partner unserer Kunden.

00:09:16: wir haben typischerweise sehr langjährige kundenbeziehungen mit sehr, sehr tragfähigen persönlichen Beziehungen.

00:09:24: Also der Kontakt gerade zwischen den Menschen ist dabei sehr intensiv und es ist oftmals natürlich so dass wir sozusagen welchen Niedpartner sind weil als Hersteller von Genieprodukten haben sie einfach auch bestimmte Regeln zu beachten und Sie müssen einfach bestimmte Dinge sicherstellen damit das allein schon sicher ist.

00:09:44: Und das ist etwas, was oftmals unsere Kunden die eher im weiterverarbeitenden Gewerbe sind.

00:09:49: Die aber eben keine Chemieunternehmen sind weder können noch wollen und von daher gibt es diese sehr intensive langjährige Partnerschaft allerdings immer auch Harz unseres Leistungsversprechens dass wir eben die Prozesse unserer Kunden und die Produkte unserer Kunden sehr gut verstehen.

00:10:08: Können Sie nochmal zwei drei andere bildhafte Beispiele machen?

00:10:13: Produkten oder Lösungen, wo ihre Produkte zu drinnen stecken.

00:10:17: Natürlich!

00:10:18: Ich fand das gerade ganz schön mit dem Flaschen.

00:10:20: Frau Michl hat ja grade das Thema Zusatzstoffe angesprochen.

00:10:24: Sogenannte Aditive die unser Geschäftsbereich Bücke herstellt, wo beispielsweise Lacken und auch Kunststoffen oder auch Batteriematerialien in kleinen Dosen Substanzen zugesetzt werden, die einen bestimmten Effekt haben und die das Produkt besser machen.

00:10:41: Also beispielsweise bei einem Lack, die dafür sorgen dass man den Lack besser applizieren kann.

00:10:46: Dass der Haften bleibt, dass er die Oberfläche vernünftig benutzt.

00:10:49: Das bestimmte Glanz oder auch Abwesenheit von Glanz also Matzigkeits-Eigenschaften eingestellt werden.

00:10:55: Dass die Oberfläche kratzfest ist.

00:10:57: Also dass sie im Prinzip genau die Oberflecheneigenschaft in Erzielen, die Sie mit der Lackierung erzielen möchten.

00:11:04: Dafür sind diese Zusatzstoffe unverzichtbar.

00:11:07: Und sie haben auch hier wieder ein Nachhaltigkeits- thema, Sie haben oftmals dann eben auch die Möglichkeit dadurch ist zu schaffen dass sie von einer lösenmittelbasierten Lackformulierung hin zu einer wasserbasierten lack Formulierung irgendwo Wasser das Lösungsmittel ist, was erheblich Umweltvorteile hat.

00:11:24: und unsere Zusatzstoffe unserer Aditive finden sich in den verschiedensten Lack- und Beschichtungsformulierungen weltweit Und wir arbeiten auch dort sehr, sehr intensiv mit unseren Kunden zusammen.

00:11:37: Teilweise mit den Kunden unserer Kunden um eben in der Anwendung den Effekt zu erzielen denen wir brauchen.

00:11:44: Ein weiteres Beispiel wenn ich darf Wir reden über die Energietransformation dieser Welt.

00:11:49: Immer wenn sie von fossilen Brennstoffen wegkommen wollen brauchen Sie Strom aus erneuerbaren Energien.

00:11:54: Dieser Strom muss erzeugt werden Er muss verteilt werden Und er wird dann irgendwo in die Anwendung gebracht, beispielsweise im Vortrieb wenn sie über ein Elektrofahrzeug reden.

00:12:03: Bei der Energieerzeugung kommen unsere Produkte zum Einsatz, beispielsweise in einem Windrad.

00:12:09: Da ist ein Generator drin und mit jeder Umdrehung erzeugt dieser Generator Strom.

00:12:14: Unsere Elektroisoniermaterialien sorgen dafür dass dieser Generators jahrzehntelang ressourceneffizient hohe Leistungen erbringen kann.

00:12:24: Eine Umdrehung eines Offshore-Windkraftrats erzeugt Strom, mit dem ein Einfamilienhaus zwei Tage auskommt.

00:12:30: Eine Umdrehung.

00:12:31: Da entstehen Spannungen die müssen beherrscht werden und das leisten unsere Isoliosisten.

00:12:37: Und dann kommen wieder unsere Zusatzstoffe ins Spiel weil diese Rotorblätter haben die Länge eines Jumbo-Jets.

00:12:44: Das sind Ausmaße da brauchen sie Stabilität weil da sind ja Windlasten dran die sind Offshore schon groß.

00:12:51: Das sind faserverstärkte Kunststoffverbindungen und unsere Zusatzstoffe, unsere additive Sorgen dafür, dass das hält, dass sie die Integrität, dass Sie die Stammilität haben, die eben hier jahrzehnte Lebensdauer gewährleistet.

00:13:03: Also das sind Beispiele einerseits für Produkte, die Anwendung aber eben auch für den Beitrag um eben auch bestimmte Nachhaltigkeitsfortschritte zu erzielen.

00:13:14: Und bedeutet es dann, dass jedes dieser Produkte oder dem Beitrag, denen Althana bringt.

00:13:20: Das ist eigentlich immer eine Innovation, oder?

00:13:22: Gut es gibt natürlich Produkte die sind jahrzehntelange im Einsatz.

00:13:25: ja wir haben beispielsweise im Aditivbereich Produkte, die Kunden heute ordern, sie sind schon seit Jahrzehnten auf dem Markt.

00:13:32: Die waren mal eine Innovation und heute würde man das vielleicht nicht mehr so bezeichnen.

00:13:36: aber Die Innovation steckt häufig nicht nur unbedingt in Produkt, sondern auch in der Kombination bestimmter Produkte, die dann in der Anwendung ihre Wirkung erzielen.

