Jakob Schöffel von Schöffel: Wieso er so jung zum Chef wurde und wie er nun mit dem Druck umgeht
Shownotes
Jakob Schöffel war gerade einmal 26, als er letztes Jahr die Nachfolge seines Vaters antrat. Nun führt er in der achten Generation das Familienunternehmen. Schöffel ist einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Ski- und Outdoorkleidung, sitzt in Schwabmünchen bei Augsburg und beschäftigt knapp 280 Menschen.
Die Entscheidung, ob er so früh an der Spitze stehen will, hat Jakob Schöffel sich nicht leicht gemacht. „Es war ein Prozess“, erzählt er im Podcast. „Meine große Sorge war, dass ich meine Freiheiten aufgebe und vielleicht gar nicht mehr so leicht rauskomme, falls es mir nicht gefällt.“ Am Ende habe er sich dafür entschieden, weil er überzeugt sei, in keinem anderen Job so viel gestalten zu können. Für ihn sei es aber nach wie vor eine mögliche Diskussion, dass er vielleicht nicht der Richtige sei. „In Familienunternehmen muss es eine Option sein, zu sagen: Der Familienunternehmer ist vielleicht nicht das richtige Management“, sagt Jakob Schöffel.
Das Unternehmen steckt gerade in einer tiefgreifenden Transformation. Immer weniger Schnee in den Alpen sorgt dafür, dass der Markt für Skibekleidung kleiner und exklusiver wird. Schöffel ist deswegen in neue Geschäftsfelder eingestiegen und stellt zum Beispiel auch Funktionshosen für die Polizei und Combat-Shirts für die Bundeswehr her. Jakob Schöffel erzählt, er habe lange darüber nachgedacht, diesen militärischen Bereich weiter auszubauen. „Ich habe eine Reise durchlaufen müssen, um zu dem Punkt zu kommen, dass Wehrfähigkeit ein notwendiges Muss ist“, sagt er.
Der Unternehmer spricht auch offen über den Druck, der mit seiner Rolle verbunden ist. „Keiner kann dich auf diesen Job vorbereiten“, sagt er. „Dieses Gefühl, auf einmal in der Gesamtverantwortung zu stehen, kannst du in keinem Buch lesen. Die Leute können dir davon erzählen, aber es selbst am eigenen Körper zu erfahren, ist eine völlig andere Geschichte“ erzählt Jakob Schöffel im Podcast „Alles neu..? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers und Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Jakob Schöffel: Das Ministerium für die Zukunft von Kim Stanley Robinson
Alle weiteren Buchempfehlungen unserer Podcast-Gäste findest du in unserem digitalen Bücherregal auf Goodreads: Maschinenraum Buchclub
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+++ Fragen oder Anregungen zum Podcast? Dann schreib eine Mail an allesneu@maschinenraum.io +++ +++ Mehr zum Maschinenraum auf unserer Website und auf LinkedIn +++ Moderation: Tobias Rappers, Katja Michel | Redaktion: Rebecca Marquardt, Bianka Salazar +++
Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu alles neu aus dem Maschinenraum, dem Interview-Podcast für den deutschen Mittelstand.
00:00:21: Mein Name ist Katja Michel und ich bin Redakteurin beim Wirtschaftsmagazin Kapital
00:00:25: Und ich bin Tobias Rappers Geschäftsführer des Maschineraums.
00:00:29: Heute sprechen wir mit Jakob Schöffel.
00:00:31: Auf dieses Gespräch habe ich mich schon sehr lange gefreut Denn Jakob Erst oder schon, siebenzwanzig Jahre alt und ist seit einem Jahr CEO des Familienunternehmens.
00:00:42: Dass man bisher vor allem aus der Outdoor-Branche kennt.
00:00:45: Er führt das Unternehmen in der achten Generation ein Unternehmen, dass über zweihundertzwanziger Jahre alt ist.
00:00:51: Ich habe mich gefragt was passiert wenn jemand in diesen jungen Jahren eine solche Verantwortung übernimmt?
00:00:57: Wie will er das Unternehmen weiterentwickeln Und was macht diese Verantwortung mit ihm?
00:01:01: Das wollen wir heute herausfinden.
00:01:03: Wenn euch das Gespräch gefällt und auch unser Podcast, dann gibt uns gerne fünf Sterne auf den bekannten Podcast-Portalen.
00:01:10: Und ihr könnt uns jederzeit auch ein E-Mail schicken an allesneuadmaschinenraum.io mit euren Vorschlägen wen wir als nächstes Mal einladen sollen!
00:01:19: Jetzt aber los in das Gesprächen mit Jakob und davor wie immer das was bisher geschah.
00:01:25: von Katja
00:01:42: In den sechziger Jahren trifft Hubert Schöffel dann eine wegweisende Entscheidung.
00:01:47: Er steigt ins Business mit Sportartikeln ein, fertigt zum Beispiel Regenhosen und Fließpullover.
00:01:53: Heute ist Schöffl einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Ski- und Outdoorkleidung.
00:01:58: In der Pandemie, als die Menschen während der Lockdowns ins Freie Strebten erlebte die Branche einen echten Boom.
00:02:04: Doch die goldenen Zeiten sind vorerst vorbei.
00:02:07: Unternehmen wie Schöffel müssen sich auch wegen des Klimawandels neu aufstellen – immer weniger Schnee in den Alpen sorgt dafür dass der Markt für Schiebekleidung kleiner und exklusiver wird!
00:02:18: Schöffel ist deswegen in neue Geschäftsfelder eingestiegen und stellt nun zum Beispiel auch Combat Shirts für die Bundeswehr, und Funktionshosen für die Polizei her.
00:02:27: Knapp zwei Hundert Achtzig Menschen arbeiten heute für das Familienunternehmen – der Umsatz lag zuletzt bei knapp hundert Millionen Euro!
00:02:34: Seit Anfang letzten Jahres führt Jakob Schöffel das Unternehmen.
00:02:38: Als er die Nachfolge seines Vaters antrat war er gerade einmal sechsundzwanzig.
00:02:42: Über den Generationswechsel und über die Zukunft.
00:02:45: Darüber sprechen wir mit Jakob Schöffel jetzt im Podcast Alles Neu aus dem Maschinenraum.
00:02:52: Lieber Jakob, herzlich willkommen bei unserem Podcast!
00:02:54: Vielen Dank schön hier zu sein.
00:02:56: Jakob wir haben uns sehr gefreut dich heute kennenzulernen und haben uns gefragt wen du an unserer Espressobar treffen könntest.
00:03:03: unsere Gäste die treffen immer bekannte Personen an der Espressover Und wir haben diesmal gedacht Wir trainen das ein bisschen um und fragen Dich direkt welche Person würdest Du mal gerne treffen?
00:03:13: Das ist jetzt aber fies.
00:03:15: Darauf habe ich mich nicht vorbereitet!
00:03:18: Wen würde ich gerne mal treffen?