00:13:46: Also um wieder auf die Lackformulierung zurückzukommen, da ist es oftmals nicht nur ein Aditiv, einen Zusatzstoff, sondern eine Kombination einer bestimmten Konstellation ja, die die Wirkung entsprechend herbeiführt und von daher ist es tatsächlich so dass Innovationen der Treiber unseres Geschäfts Aber dann oftmals, ja dadurch auch Geschäftsbeziehungen in der Anwendung erzielt werden die dann Jahre teilweise Jahrzehnte lang auch Stabilität geben.

00:14:17: Wenn wir jetzt gerade bei dem Schraubverschluss von der Wasserflasche bleiben und den Kunststoffnoppen, der da drin ist damit das nicht ausläuft und dir diese drei Gramm war das noch?

00:14:27: Stahl-Einspart?

00:14:28: Nein!

00:14:29: Null Komma Drei.

00:14:31: Ohrverschlu.

00:14:31: Null Komma Drei der Verschlüsse Dann kommen sie mit dieser Innovation raus.

00:14:36: Ist das auch Patente, die Sie halten?

00:14:39: Oder ist es dann eine Erfindung sozusagen, die ja noch andere Schemin- und Spezialschemeunternehmen nachmachen können?

00:14:46: Also der Know House Schutz steckt oft im Patent aber nicht nur.

00:14:51: Es ist tatsächlich Patentschutz den wir anstreben.

00:14:55: Es gibt Bereiche wo Patentschutz nicht das ist was wir anstreben weil mit Patenten ist immer auch Veröffentlichungen des Know House verbunden also Arbeiten oftmals auch mit sogenannten, ja der Amerikaner sagt Trade Secrets also mit Geschäftsgeheimnissen und es ist oftmals so dass die Innovation nicht nur in der Produktformulierung steckt sondern in der Kombination aus.

00:15:17: Was ist das für ein Produkt?

00:15:18: Wie wird das Produkt hergestellt was oftmals nicht triviales?

00:15:22: Und wie wird es dann in der Anwendung eingesetzt um erst die Kombination sozusagen Aus Chemie Formulierung und Anwendungen.

00:15:31: Ist die eigentliche Innovation Und das, was man auch nicht unbedingt über Nacht sozusagen ersetzen kann beziehungsweise, was da nicht unbedingt jeder kann.

00:15:40: Das ist für uns dann auch die Nachhaltigkeit der Geschäftsbeziehung, die wir dadurch anstregen.

00:15:47: Herr Babilas, Sie reden irgendwie mit sehr viel Begeisterung über Ihre Produkte?

00:15:51: Ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit sind Sie von der Ausbildung?

00:15:54: Sind Sie Chemiker, Ingenieur, Betriebswirt?

00:15:57: Ehrlich gesagt bin ich Kaufmann.

00:15:58: Mein Vater war Chemie-Lehrer, aber ich selber habe kaufmännische Ausbildung durchlaufen.

00:16:04: Ich bin aber ja wie Sie eingangs schon gesagt haben seit vielen Jahren beim Unternehmen und ehrlich gesagt wenn man dann mit unseren Menschen die in unserem Labor ist, die Produkte entwickeln, dann in der Anwendungstechnik die Anwendungen sozusagen optimieren sprechen, wenn sie das vor Ort sehen, dann muss ich sagen ist die Begeisterung schon ansteckend und von daher kann ich das auch nicht verhehlen.

00:16:24: Sie sind seit nineteenundachtundneunzig im Unternehmen.

00:16:28: Richtig?

00:16:28: Das ist richtig!

00:16:29: Gibt

00:16:29: es viele Menschen, die schon länger im Unternehmen sind als sie?

00:16:32: Es gibt ehrlich gesagt viele.

00:16:34: Ja.

00:16:34: Typisch Familienunternehmen oder?

00:16:36: Sehr sehr hohe Loyalität.

00:16:37: Das ist in Familienunternehmer wahrscheinlich häufiger als sonst... ...es ist aber gerade in einem Geschäft wo das Wissen der Menschen und die Erfahrung der Menschen das eigentliche, sagen wir, Unterscheidungsmerkmal ist was unsere Kunden wertschätzen steckt es auch ein bisschen in der DNA des Unternehmens, dass eben diese langjährige Erfahrung bei uns eben auch damit einhergeht.

00:17:01: Dass wir oftmals lange Verweildauern haben ja im unserem Unternehmen und wenn wir Jubiläumsfeiern haben Wir machen das beispielsweise hier am Hauptstandort Wese alle zwei Jahre dann haben wir oft mal als dreißig, fünfundreißig vierzigjährige Das ist immer dabei die über diese lange Zeit beim Unternehmen geblieben sind.

00:17:19: Und gab es bei Ihnen persönlich mal einen Moment, wo Sie ernsthaft über ein Wechsel nachgedacht haben?

00:17:24: Oder war das eigentlich immer ziemlich klar, dass sie bleiben möchten.

00:17:26: Also das habe ich um ehrlich zu sein, in den letzten achtundneunzig nicht geahnt.

00:17:30: Ich glaube so was plant man auch nicht!

00:17:32: Ich hatte einfach das Privileg, dass ich über diese ja fast dreißig Jahre immer wieder ganz interessante Herausforderungen hatte.

00:17:40: Aufgaben, Aufgabenstellungen die oftmals ehrlich gesagt auch eine gewisse Nummer zu groß waren Gepaart aber auch mit Vertrauen, was ich gespürt habe.

00:17:50: Mit im Handlungsspielraum sind zwei unserer vier Grundwerte und ich muss persönlich sagen das hat mich immer beim Unternehmen gehalten die Möglichkeit zu gestalten interessante Aufgaben zu bewältigen und dass in der Unternehmenskultur – ich hatte ja zwei von den vier Grundwerten schon genannt – die beiden anderen sind Wertschätzung und Offenheit einer Unternehmskultur, die sehr stark auf meine persönlichen Haltung entspricht würde ich fast sagen, ich war in den letzten achtundzwanzig Jahren fast ein bisschen zu beschäftigt um da intensiv drüber nachzudenken und es gab immer diese tollen Chancen.

00:18:21: Und von daher ja bin ich heute immer noch

00:18:23: hier.".

00:18:24: Sie sagten eben manches war eine Nummer zu groß.

00:18:27: das ist glaube ich so'n Gefühl dass ganz viele kennen können sie im Nachhinein erzählen.

00:18:32: also was waren das für Momente Situation herausforderungen wo sie dachten wow

00:18:36: Gut, ich bin ja schon in relativ jungen Jahren auch höhere Führungsaufgaben gekommen.

00:18:43: Beispielsweise im Jahre two-thausend und eins wurde ich gebeten hier den Bereich Unternehmensentwicklung aufzubauen.

00:18:50: Der damalige Chemiesparte, Altana hatte ja mal auch eine Farmersparte und das sind dann schon auch größere Bretter gewesen in Anführungszeichen die mit dem Team was ich aufgebaut habe bohren durfte also Akquisitionsprojekte, den Aufbau eines Strategie-Entwicklungsprozesses.

00:19:08: Das waren schon wirklich ganz spannende Aufgaben, sozusagen im Herzen auch so der Strategie des Unternehmens.

00:19:14: Ich bin jetzt mittlerweile ja auch schon seit achtzehn Jahren hier bei uns in Vorstand.

00:19:20: Das sind auch da immer wieder Aufgaben gewesen die sehr interessant waren das Go and Private beispielsweise also der Rückzug von der Börse und viele andere auch strukturelle Veränderungen.

00:19:34: Also von daher die Aufgaben waren schon hochinteressant, ja?

00:19:38: Die ich mit den Teams hier bewältigen durfte.

00:19:42: Eine grundlegende Veränderung war ja dann in dem Jahr zwei Tausend acht als sie also Althana dann Private gegangen ist und das Übernahmeangebot der Skion GmbH gab.

00:19:54: Können Sie uns mal mit in diese Zeit zurücknehmen?

00:19:56: da waren sie gerade zwei Jahre im Vorstand.

00:19:59: Wie war das davor wie war es in dem Moment und wie war das danach?

00:20:02: Also das war natürlich eine ganz spannende Phase und wenn wir uns gedanklich in die Zeit zurückbewegen, war es auch ne Phase, die wirklich von einer erheblichen, auch weltwirtschaftlichen Verwerfung geprägt war.

00:20:13: Wenn Sie sich daran erinnern im September, dass der Fall der Investmentbank eine dadurch ausgelöste weltweite Finanzkrise ist – ich weiß nicht ob Sie sich dann erinneren an den Moment als Angela Merkel und Steinbrück vor die Kamera traten Und so mehr oder weniger gesagt haben, die Spareinlagen sind sicher.

00:20:30: Ich glaube das war kurz vor möglichen Bankruns und in dieser Phase, also zwei drei Wochen später hat unsere Aktionäre dieses Angebot rausgelegt weil sie eine unternehmerische Chance erkannt hat.

00:20:42: Das fand ich damals ein sehr mutiger Schritt.

00:20:44: Eine Bestätigung auch des Unternehmens, des Managements, auch einen Vertrauensbeweis Und ich will nicht verhehlen, dass das für mich durchaus auch Komponenten hatte gar nicht so angenehm waren.

00:20:54: Weil ich war zuständig für Investor Relations und hatte den ganzen Kontakt zu den Kapitalmarktspielern.

00:20:59: Ich habe das auch gern gemacht und nicht gestehen.

00:21:01: Aber die Chancen, die da drinsteckten, die waren schon gleichzeitig immens.

00:21:07: Erstens für das Unternehmen, wir als Management konnten uns wesentlich stärker auf die Exekutionen, die konsequente Verfolgung unserer Strategie konzentrieren.

00:21:16: Also der Fokus, die Konsequenz haben wir dadurch noch mal deutlich steigern können und für mich persönlich hatte es die Chance in den Folgejahren mehr und mehr auch wirklich operative Verantwortung zu sammeln, weil eben dieses ganze Kapitalmarkt-Thema wegfiel.

00:21:30: Ja und das war vielleicht dann auch die Grundlage dafür dass ich dann irgendwann den Vorstandsvorsitz übernehmen konnte.

00:21:35: also in der Summe war das glaube ich für das Unternehmen und definitiv für mich eine sehr gute Entwicklung.

00:21:41: Würden Sie sagen, dass es die Kultur des Unternehmens verändert hat?

00:21:44: Um ehrlich zu sein gar nicht so sehr.

00:21:46: wir waren vorher schon ein Unternehmen welches im Mehrheitsbesitz der Familie war das heißt wir hatten vorher schon einen wie man so schön sagt, anchor-aktionär.

00:21:53: Wo der Kapitalmarkt eine wichtige Rolle gespielt hat aber wir dadurch schon die Möglichkeit hatten eben durchaus langfristig mit einer Kultur, die vieles auch widerspiegelt was unserer Eigentümerfamilie wichtig ist und das konnten wir wie gesagt noch konsequenter sozusagen leben.

00:22:12: Aber eine wirklich fundamentale kulturelle Veränderung war aus meiner Sicht damit nicht verbunden.

00:22:18: Aber natürlich viel organisatorisches ja.

00:22:21: also Der Kalender ist ein anderer, wenn sie als CFO, was ich damals war eines kapitalmarktorientierten Unternehmens agieren im Vergleich zu einem privaten Unternehmen.

00:22:31: Und diese Freiräume die wir dadurch hatten, die konnten wir natürlich dann voll auf das Unternehmen fokussieren und ich persönlich würde rückblickend sagen, dass hat dem Unternehmen auch gut getan, dass wir eben im Einklang mit unserer Eigentümerfamilie hier noch konsequenter unsere Strategie des nachhaltigen Wachstums, dass wir die noch konsequenter umsetzen konnten.

00:22:52: Wie präsent ist denn eigentlich die Eigentümerfamilie im täglichen Geschäft?

00:22:57: Susanne Klatten ist ja stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende – wie viel redet sie da tatsächlich mit?

00:23:02: Gut das ist ein wirklich gutes konstruktives Miteinander.

00:23:06: Sie ist in dieser Rolle schon seit vielen Jahren Begleitet uns bei den wichtigen strategischen Entscheidungen, nimmt da auch an der Entscheidungsfindung teil und gleichzeitig gilt im Tagesgeschäft ja auch das was ich eben schon mal angesprochen habe nämlich der Handlungsspielraum.