00:03:21: Gute Schlage, es gibt so viele spannende Menschen...
00:03:25: Deine Chance, eine Espresso mit.
00:03:27: Es ist eher die Qual der Wahl gerade.
00:03:33: Ich würd sagen Winzing Company Vincent Copani finde ich gerade eine sehr, sehr spannende Person.
00:03:37: Warum?
00:03:38: Einerseits weil ich – muss ich mich jetzt outen – FC Bayern München-Fan bin andererseits weil auch ich finde dass er es wahnsinnig gut balanciert bekommt zwischen Ruhe und Coolness gleichzeitig aber auch eine Ambition und Leistung.
00:03:53: Ich glaube mit dem könnte ich mich ganz gut unterhalten
00:03:55: den aktuellen Trainer und sehr erfolgreichen Trainer vom FC Bayern München.
00:03:59: Ich bin Dorpund-Fan, aber ich muss sagen... Chapeau!
00:04:03: ...was Bayern da in dieser Saison macht und auch Chapeaux was Vincent Kompany macht.
00:04:07: Ich habe letztens einen Link im Video gesehen aus älterer Zeit wie er in der Kabine die Ansprache macht mit den Teams.
00:04:14: Das ist wirklich sehr inspirierend.
00:04:17: Was würdest du ihn fragen wollen?
00:04:20: Wie er es hinbekommt, genau diese Balance zu treffen und den Druck.
00:04:25: Ich meine ich glaube es gibt wenig Personen in Deutschland die unter so viel Druck stehen wie der Trainer des FC Bayern München.
00:04:31: wir das mit soviel Lockerheit und Gelassenheit auch in so jungen Jahren gut hinbekommen da könnte ich einiges von ihm lernen.
00:04:38: Da sind wir ja direkt bei einem der ganz großen Themen die für dich wahrscheinlich wichtig sind und die wir auch ganz spannend finden das Thema Druck.
00:04:47: Wie groß ist das für dich?
00:04:50: Was spielt es für eine Rolle in deinem Arbeitsalltag?
00:04:53: Ich glaube, es ist nicht realistisch zu sagen dass es gar keine Rolle spielt.
00:04:57: Das kommt mit so einem Job, glaube ich ganz natürlich einher.
00:05:02: Dass dort ein gewisser Druck eine Rolle spielt.
00:05:06: aber ich versuche es nicht allzu groß werden zu lassen.
00:05:08: also einerseits versuche klar definierte Zeiten zu finden, wo ich mich auch mal völlig vom Druck los eise.
00:05:15: Das heißt jetzt wenn ich draußen in der Natur beim Laufen bin, beim Wandern wo auch immer.
00:05:20: Zum anderen glaube ich aber auch dass man sich zuseher von so einem Druckvereinnahmen lässt das man nicht mehr ganz frei in seinen Entscheidungen ist und da ab und zu mal zu relativieren und all die wichtigen Themen mit einer gewissen Gelassenheit zu sehen und sich auch mal zu fragen was es eigentlich der worst case hilft mir dabei, es im Zaun zu halten.
00:05:42: Aber natürlich spielt das in der Rolle kein Frage.
00:05:45: Du wolltest eigentlich erst mit dreißig in das Unternehmen richtig einsteigen?
00:05:49: Den Vater hat dich dann etwas früher reingeholt aus meiner freien Entscheidung von dir.
00:05:54: Hat das den Druck für dich erhöht?
00:05:56: oder wie kam das bei dir an?
00:05:59: Kurzfristig sicherlich weil auf einmal eine kurzfristige Entscheidung anstand Wobei die Tragweite der Entscheidung eigentlich immer die gleiche war.
00:06:08: Deswegen, der Zeitpunkt hat den Druck per se nur verschoben aber nicht wirklich erhöht.
00:06:16: Wie war das damals?
00:06:19: Darüber könnten wir ewig sprechen!
00:06:22: Ich habe mich erst mal gefreut, dass er sich bei mir gemeldet hat.
00:06:26: gleichzeitig dachte ich mir schon auch okay ursprünglich hatte ich noch einen anderen Plan Und das Gute ist, dass auch da ich wieder versucht habe den Druck rauszunehmen indem ich gesagt habe, ich brauche Zeit um mich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen.
00:06:44: Das hat dann auch wieder einige Dinge relativ jetzt neue Perspektiven gegeben und wie gesagt wenn ihr möchtet wir können darüber sehr gerne ausführlich sprechen weil es war ein Prozess!
00:06:55: Es war nicht so dass es auf einmal hopp oder top und zwar morgen war, sondern ich habe mir Zeit genommen und das war eine ganz spannende Phase in meinem Leben.
00:07:07: Ja lass uns da total gerne drüber sprechen und das Vertiefen.
00:07:09: vielleicht erzählst du uns erstmal wie es überhaupt dazu kam dass dein Vater dich doch so sehr früh gefragt hat ob du das machen möchtest?
00:07:16: In welcher Situation war er und in welcher situation war das Unternehmen?
00:07:20: Er war in der Situation als er Anfang sechzig war ist
00:07:24: Und in der viele Jahre, aber noch viele Jahre einfach weitermachen.
00:07:27: Also das ist ja auch aus seiner Perspektive ... Er war ja sehr jung zu dem Zeitpunkt oder das heißt sehr jung, er war schon ziemlich jung zum Zeitpunkt für jemanden, der übergibt.
00:07:34: Im Vergleich glaube ich schon, doch auf der anderen Seite spielt oder kommt dann die Phase in der sich das Unternehmen befindet im Spiel, die dann zu einer Gesamtgemengelage geführt hat, die ihn glaube ich dazu bewegt hat mich früher zu fragen Wir sind gerade in einer tiefgreifenden Transformation.
00:07:54: Wir diversifizieren das Unternehmen, stellen es auf mehrere breite Säulen und das hat einiges an strukturellen Themen die das Ganze auslöst.
00:08:03: Und das war glaube ich dann auch Motivation für ihn zu sagen hey entweder ich baue jetzt Strukturen die Jakob dann übernimmt oder Jakob kommt früher und baut sich selber seine eigenen Strukturnen.
00:08:22: Ein Grund dafür, warum wir die Timeline ein bisschen vorgezogen haben und andererseits aber auch einen Grund einer von vielen für mich Jahr zu sagen.
00:08:30: Und was genau meinst du damit?
00:08:32: Sind das die beiden neuen Geschäftsbereiche um dies gerade auch in der Anmoderation schon ging?
00:08:36: oder was meinst Du mit Transformationen?
00:08:38: Genau also diese zwei neuen Geschäftspereiche das unabhängig machen von unserem Kerngeschäft und die Skalierung dieser zwei wirklich noch jungen Pflanzen.
00:08:49: Das verändert so ein Unternehmen ganz grundlegend.
00:08:53: Und da hat er eine Chance.