00:23:23: Den wir verspüren als Vorstand, den wir aber auch intern weitergeben an unsere Teams und von daher spiegelt sich so in der Art wie wir das Unternehmen führen auch die Familie als Werte und auch als Handlungsleitlinien für sich erkennt.

00:23:41: Die Familie Quant oder die Skion kann ja sehr glücklich sein mit der Beteiligung, denn im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig gab es einen Rekordgewinn?

00:23:50: Also das Jahr zwansich-fünfundzwanziger denke ich ist auch im Vergleich zu der Entwicklung der allgemeinen Industrie hier in Deutschland Europa für uns gut gelaufen.

00:24:01: Wir haben ja im Prinzip gegen den Trend sogar ein leichtes operatives Wachstum erzielt, im Umsatz und eben der Ergebnissteigerung.

00:24:09: Und das ist aus unserer Sicht auch eine stückweite Bestätigung des langfristigen Weges, denen wir gehen, eben unabhängig von konjunkturellen Zyklen in das Unternehmen zu investieren, in Innovationen, in Nachhaltigkeit.

00:24:23: die immer mehr Ziel auf unsere Innovationsanstrengungen Und die Finanzkraft, die wir haben – also im Vergleich zu unseren Unternehmensgrößen – ermöglicht uns diese Schritte.

00:24:34: Was ich ergänzend noch erwähnen möchte ist so diese Agilität, die Flexibilität unseres Organisationsmodells geht einher mit diesem Handlungsspielraum, den ich eben erwähnte.

00:24:45: Die ermöglichen uns gerade in den Zeiten, die Wir in den letzten Jahren hatten, die ja wirklich sehr volatil sind.

00:24:50: Also jedes Jahr muss man ja ganz ehrlich sagen eine neue Herausforderung auch große neue Herausforderungen Und da muss man natürlich auch nicht umgehen.

00:24:58: und sozusagen die Balance waren aus einer klaren strategischen Richtung, einer stabilen strategischen Aufstellung verbunden mit der Agilität in den jeweiligen Märkten auf das unterschiedliche Markt herausfordernd zu reagieren.

00:25:15: Ich würde sagen dass es aktuell gut klappt diese Balance zu wahren in unserem Geschäfts- und Führungsmodell.

00:25:23: Was sind die größten Treiber von dem Geschäft?

00:25:26: Also

00:25:27: was uns natürlich antreibt, sind erstmal Märkte in den Lösungen.

00:25:32: Spezialisch in die Lösung, die einen Mehrwert bieten auch gefragt sind, die dadurch ein gewisses Wachstumspotenzial aufweisen.

00:25:40: Ich hatte eben verwiesen auf die Energietransformationen, auf Elektroobilität wo jetzt Lösungsweise unserer Elantas sehr befragt sind.

00:25:48: das sind fast schon Megatrends uns Nachfrage-Dynamik erzeugen.

00:25:53: Dann nagte die Innovation honorieren, wo wir auch Innovationstreiber, Innovationsführer in unseren Narkten sein möchten und wo wir typischerweise Führung der Position einnehmen.

00:26:06: Und wir glauben dass der führende Spieler an einem Markt gerade in einer solchen wissensgetriebenen Industrie einfach mehr Wert schaffen kann, weil sie diesen Markt investieren können.

00:26:17: Und was in den letzten Jahren, ich habe das Wort Nachhaltigkeit ja schon wiederholt erwähnt.

00:26:20: Was in den vergangenen Jahren mehr und mehr tatsächlich auch zum Wachstumstreiber geworden ist, ist das Thema Nachhaltigkeits.

00:26:27: Wir haben natürlich einerseits als Unternehmen – wir sind eigentlich nie ein Unternehmen – die Herausforderung, dass wir sozusagen einen Fußabdruck haben, den wir kleiner machen und nicht nur kleiner machen können sondern auch weiter kleiner machen wollen.

00:26:38: Da haben wir glaube ich schon überzeugenden Crack-Racker-Tin gelegt aber sind noch nicht am Ende und gleichzeitig sehen wir uns vielmehr als Teil der Lösung nämlich die Produkte, die wir haben.

00:26:47: Die Lösungen, die unseren Kunden anbieten, die eben deren Produkt beziehungsweise die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltiger CO²-Erner machen können und das ist schon ein zunehmend wichtiger Treiber für unsere

00:26:58: Geschäfte.".

00:27:13: Produzieren Sie andere Dinge, sind weniger energieintensiv dabei?

00:27:16: oder was ist der Grund?

00:27:19: Also der Hauptgrund liegt glaube ich schon in dem, was ich eben gesagt habe.

00:27:21: Die Kombination aus Innovationen und Nachhaltigkeit, aus Investitionen, aus Finanzkraft, aus Agilität... um die fünf Punkte zu wiederholen.

00:27:31: Und darüber hinaus muss man schon sagen, sie haben zwei wichtige Aspekte angesprochen.

00:27:34: das eine ist das Thema Energieintensität.

00:27:37: unsere Prozesse in der Herstellung sind energieärmer also haben nicht so eine Energieintenzität wie viele andere Unternehmen unserer Branche.

00:27:45: Das ist insbesondere wenn Sie in Europa fertigen seit einigen Jahren eine große Herausforderung.

00:27:51: Die trifft uns nicht so sehr.

00:27:52: Gleichzeitig sind wir weltweit wirklich präsent.

00:27:56: Wir sind in allen wichtigen Zielmärkten präsented mit eigenen Labors und da wo wir wirklich größere Märkte haben auch mit eigener Produktion, dort sind wir Teil von regionalen lokalen Wertschöpfungsketten und können daher mit so Dingen die gerade die letzten Jahre geprägt haben also Herausforderungen in so grenzüberschreitenden Wertschöffungsketten Zollthemen

00:28:16: usw.,

00:28:17: Mit denen können auf dieser Basis mit dieser ausgewogenen regionalen Aufstellung auch ganz gut umgehen.

00:28:24: Und das sind alles noch ergänzende Faktoren, die uns ermöglichen, mit den aktuellen Herausforderungen auch ganz zu gut umzugehen.

00:28:31: Auch wenn ich nicht verhehlen möchte ja dass das für unsere Teams, die für uns weltweit agieren schon auch echter Herausforderung sind.

00:28:38: und da ist diese Agilität ich eben meinte auch tatsächlich gefragt.

00:28:41: Wenn wir jetzt nur auf den deutschen Markt gucken verdienen Sie in Deutschland Geld?

00:28:45: Das kann ich klar mit Ja beantworten.

00:28:48: Wir verdienen in Deutschland Geld, wir verdienen den wesentlichen Märkten, in denen wir tätig sind.

00:28:54: Das ist auch unsere Anspruch und von daher fühlen wir uns nach wie vor mit der Aufstellung die wir haben recht wohl.

00:29:01: Es ist allerdings so – Sie haben es auch in Ihrem Eingangsstatement angesprochen – wir machen in Deutschland noch etwa zehn Prozent unseres Umsatzes.

00:29:10: Das heißt also vom Markt hergedacht ist die Bedeutung des Landes nicht mehr so entscheidend.

00:29:15: Was allerdings noch entscheidend ist, ist dass Deutschland immer noch für uns so die Innovationszentrale ist.

00:29:21: Also viele unserer Entwicklung, viele unserer Patente sind auch eben angesprochen und kommen nach wie vor aus Deutschland.

00:29:27: oder deswegen hat Deutschland als Basis, auch als Kraftzentrum, nach wie vorn eine Rohrbedeutung.

00:29:34: Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei Ihnen in der Organisation?

00:29:37: Eine wachsende, eine wichtige Rolle Und die Dynamik auch auf dem Feld ist schon grandiose, muss man sagen.

00:29:45: Also ich würde sagen dass es heute in den meisten Arbeitsplätzen fast alltag ist, KI-Tools wie beispielsweise ChatGPT oder Co-Pilot oder ähnliche zu nutzen.

00:29:57: Das nimmt zunehmend Eingang in jeden Arbeitsplatz.

00:30:00: hinzukommt das wir in bestimmten Bereichen auch wirklich sehr strategisch auf KI setzen.

00:30:06: Einerseits ein infrastrukturelles Thema, dass wir an unseren Daten arbeiten und an unsere Datenstrukturen um sie eben künstliche Intelligenz noch besser zugänglich zu machen.

00:30:14: Aber gerade wenn Sie den Forschungs- und Entwicklungsprozess anschauen also das wo die Innovation herkommt ja?

00:30:20: Das ist sicherlich der Bereich der heute schon am stärksten davon geprägt ist einerseits in der Produktentwicklung selbst wo wir sogenannte Smart Labs haben, die vollautomatisch gesteuert sind aber vor allem die ganzen Daten, die wir vorher überhaupt nicht hatten die also im Laufe der Entwicklung, also beispielsweise im Laufer einer Produkt-Synthese anfallen jetzt diesen KI, diesen Analytics Tools auch zugänglich gemacht werden können.

00:30:45: Diese Daten hatten wir vorher gar nicht und das ermöglicht uns einerseits die Steuerung dieser Innovationsprozesse aber andererseits ermöglichte es uns dann in der Zukunft noch zielgerichtet hat diesem Try & Error Prozess zu gestalten weil wir auf ganz andere Datensstrukturen zurückgreifen können.

00:31:01: Ich hatte eben das Wort Anwendungstechnik erwähnt, vielleicht auch kurz weil es wirklich auch nicht ganz unwichtig ist.

00:31:06: Das sind ja Tausende von Tests die unsere Produkte durchlaufen also beispielsweise im Bereich der Aditive wenn die Lackformulierung zugesetzt werden da werden tatsächlich Lacke formuliert, appliziert dann wird das Ergebnis gemessen und in sich verschiedenen Varianten wiederholt.

00:31:24: wir haben hier einen Wesel eine Anlage die das vollautomatisch macht Und auch hier ist die Automatisierung eigentlich nicht der eigentliche Hebel sondern der eigentliche Hebel sind die Daten, die dabei anfallen und die wir jetzt nutzen um eben noch gezielter dieses Wissen auch sozusagen anwenden zu können.

00:31:41: Und in Testreihen, in Produktentwicklungsversuche zu übertragen.

00:31:46: Jetzt gibt es schon KI Anwendung für den Arbeitsplatz wenn's ums schreiben und um die Kreativität geht.

00:31:52: Es gibt KI Anbindung fürs Coding fürs Programmieren.

00:31:55: Gibt es auch schon spezielle Karrierenwendungen nur für chemische Forschungs- und Entwicklungsarbeit?

00:32:02: Das ist noch in den Ursprüngen, ja.

00:32:04: Es gibt Partner mit denen wir auf diesem Gebiet zusammenarbeiten aber da bewegen wir uns sicherlich was so den Innovationszyklus angeht, noch etwas hinter der Welle der anderen Themen die so die klassischen Office also Büroarbeitsplätze angehen.

00:32:21: Was wäre so ein Problem, wo Sie sich wünschen, dass das wär super cool wenn die KI das mal löst?

00:32:26: Weil daraus wird ein Blockbuster in der Chemie herauskommen.

00:32:29: Jetzt muss ich ganz ehrlich sagen diese richtigen Blockbusters, die sie beispielsweise aus der Pharma-Branche kennt – die haben wir gar nicht!

00:32:36: Das ist ehrlich gesagt auch ein charmanter Aspekt unseres Geschäftes, weil es dieses Geschäft ein bisschen stabiler macht.

00:32:42: Also das größte Produkt was wir im Unternehmen haben….

00:32:46: Ich sage Ihnen ganz ehrlich, das kann ich Ihnen noch nicht einmal nennen ein Buchteil eines Prozents von unserem Gesamtumsatz.

00:32:53: Also ich will damit sagen, das ist eine sehr, sehr kleinteilige Produktportfolio und von daher kommt es bei uns immer darauf an mit diesen Entwicklungen die Fortschritte zu machen, die dann in der Summe dem Kunden die Lösung bieten.