00:08:55: Du hast gerade gesagt, als du gefragt wurdest, wurde dir ein bisschen Bedenkzeit eingeräumt und du hast dir die Zeit auch genommen?
00:09:02: Wie viel Zeit hattest du und was hast du gemacht in der Zeit?
00:09:05: Ich habe mir drei Monate Zeit genommen.
00:09:09: Ich hab mir selber auch die Deadline gesetzt.
00:09:11: Das war im Herbst, dass ich zum Jahreswechsel zwischen den Jahren meine Entscheidung dann fix treffen möchte.
00:09:23: Und in diesen drei Monaten habe ich mir viel Zeit genommen, mich mit der Frage auseinanderzusetzen, hab's aber auch versucht zu professionalisieren, hab' versucht, externe Perspektiven mit einzubringen einerseits in Form von dem Coach andererseits aber auch in Form vom Austausch mit ganz vielen Bekannten aus meinem Kreis die entweder ähnlichen Situation sind oder die mich gut kennen, weil da ging es ganz viel um Motivation.
00:09:53: Warum möchte ich's machen?
00:09:53: Warum möchte nicht
00:09:54: machen?".
00:09:55: Und das war eine tiefgehende Reise!
00:10:00: Kannst du uns ein bisschen erzählen was sprach für dich dafür und was spracht dagegen?
00:10:04: Am Ende war glaube ich der Knackpunkt, dass das Argument das für mich am stärksten dagegen gesprochen hat Das stärkste Argument dafür geworden ist, dass ich ja sage.
00:10:15: Okay
00:10:15: jetzt sind wir gespannt.
00:10:18: Ich hatte große Sorge davor Dass sich wenn ich mit sechs und zwanzig ins Unternehmen komme Ins Familienunternehmen kommen Nach Schwab München geht.
00:10:28: es ist auch nicht die allergrößte Stadt.
00:10:31: Zuvor habe ich im Ausland gelebt bin viel rumgekommen hat das auch genossen.
00:10:37: Deswegen war meine große sorge dass ich meine Freiheiten aufgehebe dass ich mich verpflichte und vielleicht auch gar nicht mehr so leicht rauskomme, falls es mir nicht gefällt.
00:10:49: Und in diesen drei Monaten habe ich für mich einerseits gelernt okay?
00:10:53: Es ist nicht so das wenn's mir nicht gefallen oder ich merke, dass sich vielleicht auch nicht der Richtige für den Job bin weil Kompetenzen nicht passend kein guter Fit ist, weil ich unglücklich bin was zum Glück so nicht eingetreten ist.
00:11:05: aber wenn das passiert wäre hätte ich immer noch die Möglichkeit gehabt mich wieder zu verabschieden Und das so einmal zu begreifen, das war für mich nicht von Anfang an gegeben.
00:11:17: Sondern da musste ich erst drauf kommen dass es ja am Ende keine absolut finale Entscheidung sein muss.
00:11:24: und zum anderen ist Freiheit für mich auch die Freiheit zu gestalten und Ich werde in keinem Job so viel gestalten können wie hier.
00:11:35: Das heißt, dieser Verlust Freiheit aufzugeben ist eigentlich eher zu dem Ergebnis gekommen in diesen wirklich drei Monaten.
00:11:42: Die ich dafür gebraucht habe.
00:11:43: es ist überhaupt nicht so sondern ich gewinne vielleicht sogar eher Freiheit.
00:11:46: und fühlt sich das jetzt wirklich auch so an?
00:11:48: Es ist ja mal eine Sache man überlegt sich das vorher theoretisch oder er arbeitet das auch und man sitzt dann wirklich oder man isst dann wirklich in dieser Position.
00:11:56: also wie frei oder unfrei?
00:11:57: fühlt sie sich das jeden Tag so anfühltig?
00:12:01: Der Zeithorizon ist ganz entscheidend Weil ich glaube so ein Day-to-Day, da bin ich weniger frei als je zuvor.
00:12:10: Also ich habe weniger selbstbestimmte Zeit weil der Kalender einfach sehr viel vorgibt.
00:12:17: Aber im Großen und Ganzen und vielleicht auf Jahre nicht auf einzelne Tage gedacht merke ich schon.
00:12:24: okay Ich kann hier richtig viel gestalten und richtig viel verändern Und oft ist es ja so dass wenn man sich gedanklich mit so was auseinandersetzt, dass es alles Sinn ergibt.
00:12:37: Dass es dann, wenn man mal im Detail unterwegs ist vielleicht nicht mehr so ist aber wenn man sich dann wieder Zeit nimmt zu reflektieren und ich versuche das regelmäßig zu machen, man dann schon merkt okay im Großen und Ganzen geht der Plan schon auf.
00:12:50: In der Zeit gab es etwas was dich sehr überrascht hat über dich selbst?
00:12:56: Ja vieles!
00:12:58: Ich glaube am meisten habe mich überrasacht Wie schnell man anfängt, sich mit neuen Gegebenheiten abzufinden oder nicht abzufindenden anzupassen und wie schnell man sich in neue Situationen einfindet.
00:13:15: Ich glaube das ist was wo ich mir am Anfang anders ausgemalt habe.
00:13:22: aber am Ende das hat ein Bekannter von mir sehr gut zusammengefasst meinte er egal welches Studium du machst egal welche Berufserfahrung du hast keiner würde dich auf diesen Job vorbereiten können Weil dieses Gefühl auf einmal in der Gesamtverantwortung zu stehen, das ist eins, dass du in keinem Buch lesen kannst.
00:13:43: Dass dir Leute vielleicht erzählen kann aber selbst am eigenen Körper zu erfahren ist eine völlig andere Geschichte und diese ... Das habe ich auch für mich so im echten Leben dann realisiert.
00:13:58: Aber ich hab auch gemerkt okay Ich bin überraschend anpassungsfähig Und finde mich damit ganz gut zurecht.
00:14:06: Ich war gestern bei einem Gespräch dabei mit Reinhold Messner, ich weiß nicht ob ihr euch kennt.
00:14:14: Leider nicht
00:14:15: in ähnlichen Bergen unterwegs.
00:14:17: Ähnliche Branchen.
00:14:20: Aber der Einsatz gesagt, der ist mir hängen geblieben und zwar hat er gesagt können
00:14:27: is
00:14:28: das Maß des Dürfens also können es das Maß.
00:14:33: Warum warst du dir sicher, dass du das kannst diese Rolle anzunehmen?
00:14:38: Ich war mir nicht sicher.
00:14:39: Vielleicht hätte ich da nicht gedürft.
00:14:43: Ich war mich nicht sicher und für mich ist es auch nah wie vor eine mögliche Diskussion, dass ich nach wie vor nicht der Richtige bin.
00:14:53: also ich glaube als Familienunternehmen muss es eine Option sein zu sagen okay auch der Familienunternehmer ist vielleicht nicht das richtige Management, je nach Situation.
00:15:08: Weil am Ende ist es zumindest meine Überzeugung dass das Unternehmen vor den Menschen kommen muss.
00:15:14: also von mir als Unternehmer und wenn ich zurückstecken muss weil ich für mich zur Erkenntnis komme.
00:15:20: Ich kann's nicht dann werde ich daraus meine Konsequenzen ziehen müssen.
00:15:26: Auf der anderen Seite wie gesagt keiner kann jemand auf diesen Job vorbereiten.
00:15:31: Ich glaube, man muss es einfach ausprobieren.
00:15:33: Man muss irgendwann mal springen und gucken, ob das funktioniert oder nicht.
00:15:37: Und ich bin ganz froh bis hierhin, dass es noch ganz gut klappt!
00:15:41: Wie geht's dir damit?
00:15:43: Es ist eine große Aufgabe.
00:15:44: Du hast ja am Anfang schon von Druck gesprochen.
00:15:46: Also wie gehts dir in der Rolle jetzt?
00:15:49: Das ist facettenreich, wie man sich vielleicht vorstellen kann.
00:15:53: Jeder Tag ist anders.
00:15:56: Aber als Bottomline würde ich für mich zu dem Ergebnis kommen, ich habe es noch keinen Tag bereut.
00:16:02: Ich habe unfassbar viel gelernt in den letzten zwei Jahren, aber auch noch mal beschleunigt jetzt in den Letzten etwas über einem Jahr.
00:16:10: In dem ich dann noch die Gesamtverantwortung übernommen hab.
00:16:13: und ja man lernt mit dieser Situation umzugehen.
00:16:20: Ja, ich habe es noch keinen Tag bereut.
00:16:22: Also in einem geht's mir gut damit.
00:16:24: Es gibt bestimmt sehr viele Herausforderungen aber eine der Herausforderungen stelle ich mir vor dass du jetzt ja Menschen fühlst die teilweise Jahrzehnte älter sind als du die auch viel mehr Erfahrung haben.
00:16:34: wie machst du das und wie funktioniert ist für dich?
00:16:37: Stimmt so viel fahre ich mal vorab.
00:16:39: Ich fühle Menschen die deutlich mehr Erfahrung hat als ich Und Das bedeutet für mich anders als vielleicht viele andere Leute in meiner Position an die Sache rangehen.
00:16:54: Weil ich bin mir durchaus bewusst, dass ich im Vergleich zu meinem Team weniger Erfahrung habe.
00:16:58: Aber genau darin liegt eine Chance weil zum einen kann ich Fragen stellen und über Fragen zu führen ist glaube ich auch eine sehr moderne Art zu führen, die mir auch ganz gut liegt.
00:17:14: Und zum anderen ist es aber auch die Chance Erfahrung zu hinterfragen weil die Welt wird immer schnell leben.
00:17:21: Ich glaube, das spürt jeder von uns und Dinge verändern sich schneller denn je.
00:17:28: Und vielleicht ist – das haben wir schon immer so gemacht – die schlechteste Antwort auf die eine oder andere Frage?
00:17:36: So ergibt es sich eigentlich eine Balance aus.
00:17:39: Ich stelle Fragen, lerne dazu.
00:17:42: Wir kommen kollaborativ auch zu Ergebnissen in Diskussionen Und ich stelle vielleicht auch manchmal dumme Fragen, die am Ende gar nicht so doof sind und die den Status quo dann auch verändern.
00:17:52: Das ist eine ganz spannende Dynamik!
00:17:55: Ich habe das große Glück, dass mein Team mich da sehr positiv aufgenommen hat und das schon als Chance für das Unternehmen begriffen hat.
00:18:05: Es ist eine junge Generation in der Konstellation, in der jemanden in der Gesamtverantwortung steht, der jünger ist als der Durchschnitt.
00:18:15: dass das auch eine große Chance für uns als Team und für unser Unternehmen sein kann.
00:18:19: Wie präsent ist dein Vater noch?
00:18:21: Nicht aktiv im Unternehmen, aber in deinen Entscheidungen gibt er Rat oder gefragt – wie ist das?
00:18:28: Gefragt!
00:18:29: Wir haben uns einige Regeln überlegt, wie wir diesen Übergang sehr klar nicht nur für uns sondern auch fürs gesamte Team hinbekommen weil ich habe das schon auch als Gefahr gesehen zwar den Übergang auf ein Papiereinleiten, das aber nicht wirklich ganz konsequent auch im echten Leben leben.
00:18:51: Dass sich das so ja bisschen verschleicht und dann keine Kladeführung oder Kladeorientierung unternehmen da ist.
00:19:00: Das heißt wir haben uns ein paar Regeln gesetzt.
00:19:03: zum einen strechen wir alle zwei Wochen Als
00:19:08: Fester Joe Fix.
00:19:09: Als Festa
00:19:10: Joe Fix, genau neben dem Management Reporting das er regelmäßig bekommt, der ist in eine Art Chairman Rolle eigentlich übergegangen.
00:19:18: Das heißt ich reporte in gewisser Weise auch an ihn und eher challenged aus Sicht des Kapitalgebers so dass wir da einmal ne saubere Rollenaufteilung haben Und zum anderen hat er aber auch seinen Footprint ... im Unternehmen massiv reduziert.
00:19:38: Also er kommt ganz selten nur noch ins Büro, gleichzeitig weiß ich aber auch... Ich kann ihn jederzeit anrufen und um Rat bitten und das passiert auch relativ.
00:19:49: Auch außerhalb unserer zwei-wöchigen schon fix ist.
00:19:52: Und so haben wir uns da gut gefunden!
00:19:55: Wenn du abends eine Frage hast zum Thema wo du nicht weiter kommst,... ...ist der dann die erste Person die du anrufst oder hast du auch andere Personen mittlerweile?
00:20:05: häufiger um ihre Meinung, Ratschläge, Erfahrungen fragst.
00:20:09: Ich hab das Glück dass ich da einige Personen habe aber er ist schon immer einer der ersten die ich ernufe weil ich bin mir natürlich auch bewusst er hat einen unfassbaren Erfahrungsschatz und denen nicht zu nutzen das wäre tödigt.
00:20:22: Dann lass uns gerne nochmal aufs Unternehmen gucken würde ich sagen Genau, wir haben ja schon angesprochen die beiden neuen Geschäftsbereiche.
00:20:29: Vielleicht kannst du uns trotzdem da nochmal ein bisschen Einblick gegeben... Also wie ist die Marktlage?
00:20:34: Wann seid ihr in diese neuen Bereiche eingestiegen und warum genau?
00:20:38: Ich würde vielleicht mal vorne anfangen chronologisch.
00:20:45: Schöffel als Unternehmerin und Marke ist in erster Linie bekannt aus dem Autor- und Schiedereich Und das ist das wo wir herkommen.
00:20:53: Katja Loas das vorhin, im was bisher geschehen Teil ganz gut beschrieben.