00:33:07: Und ich hatte es ja gerade schon gesagt oftmals ist eben die Lösung eine Kombination verschiedener Produkte das Thema KI zum Tragen, weil dadurch haben sie einfach eine hohe Komplexität.

00:33:17: Und diese Komplexkeit aus Kombination verschiedener Produkte die dann in der Anwender zusammenspielen müssen.

00:33:24: Diese Komplexigkeit können wir zunehmen besser durch KI beherrschen und dadurch Zielgerichteter um vor allem schneller unsere Grundneinlösung bieten.

00:33:34: Herr Barbielas wenn wir jetzt einen sehr tiefen Einblick ins Unternehmen bekommen Wir würden das Bild gerne noch wieder ein bisschen aufziehen Deutschland sprechen, den Standort Deutschlands.

00:33:42: Sie sind ja jemand der davor warnt diesen Standort schlecht zu reden.

00:33:47: in letzter Zeit wird ja viel geklagt und kritisiert was ihnen anscheinend nicht so gefällt.

00:33:52: warum?

00:33:53: Gut jetzt muss ich persönlich sagen es gibt in Deutschland tatsächlich viele Herausforderungen wir haben erhebliche Stärken als Land Wir haben eine Grundlage auf der wir glaube ich vier schaffen können.

00:34:05: aber Es gibt Dinge die uns aufhalten und ich finde die muss man auch klar benennen.

00:34:09: Ich bin persönlich nur der Meinung, es ist nicht angemessen diesen Standort komplett sozusagen runterzureden zu schlecht zu reden.

00:34:17: Denn man kann auch heute noch in Deutschland erfolgreich arbeiten und was uns hilft in Deutschland ist eben diese immer noch sehr gute industrielle Basis die uns beispielsweise von anderen Ländern hier in Europa aber auch außerhalb von Europas unterscheidet wo einfach die Industrie einen deutlich kleineren Anteil an der Gesamtwertschöpfung hat.

00:34:34: Damit verbunden tolle Ausbildung der Menschen, die duale Berufsausbildung auch tolle Universitäten.

00:34:40: Die Netzwerke zwischen Unternehmen mit Universitäten ist also ganz viel mit dem man echt wuchern kann und was immer noch zum Erfolg viele Unternehmen hier in Deutschland beiträgt.

00:34:51: nur wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre anguckt hat sich einfach relativ gesehen einiges verändert wo Deutschland aus meiner und unserer Sicht bestimmte Hausaufgaben jetzt machen muss.

00:35:03: Dazu zählt beispielsweise diese wirklich komplett aus dem unvorgelaufene Bürokratie, die wirklich mal zurückzuschrauben und das auch mutig zu tun.

00:35:12: Dazu zählt beispielsweise das eben angesprochene Thema Energiekosten.

00:35:16: Das ist vielleicht für uns ja nicht so durchschlagend wichtig aber für viele Unternehmen auch in unseren Wertschöpfungsketten schon.

00:35:23: Und einfach die wettbewerbsen Nachzeile, die wir dort mittlerweile haben insbesondere gegenüber Nordamerika, aber auch gegenüber einigen asiatischen Ländern.

00:35:31: Die sind auf Dauer so nicht tragbar und sie stehen auch der Energietransformation also weg von den Fossilen hin zu den Erneuerbaren stehen auch ein Stück weit im Wege.

00:35:41: das Thema Digitalisierung Das Thema Ausbau der Infrastruktur Also wir haben hier an vielen Stellen wirkliche Nachholbedarfe Und da muss aus meiner Sicht Deutschland jetzt auch wirklich mutige Schritte mutige politische Schritte gehen, damit wir das wieder in die Spur kriegen.

00:35:57: Aber der für mich wahrscheinlich wichtigste Punkt ist tatsächlich der erste.

00:36:01: Denn wir erleben das im Alltag einfach dass uns zu viele Dinge aufhalten und ich muss ja sagen vieles der Bürokratie und der Regulierung sehr gut gemeint aber oftmals ist es eben auch nicht gut gemacht.

00:36:13: Unsere Bundesregierung ist jetzt seit ungefähr einem Jahr im Abend?

00:36:17: Wie gucken Sie auf dieses Jahr?

00:36:19: also Ich würde sagen, da muss und also darf und muss noch mehr kommen.

00:36:24: Die Bundesregierung hatte ja bisher so die Art bestimmte Reformen anzukündigen und so vom Ankündigungs in den Handlungsmodus sind wir nur in Teilenbereichen bekommen.

00:36:37: Und ich hoffe, wer das was jetzt auch ein Aussicht gestellt wurde dass jetzt in den nächsten Monaten tatsächlich einiges passiert, dass das auch stattfindet?

00:36:45: Es gibt auch gute Seiten Was die Bundesregierung angeht, aber auch was die EU-Kommission angeht.

00:36:51: Die EU ist ja auch immer wichtiger für uns als rahmsetzende Instanz.

00:36:55: Beispielsweise dass wir bei der Chemie-Regulierung jetzt eine klare Aussage haben es bleibt bei den REACH erstmal das REACH wird nicht angefasst.

00:37:02: Ja?

00:37:02: Was für uns wichtig ist.

00:37:03: Ich glaube, Entschuldigung wenn ich ganz kurz unterbreche darf.

00:37:05: ich glaube da müssen sie uns erklären, was das bedeutet, dass das REach nicht angefasset wird.

00:37:10: REACH ist ja die Chemikalien.

00:37:11: Gesetzgebung ist ja vor einigen Jahren eingeführt worden, wird ehrlich gesagt heute in vielen anderen Regionen nicht unbedingt kopiert aber wird in ähnlicher Weise umgesetzt.

00:37:22: Da geht es um die Registrierung und auch Prüfung von Chemikalien, die hier im Umlauf gebracht werden.

00:37:28: Und da gab's eine Bestrebungen das nochmal deutlich auszuweiten.

00:37:31: Das ist erstmal vom Tisch.