00:20:58: Und parallel dazu haben wir aber vor circa zwanzig Jahren angefangen punktuell beispielsweise Ausstattung für Landespolizeien zu machen.
00:21:08: Wenn sich das ergeben hat dann war es Umsatz den wir gerne mitgenommen haben.
00:21:15: und kurz bevor Covid dann wirklich angefangen hat unser aller Leben zu verändern, haben wir uns mit der Frage beschäftigt wie wir uns auf mehrere Breitebeine stellen können.
00:21:28: Wie wir diversifizieren können und auch über diese Diversifikation am Ende des Tages wachsen können?
00:21:33: Und da gab es für uns zwei mögliche Wege.
00:21:36: Der eine wäre gewesen zu sagen Wir haben unsere Kompetenz im Autor- und Skibereich und rund um diese Kompetenz bauen wir weitere Märkte auf beispielsweise indem Rucksäcke, Schulhelme was auch immer machen.
00:21:54: Der andere Weg und das ist der für den wir uns entschieden haben ist zu sagen okay unsere Kernkompetenz ist Textiles Bekleidung und Wir machen uns unabhängig von diesem Sport- und Automarkt indem wir basierend auf dieser Kernkompatenzbekleidungen neue anliegende Märkte angelaufen.
00:22:15: Und da hatten wir einerseits In-Haus, Beispiel der Ausstattung der Polizei.
00:22:23: Was für uns Sinn ergeben hat das so weiter zu forcieren und zu professionalisieren und großzumachen?
00:22:30: Und zum anderen haben wir für uns das Thema Workware und Corporal Bear identifiziert also von der Baustelle bis ins Büro Unternehmen auszustatten.
00:22:43: Wir haben uns dann dazu entschieden eigene organisationelle Strukturen zu bauen, weil wir auch gemerkt haben in den Jahren zuvor so wie es mit den Polizeiausstattungen gelaufen ist.
00:22:55: das nebenher laufen zu lassen funktioniert zwar aber nur bis zu einem gewissen Grad und wenn man wirklich groß erfolgreich und relevant in diesen Bereichen werden will dann kommt man da nicht hin wenn quasi diese Geschäftsmodelle eher eine Art Wurmfortsatz, dass eigentlich ein Kerngeschäft sind.
00:23:18: Und entsprechend haben wir uns dazu entschieden, eigene Strukturen aufzubauen und haben auch Investitionen in den beiden Bereichen getrieben und sind da heute deutlich weiter.
00:23:28: Mittlerweile kommen wir es willkommen von ca.
00:23:30: ninety Prozent Umsatz aus dem Sportbereich und mittlerweile sind das etwa zwei Drittel weil die anderen beiden Bereiche da wirklich an Relevanz gewonnen haben.
00:23:42: Das ist schön zu sehen weil diese Diversifikationsstrategie einerseits aufgeht und andererseits glaube ich, das spürt man in so konjunkturellen Phasen wie wir es aktuell haben.
00:23:54: Das unabhängig machen von einem Markt am Ende die richtige Entscheidung war zu sagen Wir bleiben nicht im Sport sondern bleiben bei Bekleidung und gehen andere Märkte an war glaube ich unter dem Aspekt Risiko Die bessere Entscheidung.
00:24:14: Wie unabhängig sind diese drei Bereiche?
00:24:16: Also wo habt ihr gemeinsame Synergien, wo sind die komplett eigenständig?
00:24:21: Wir haben mit einem sehr hohen Autonomie gerade angefangen weil wir eben schon angestitten gemerkt haben okay dieses Nebenherr das funktioniert nicht und man muss dem diesen kleinen Pflanzen den notwendigen Raum geben dass sie sich auch wirklich entfalten können.
00:24:38: als ich dann vor zwei Jahren angefangen habe bei Schaffel zu arbeiten, war meine Aufgabe gewisse Leistungen, gewisse Wertschöpfungsschritte zu integrieren und Synergien zu heben.
00:24:53: Wir machen das bei uns Unternehmen über so eine klassisch Corporate heißt es Shared Service Struktur und da haben wir angefangen mit den No-Brainern also Finance, HR IT das zu zentralisieren Und hier jetzt zu überlegen, was kann darüber hinaus sind ergeben.
00:25:14: Beispielsweise Beschaffung vielleicht dann im ein oder anderen Punkt auch Produktentwicklung ohne dabei aber die Individualisierung in der Kundenansprache zu verlieren und die Individualierung in der Produktlösung zu verliern.
00:25:26: das ist jetzt der Weg den wir nach vorne gehen.
00:25:29: Das ist eine sehr spannende Balance weil wir schon merken Wir können zwischen den Märkten einiges an Know-how transferieren.
00:25:39: Also eine Technologie, die mehr Bewegungsfreiheit im Sport erlaubt kann auch beispielsweise im Work- und Corporal-Bahre sehr hilfreich sein.
00:25:48: Wo das Thema Funktionalität immer wichtiger wird weil glaube ich mehr und mehr Unternehmen auch realisieren.
00:25:54: Bekleidung kann einerseits ein großes Thema im Employer Branding sein andererseits ist es aber auch – und das ist so ein bisschen unsere Mission – eine Produktkategorie, die als weniger wichtig wahrgenommen wird als sie eigentlich hier ist?
00:26:09: Und das realisieren mehr und mehr Unternehmen, und Funktionalität spielt eine große Rolle.
00:26:13: Das heißt dieser Know-how-Transfer, den wir aus vielen, vielen Jahren Funktionsbekleidungen aus dem Sport haben sammeln können aber auch beispielsweise aus dem Polizeibereich – dass jetzt in neuen Märkten anzuwenden und umgekehrt wieder das bestehende Know-How durch die neue Märkte anzureichern ist unfassbar wertvoll für uns.
00:26:32: Und war es eine bewusste Entscheidung unter der gleichen Marke zu machen?
00:26:36: Ja!
00:26:37: Wir haben Subbrands, also Schöffel-Sport ist so das wo wir herkommen.
00:26:42: In Schööffeltech alles was Behördengeschäft angeht und Schöeffelproh alles was Work on Corporateware angeht abdeckt.
00:26:51: Das heißt wir haben Sub Brands.
00:26:52: aber es unter der Marke Schööffl zu tun war eine bewusste Entscheidung weil die Marke eine positive Streitkraft hat, die wir auch für diese neuen Märkte nutzen wollen.
00:27:04: Wofür steht denn die Marke Schöffel?
00:27:05: Wer sind die typischen Schöffelkunden?
00:27:07: Kann man jetzt vielleicht am leichtesten für Sport sagen, also wer ist der typische Schöffelsportkunde.
00:27:12: Am leichtesten fürs Sport das wo wir herkommen.
00:27:18: Wir versuchen Menschen anzusprechen, die in einer gewissen Selbstbestimmtheit durchs Leben gehen Die eine Leidenschaft fürs draußen sein haben und die eine Wertschätzung für hochwertige Bekleidung haben.
00:27:31: Und dass möglichst mit dem eigenen Weg.
00:27:35: Wir stehen für Ich Bin Raus und ich bin raus bedeutet für uns auch so ein bisschen die Gegenbewegung zu höher schneller weiter, ganz viele Marken im Sportbereich sind sehr auf Leistungen optimiert und wir gehen da eher einen eigenen Weg in dem wir sagen es geht nicht nur um Leistung.
00:27:53: ja ich will auch mal spitzen ich will mich selber herausfordern und die sportliche Emission nicht ganz vergessen.
00:27:59: Aber meine eigentliche Motivation ist, dass ich es für mich selbst mache und nicht für Starva oder Instagram oder was auch immer.
00:28:07: Und dafür steht Schöpfel.
00:28:09: Bei gleichzeitig gibt es ja sehr große internationale Automaten wie The North Face, Patagonia.
00:28:15: also wo steht ihr im Vergleich zu denen?
00:28:17: Und wie könnt ihr mit den konkurrieren?
00:28:20: Im Vergleich meinst du positionierungsseitig,
00:28:23: größenseitig.
00:28:25: Positionierung seitig!
00:28:27: Also wie gesagt, wenn wir jetzt die klassische Positionierung basierend Preis-Qualität angucken, glaube ich gibt es hier und da Unterschiede.
00:28:38: Wir haben andere Produktlösungen, die auf unsere Use Cases eher optimiert sind.
00:28:44: Wir sind da glaube ich etwas granularer unterwegs was für uns ein Weg ist Kunden anzusprechen die vielleicht auch noch eine gewisse Expertise suchen.
00:28:58: Was meinst du denn mit Granularer?
00:29:01: Also statt beispielsweise Wandern als Use Case zu sehen und dafür Produkte zu entwickeln, differenzieren wir zum Beispiel zwischen klassischem Bergwandern, Tageswanderungen und Weitlandern und versuchen hier eine Expertise einzubringen was wir auch tun müssen weil in einem ganz klassischen undifferenzierten dreis Mengen Wettbewerbs eigentlich jetzt mal, hätten wir keine Chance.
00:29:29: Das war als Familienunternehmen das von der Größe her ein Zehntel des einen oder anderen Wett-Bewerbers ausmacht die ja dann teilweise auch noch durch große Konzerne im Hintergrund, durch große Holdingstrukturen im Hintergrond eine ganz andere finanzielle Power haben dass wir müssen für uns gewisse Expertisen definieren, gewisse Nischen definieren die wir besetzen Und das versuchen wir.
00:29:57: Was ist für euch oder für dich persönlich so am schwierigsten im aktuellen Markt?
00:30:01: Hoffentlich würdest du am liebsten irgendwie verzichten, wenn du sagst hey dieses Game kann man irgendwie umprogrammieren.
00:30:07: Wohin würde es uns umprogrammen wollen?
00:30:09: was mich leider in meiner langfristigen Vision ein bisschen brems und auch immer wieder schockiert die Wertschätzung für Betleidung ist nicht wirklich da und wir merken dass in einer konjunkturell angespannten Phase, dass dementsprechend auch die Zahlungsbereitschaft nicht wirklich da ist.
00:30:30: Und es hat einerseits natürlich Implikationen auf den Markt generell, der sich mehr und mehr in Richtung Preiseinstiegsbereiche entwickelt, andererseits aber auch massive Nachhaltigkeitskonsequenzen sowohl was die Entwicklung von Fast Fashion, die mir und mehr auch in diesem Markt eindrückt angeht als auch etwas wenn man den Markt generell beobachtet, beispielsweise Langlebigkeit von Produkten etc.
00:30:59: angeht.
00:31:01: und da sind wir wieder bei dem Punkt scheiß Mengen Wettbewerb
00:31:04: etc.,
00:31:04: wo wir nicht mitgehen können.
00:31:08: Das ist so.
00:31:09: das eine Argument Wir haben nicht die notwendige Größe.
00:31:12: Das andere Argument ist aber auch wie.
00:31:14: als Familienunternehmen haben gewisse Werte Die non-negotiable sind Und Hier müssen wir in einem Markt der eben konjunkturbedingt, zum teilkonjunkturbedingt sich mehr und mehr in ein billigsegment verschiebt müssen wir eine premium strategie aufrecht erhalten.
00:31:37: Und diesen premiumbereich verteidigen was glaube ich als einzelne marke ne Aufgabe für uns bedeutet aber auch drüber hinaus als branche eben dieseaufgabe die Wertschätzung für Bekleidung generell nach vorne zu treiben, die negativen Konsequenzen von Fast Fashion und Co darzustellen.
00:31:55: Und zu zeigen.
00:31:55: es gibt eine Alternative, die auf eine gewisse Zeit betrachtet vielleicht auch gar nicht unbedingt teurer ist.
00:32:03: Wenn ich mir drei Jacken in gleichen Zeitraum kaufen muss statt einer dann hat das auch Konsequentzen für den Geldbeutel.
00:32:10: Das ist eine Herausforderung, die wir als Branche haben.
00:32:14: wir auch versuchen anzugehen, wo ich mir aber natürlich wünschen würde über höhere Wertschätzung gegenüber dem Produkt.
00:32:22: Fluchtbarer im Boden, sag' ich mal zu haben – das wäre was, was sich auf jeden Fall gerne ändern
00:32:26: würden.".
00:32:26: Wie weit seid ihr denn auf den Weg in die Nachhaltigkeit?
00:32:30: Also welche Hausaufgaben müsst ihr als Unternehmen vielleicht auch noch machen?
00:32:33: und die Autorbranche stand ja schon lange in der Kritik wegen eben nicht besonders nachhaltiger Materialien?
00:32:40: Ich glaube man muss es auf verschiedenen Ebenen Betrachten, also Nachhaltigkeit in einen Top zu schmeißen ist gefährlich.
00:32:49: Ich betracht es in erster Linie auf drei Ebenen.
00:32:53: die eine ist die unternehmerische Nachhaltlichkeit.
00:32:55: das ist glaube ich im Kontext Familienunternehmen ganz spannender weil mein Ziel ist Unternehmen in die nächste Generation zu führen auch dass es eine gewisse Nachhaltigkeitsdie Entscheidungen beeinflusst.
00:33:07: Das zweite ist soziale Nachhaltigkeiten und das dritte ist die ökologische nachhaltigkeit.
00:33:13: am Ende des Tages schwarz und weiß trennen kann, aber ich glaube man muss alle Ebenen irgendwo beleuchten.
00:33:19: Was die soziale Nachhaltigkeit angeht haben wir den Vorteil dass wir seit sehr vielen Jahren da noch einen Stellenwert drauf legen eigentlich seitdem diese ganze Bewegung der Produktionsketten nach Asien stattgefunden hat.
00:33:34: Das hat glaube ich die gesamte Branche auch geprägt durch viele Familienunternehmen recht gut hinbekommen.