00:37:33: Das is' ne gute Nachricht weils den EU-Unternehmen aber auch dem Verbrauchern die Möglichkeit eröffnet mit den Dingen weiter zu arbeiten, die wir heute haben weitere Kostenbelastungen zu vermeiden.

00:37:45: Bei der Umsetzung auch von EU-Regeln, wo Deutschland sich oftmals so ein bisschen hervorgetan hat die nochmal mit Extra-Gleifen zu versehen, hat sich auch eine Verbesserung eingestellt.

00:37:58: also wir haben schon den Eindruck dass die Botschaft das Wettbewerbsfähigkeit, dass das eine prosperierende Industrie wichtig ist und dass es dafür auch ein gewisses Umsteuern braucht, dass sie ganz klar angekommen ist und wir sehen auch die ersten Schritte.

00:38:12: aber aus unserer Sicht kann und muss da jetzt noch mehr kommen.

00:38:16: Denn, und das vielleicht noch eine prosperierende Industrie ist essentiell um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

00:38:22: Ich habe ja einige Beispiele erwähnt wie wir – und wir sind ja nur ein Beispiel für viele – wie wir Lösungen anbieten können die zur Nachhaltigkeit beitragen.

00:38:30: Und wir werden diesen nachhaltig keitsweg nur dann erfolgreich wirklich auch als Gesellschaft beschreiten können wenn wir einen leistungsfähigen Industrie haben.

00:38:38: Und deswegen haben wir uns ja auch an so Dingen wieder an werbender Erklärung den sogenannten Industrie-Pakt für den Clean Industrial Deal beteiligt, weil wir wirklich glauben dass es auch für die Gesellschaft wichtig ist.

00:38:49: und an welcher Stelle fühlen Sie sich als Chemieunternehmen von der Gesellschaft manchmal missverstanden?

00:38:55: Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen da kann ich gar nicht so viel Anekdotisches Berichten, wir tun natürlich viel um mit unseren Stakeholders in Kontakt zu kommen.

00:39:05: Das können hier an unserem Standort die Nachbarn sein ja das sind natürlich unsere Kunden.

00:39:10: Das sind auch für uns relevanten Bereichen natürlich politische Entscheidungsträger und wir fühlen uns da ehrlich gesagt wenn man die Zeit hat bestimmte Dinge zu erklären meistens auch wirklich gut verstanden.

00:39:23: also ich kann darüber nicht klagen möchte ich sagen dass wir uns irgendwie missverstanden fühlen.

00:39:27: Ich hätte gedacht, dass vielleicht manche denken Schime ist nicht so nachhaltig und deswegen muss man so viel über Nachhaltigkeit sprechen.

00:39:34: Das ist immer noch Teil unserer Aufgabe.

00:39:35: ja das immer wieder zu erklären.

00:39:38: Das finde ich jetzt auch gar nicht falsch.

00:39:40: nur ich persönlich habe schon den Eindruck, dass das in vielen unserer sozusagen Stakeholder-Rücken schon ganz gut verstanden wird.

00:39:48: aber man muss es immer wieder erklären.

00:39:49: Ich sage ganz ehrlich, das macht ja auf Rode.

00:39:51: Rückblickend jetzt auf die dreißig fast dreizig Jahre bei Althana?

00:39:57: Achtundquanzig sind's fast.

00:39:58: Was sind so die drei Sachen für Sie persönlich, auf die Sie am meisten stolz sind?

00:40:03: Da ist jetzt eine ganz schwere Frage, muss ich ganz offen sagen.

00:40:06: Denkt mal sehr schnell drüber nach, ne?

00:40:08: Das stimmt!

00:40:08: Gerade weil ich das Privileg hatte über diese Jahrzehnte an vielen Dingen mit den Teams hier zu arbeiten und auch ehrlich gesagt ganz viele Dinge zur Ende zu bringen... ...das betracht sich persönlich als ein wirkliches Privilegg.

00:40:22: Und wenn ich zurückblicke gab es viele strukturelle Veränderungen Gab es viele Ausrichter und das sind natürlich damals die Konzernneuordnung, dann irgendwann der Weggang von der Börse.

00:40:34: Große Akquisitionen mit denen wir teilweise für uns auch neue Märkte erschlossen haben, die damit verbunden Integrationsprojekte aber auch so Dinge wie die Ausrichtung des Unternehmens auf Nachhaltigkeit ja die Integration vom Nachhaltigkeitskriterien in vielen auch den Entscheidungsprozessen die Beschreitung des Wegs zu NetZero, auf dem wir schon große Fortschritte gemacht haben.

00:40:59: Seit Jahrzehnte und vierzehn über fünfzig Prozent unserer CO-Initioren in unserem eigenen Einflussbereichen war bereits gesenkt.

00:41:07: also ganz viele große aber auch kleine Schritte ja die das Unternehmen so ein Stück weit in der Spur halten, auf dem Weg zu nachhaltigem Erfolg.

00:41:18: Das ist in der Gesamtheit eigentlich ja ein Privileg das so begleiten zu können mit den Teams.

00:41:24: Bevor wir es gleich zum letzten drei Fragen kommen wo die erste eine Buchempfehlung sein wird, ist mir gerade eingefallen dass Althannam hat auch bei dem wundervollen Buche The Secrets of German Family Businesses mitgemacht.

00:41:34: und was ist aus ihrer Sicht das Geheimnis von Familie unternehmen?

00:41:42: langfristiger Ausrichtung, dem Denken in Generationen, den Bewahren einer Werthaltigkeit und dem Verständnis dass das was wir tun letztlich auch für die nächste Generation wert darstellen muss.

00:41:57: Mit einer gesunden Leistungsorientierung und einer Nähe zu Produkt, Kunde zum Markt also eine Unmittelbarkeit möchte ich etwas sagen zu unserem Geschäft.

00:42:10: Und das, finde ich, macht oftmals gute Familienunternehmen aus und das ist ein Umfeld wo es auch wirklich Freude macht.

00:42:18: Einer der letzten drei Fragen ist aber welches Buch haben Sie zuletzt gelesen was sie unseren Hörerinnen und Hörern empfehlen würden auch zu lesen?