00:33:41: Wir arbeiten dort seit vielen Jahren mit der Fairware Foundation als NGO zusammen, die uns und der ganzen Branche überhilft dieses Thema soziale Nachhaltigkeit voranzuzahlen.
00:33:50: Und wo glaube ich wir einerseits schon in eine führenden Rolle sind?
00:33:57: Andererseits aber auch der Penium-Autorbereich im Gegensatz zu Fast Fashion eine Alternative zeigt.
00:34:04: Das ist der Punkt von gerade eben.
00:34:06: das würde ich mir wünschen dass diese Alternative mehr gesehen wird.
00:34:11: Das zweite ist die ökologische Nachhaltigkeit und hier sind Materialien ein ganz, ganz großer Teil neben Logistik, CO-Footprint am Standort, Chemikalien in der Produktion.
00:34:26: Der große Hebel sind Materialie insbesondere wenn wir uns den CO-footprint anschauen auch wenn das auch wieder ein isolierter Blick auf Nachhaltigkeits ist dass es einen Punkt der, glaube ich einerseits in einer gesellschaftlichen Diskussion ganz vorne ist und andererseits aber auch eine hohe Relevanz hat.
00:34:41: Und hier haben wir verschiedene Wege wie wir das Ganze angehen?
00:34:46: Wir haben ein klares Ziel!
00:34:47: Wir wollen bis zum Jahr im Vergleich zu Baselang-Zwischen-Halbieren, nicht durch Kompensationen die wir tun sondern durch harte Reduktionen.
00:35:01: Das ist ein anderer und aus meiner Sicht der einzige wichtige Ansatz Und das findet einerseits über Materialien selbst statt.
00:35:10: Also Pauliesta zum Beispiel hat einen geringeren footprint als Nylon und hier zu überlegen, welches Material kann man wofür einsetzen?
00:35:20: Zum anderen aber auch über das Thema Langlebigkeit wo wir beispielsweise über eine fünf Jahresgarantie versuchen die Langelebigkeit unserer Produkte hochzuhalten was in der Lifecycle Betrachtung hilft.
00:35:34: Und das Dritte ist für uns Zirkularität und Recyclingfähigkeit, wo wir mehr und mehr Anteil unserer Kollektion wirklich auf hundert Prozent recycelnfähig umstellen.
00:35:46: Was auch hier wieder im CO-Footprint in einer komplett Lifecycle Betrachtung hilft.
00:35:51: Und wie weit seid ihr?
00:35:52: Ich habe mir jetzt die Zahlen nicht hundert prozentigkeitlich bis zum Jahr zwei Tausend Dreißig.
00:35:55: Im Vergleich zu zweitausend neunzehn halbieren hast du gesagt oder CO-footprint Das war es.
00:36:00: Genau!
00:36:00: Wie weit seid er auf dem Weg?
00:36:02: Wir sind dort on track, also circa bei der Hälfte und hier jetzt weiterzugehen.
00:36:11: Das wird sich noch bis zum Jahr zwölfhundertzehn ziehen.
00:36:14: und da spielt einerseits eben die Entwicklung von einzelnen Produkten eine große Rolle andererseits aber auch das Thema Innovation im Material selbst und leider braucht es eine Zeit.
00:36:28: aber ich bin ganz zufrieden mit dem Progress Leben herabend Und als konsequent weiterzumachen, auch wenn der Markt und der Kunde gefühlt an Zahlungsbereitschaft aufgibt was diese Themen angeht.
00:36:42: So traurig das ist aber in der aktuellen Phase ist es schon eine... Das war glaube ich früher auch anders.
00:36:52: heute ist es weniger eine langfristig wirtschaftliche Entscheidung sondern eine Wertentscheidung weil wir merken Zahlungsbereitschaft für das Thema Nachhaltigkeit lässt nach.
00:37:03: Eine Nachfrage noch, wie erklärst du dir das?
00:37:05: Wieso lässt diese Zahlung Bereitschaft nach?
00:37:07: Zum einen ist glaube ich der gesellschaftliche Diskurs davon abgewichen weil einfach dringendere Themen im Raum stehen und das kann ich völlig nachvollziehen.
00:37:18: auch wenn es eine ganz gefährliche Entwicklung ist verstehe ich dass die Tagesschau eher über den Iran Krieg als übers Pariser Klimaabkommen aktuell berichtet.
00:37:29: Und auf der anderen Seite ist auch die Frage, wie viel Zahlungsbereitschaft haben die Menschen?
00:37:35: Und hier ist wieder der Punkt von vorhin.
00:37:40: Vieles geht ins Billigsegment weil die Leute auch aufgrund von wirtschaftlichen Sorgen sich natürlich zweimal überlegen gebe ich hundert Euro mehr für eine Regenjacke beispielsweise aus, die dann vielleicht länger hält und nachhaltiger ist, die mich aber jetzt stand heute hundert euro mehr kostet, die ich vielleicht nicht habe.
00:37:59: Ich glaube, das ist eine pferde Diskussion oder eine Pferdeentscheidung die in der Lebensrealität der Menschen so absolut nachvollziehbar ist.
00:38:08: Die aber aggregiert auf ein globales Level eine unfassbar gefährliche Entwicklung ist weil sie eben Kurzfristigkeit oder Langfristigkeit für Kurzfristigkeit opfert.
00:38:20: Wie eng seid ihr mit euren Kunden im Austausch?
00:38:22: Sehr eng würde ich sagen also leider nicht mit allen.
00:38:26: Das ist wirklich umsetzbar.
00:38:31: Aber zum einen versuchen wir regelmäßig über die einschlägigen Kanäle, Social Media
00:38:37: etc.,
00:38:38: im Austausch zu sein.
00:38:39: Zum anderen aber auch beispielsweise bei Kunden-Events wo wir Kunden auf Bergtouren mit Gelinde Kaltenbrunner oder Felix Neureuther einladen und wo wir dann auch mit dem Kunden ins Gespräch gehen, über die Aktivität sprechen werden wie sie wirklich tun.
00:38:56: Das ist für uns eine riesen Chance, weil wir einerseits so ein bisschen der Gefahr vorbeugen, dass wir in unserem eigenen Saft schwimmen und wir als Bekleidungstechniker für Bekleiderungstechnik entwickeln und nicht für Kunden.
00:39:11: Und zum anderen ist es auch einfach immer wieder spannend zu hören wie die Marke draußen wahrgenommen wird, wie das was man sich mal im Büro ausgedacht hat, dass es beim Kunden ankommen soll dann in der Realität ankommt kann man unfassbar viel lernen und versuchen es möglichst regelmäßig hinzubekommen.
00:39:27: Wenn du heute zehn Millionen Euro hättest, die du frei investieren könntest?
00:39:33: Wo würdest du dir hininvestieren um einen noch nicht erfüllten Kundenwunsch zu lösen?