00:42:25: Ich kann nicht sagen dass ich's zuletzt gelesen habe Aber es war eines der Letzten Bücher die da lesen hab'.

00:42:31: ich halte hier mal hoch Das heißt eingefroren am Nordpol.

00:42:36: Der Autor ist, ehrlich gesagt auch kein Household-Name.

00:42:39: Genauso wenig wie Altana Markus Rex.

00:42:42: Er war Expeditionsleiter auf der Polarstern, also dem Deutschen Forschungsschiff in den Jahren zwei Tausend neunzehntundzwanzig und es ist wirklich ein tolles Buch.

00:42:51: ich kann das wirklich empfehlen.

00:42:52: Es ist so fesselnd wie ein Abenteuer Roman dass Schiffer wirklich in den Eisschollen über Monate festgesetzt und ist sozusagen durch die Arktis gedriftet mit der Eisdrift.

00:43:03: Es ist faszinierend, was so die Natur Einblicke in dieser sehr harten Region angeht.

00:43:12: Es ist Faszinieren wie dort Wissenschaft betrieben wurde Auch zu welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

00:43:17: das kam auch natürlich ein Stück weit bedrückend welche Folgen beispielsweise der Klimawandel in diesem Ökosystem hat.

00:43:24: Also in der Summe ein sehr lesenswertes Buch hat mich behörd.

00:43:27: Ja, wenn wir jetzt beim Bingo wären hätten sie jetzt Bingo gehabt.

00:43:31: Weil das Buch wurde auch schon mal vorgeschlagen zum ersten Mal im Podcast über unserem Buchklub, dass ein Buch zum zweiten Mal vorgeschlangen wird und zwar hat Frau Angelik Renkoff-Mücke vom Familienunternehmen Barema das gleiche Buch vorgeschafft.

00:43:44: Vielleicht sollten Sie beide mal sprechen auf jeden Fall den gleichen Geschmack und ich habe das Buch danach auch gelesen.

00:43:49: es ist wirklich empfehlenswert.

00:43:50: Dann komme ich zur nächsten Frage und zwar was würden Sie gerne lernen?

00:43:55: Also ich kann natürlich auch hier wieder erstmal sagen, dass Toller an meinem Beruf ist.

00:43:59: Dass ich jeden Tag erst mal lahm darf und lahmen kann.

00:44:02: Und das man einfach nie damit aussennt.

00:44:04: Dass es immer wieder Überraschungen gibt.

00:44:06: Und dass wir natürlich versuchen sozusagen... Das ist Teil unserer Natur die Überraschnung zu vermeiden indem man Strategien entwickelt und exekutiert und so gut es geht umsetzt.

00:44:15: aber natürlich sind die Übermaschungen Teil des täglichen Geschäftes ja?

00:44:19: Wir lernen dadurch nie aus.

00:44:21: was Ich persönlich muss ich sagen über die Jahre Immer mehr ins Zentrum des Handelsgesetzes sind natürlich die Beziehung zu Menschen.

00:44:28: Das ist in so einem beruflichen Weg von den Inhalten, von Zahlen, Daten und Fakten... Die Richtung, die das einfach genommen hat.

00:44:36: heute ist die Hauptarbeit, die ich tue mit Menschen zu sprechen, mit Menschen zugestalten.

00:44:42: Und die wichtigsten Entscheidungen, die Ich treffe, sind am Ende Personalentscheidungen.

00:44:46: Und sagen wir mal so noch besser um die Menschen zu verstehen ist sicherlich ja auch etwas, was mich ein Stück weit antreibt.

00:44:55: Sie dürften jetzt aber auch etwas sagen, dass gar nichts mit ihrem Beruf zu tun hat also Häkeln?

00:45:00: Auch eine gute Frage!

00:45:01: Wenn ich, sagen wir mal so auf meine Hobbys gucke... Ich bin ja ein begeisterter Koch.

00:45:06: Also da habe ich noch ne Menge zu lernen und ich sage ihnen ganz ehrlich für die Zeit, die irgendwann mal kommt nach dem Beruf Da will ich da besser werden.

00:45:15: Ich muss mir keinen Stern erkochen Aber ich will zumindest mal Meine Frau und meine Gäste vielleicht noch besser sozusagen verwirren, als ich es heute kann.

00:45:23: Also zu sagen von der Chemieküche in die private Küche irgendwann zurückzugehen ist eine interessante Perspektive auch wenn das noch in der Zukunft

00:45:31: liegt.

00:45:31: Schönes Ziel hier!

00:45:32: Das leitet uns zur Abschlussfrage.

00:45:35: welches Kapitel Familienunternehmensgeschichte möchten Sie einmal geschrieben haben?

00:45:39: Ich hatte ja eben gesagt dass ich das Privileg habe schon viele Kapitel mitgeschrieben zu haben in den achtundzwanzig Jahren und eben dieses gemeinsame Streben nach nachhaltigem Erfolg dem Ganzen so ein bisschen auch zugrunde liegt.

00:45:53: Und wenn ich eins herausgreife, was noch ein Stück weit vor uns liegt ist es wieder dieser Begriff der Nachhaltigkeit.

00:46:00: das ist wirklich eine Herzabanliegen von mir also dass Unternehmen wirklich so konsequent auf Nachhaltigkeiten auszurichten, dass sowohl der Weg unseren Fußabbruch zu verringern ja ohneumkehrbar ist aber gleichzeitig eben auch dieses Wachstumsmoment uns noch stärker antreibt.

00:46:18: Und das Kapitel muss ich persönlich sagen, nimmt schon zentralen Raum ein.

00:46:22: Es trägt mich auch an, dass mit unseren Teams und den Menschen hier weiteranzugehen.

00:46:27: Super!

00:46:27: Vielen Dank Herr Barbillas für das Gespräch und schöne Grüße nach Wese.

00:46:32: Vielen Dank.

00:46:33: Schöne Grüße, wo immer Sie heute sitzen.

00:46:35: In Berlin.

00:46:36: Wunderbar

00:46:43: Alles Neu – der Interview-Podcast aus dem Maschinenraum.

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