00:39:39: Ich weiß nicht ob zehn Millionen dafür ausreichen würden aber... Ich
00:39:42: mache fünfzig Millionen.
00:39:44: Fünfzig Millionen würde ich vermutlich in Materialien- und Produktlösungen investieren, die das Thema Variabilität in der Nutzung voranschreiben.
00:39:56: Was heißt das?
00:39:57: Was meine ich mit variabilität, wir haben vorhin über dedizierte Use Cases gesprochen also wenn wir über weitwandern sprechen statt über Autor und Wandern.
00:40:07: zum anderen ist uns aber natürlich auch völlig klar dass für die allermeisten unserer Kunden es nicht realistisch ist sich zehn Regenjacken zu kaufen und Wir versuchen Multi-Use wirklich zu leben weil wir wissen dass der Kunde es tut.
00:40:23: Also ein Kunde, der sich eine Regenjacke zum Wandern kauft nutzt die vielleicht auch mal auf dem Fahrrad.
00:40:28: Und diesen Multiuse-Gedanken spielen wir in unserem Design mit und versuchen da Lösungen zu finden, die einzelne Produkte für verschiedene Use Cases anwendbar machen.
00:40:42: aber die Anforderungen an Materialien vor allem oder das was Materialien auch technisch leisten können bieten da gewisse Limits.
00:40:50: Also zum Beispiel ist es ganz schwer eine Downenjacke mit einem hohen Feuchtigkeitstransport hinzubekommen und hier in Lösungen zu investieren, die auch materiell dieses Multi-Use variable Funktionen abdecken können.
00:41:05: Ich glaube das wäre cool aber das ist ganz schön herausfordernd.
00:41:11: Da setzt die Physik und die Chemie leider gewisse Grenzen!
00:41:15: Du bist ja auch auf LinkedIn sehr präsent, hast dort zuletzt auch ein Post geschrieben zu eurem Einstieg in den Tech-Bereich wo ihr das Militär zum Beispiel unterstützt für gewisse Produkte.
00:41:26: Welches Feedback bekommst du im Social Media Bereich?
00:41:31: Ich habe damit gerechnet dass ich sehr negatives Feedback bekommen.
00:41:35: Es war überraschenderweise nicht so klar jetzt den einen oder anderen Kommentar der dann negativ ist.
00:41:43: Aber alles in allem bin ich sehr, sehr positiv überrascht wie gut das Thema angenommen wird.
00:41:46: Und ich habe lange über diesen Post nachgedacht.
00:41:50: Ich hab auch lang über die Versierung des Militärbereichs in unserem Portfolio nach gedacht und wie gesagt, ich habe damit gerechnet dass es sehr viel Negativer ankommt.
00:42:02: Ich habe mich trotzdem dafür entschieden einerseits diesem Post zu machen und andererseits auch dieses Business zu forcieren weil ich fest davon überzeugt bin, dass es der richtige Weg ist.
00:42:13: Endipost?
00:42:14: Entschuldigung!
00:42:15: Ja, sorry, gerne gleich.
00:42:18: Ich habe da auch eine Reise durchlaufen müssen zu dem Punkt zu kommen das Werfähigkeit ein notwendiges Muss ist.
00:42:29: und ich glaube, dass wir als Gesellschaft an den Punkt sind, dass diese Position Momentum gewinnt Und vielleicht ist es auch vom Timing her wirklich gelaufen, dass am Ende weniger Hasskommentare und mehr wirklich Support-Kommentare dann gekommen sind.
00:42:52: Wieso von Timing?
00:42:54: Ja weil ich eben glaube das dieses gesellschaftliche Momentum gerade entsteht, dass eine Akzeptanz für das Thema Wehrfähigkeit mehr und mehr kommt und auch eine Wertschätzung für vielleicht Unternehmen in einem verlängerten Arm aber vor allem für Soldatinnen und Soldaten, die mir abgesehen von der ganzen Werdienstdiskussion, sie sich teilweise auch freiwillig dazu entscheiden unsere Freiheit zu verteidigen.
00:43:21: Und ich glaube dass wir als Gesellschaft da gerade Momentum entwickeln das uns langfristig gut schon wird.
00:43:29: Du hast ja auch Stellung bezogen in Bezug auf die AfD beziehungsweise auf Dialoggespräch mit der AfD.
00:43:36: Es gab, ja ich glaube letztes Jahr war das schon diese Diskussion als der Verband der Familienunternehmer gesagt hat lasst ignorieren bringt nichts.
00:43:44: wir müssen auch in den Austausch gehen.
00:43:45: auch da hast du ja auf LinkedIn was geschrieben wo du dich positioniert hast.
00:43:49: Ich habe die erfahren gemacht dass viele Unternehmer sich eigentlich erst mal ganz gerne weg drucken wenn es so um politische Themen geht und dann nicht unbedingt öffentlich Stellung beziehen möchten.
00:43:58: warum machst du das anders?
00:44:02: Vielleicht war ich zum gewissen Grad Überzeugungstäterin, vielleicht weil ich in meiner Jugendlichkeit noch naiv bin.
00:44:09: Ich weiß es nicht!
00:44:11: Aber ich glaube dass das gefährlich ist wenn einzelne Unternehmer, ich glaube man muss Unternehmen und Unternehmer auch gerade in dem Fall getrennt betrachten.
00:44:25: aber ich glaube es ist gefährlich wenn einzelnen Unternehmer still sind und durch die Aussagen von Verbänden der Eindruck entsteht, dass alle Unternehmer gleich denken.
00:44:37: Und gerade zu dieser Zeit oder rund um diese Diskussion habe ich mich da nicht repräsentiert gefühlt und hab dann mich dazu entschieden was zu posten weil ich es für richtig gehalten habe.
00:44:53: Also ich kann dir das jetzt im Detail auch nicht
00:44:57: weiter erklären.
00:44:57: Aber das war doch die Erklärung auf meine Frage und vielleicht nochmal für unsere Rührer, den Pots jetzt nicht unbedingt kennen.
00:45:03: Deine Position zu der Frage war ja eher nicht in den Dialog zu gehen.
00:45:09: Vielleicht können Sie da noch eins versetzen zu sagen?
00:45:11: Meine Position zu dieser Frage war dass es keinen Sinn ergibt in den dialogue zu gehen wenn man nicht nach den gleichen Regeln spielt weil an dann nur verlieren kann.
00:45:22: Wenn wir sagen, wir machen einen Boxkampf nur über der Gürtellinie und du auch unter der Göttellinien treten darfst und ich nicht dann habe ich ganz schlechte Karten in dem Kampf.
00:45:33: und ohne das Wort Kampf da versichern zu wollen Ich glaube man muss sich über die Regeln einig sein bevor man wirklich zielführend und fair diskutieren kann.
00:45:42: Und den Eindruck habe ich nicht dass wir an dem Punkt sind.
00:45:47: Frage an dich.
00:45:50: Du hattest Anfangs gesagt, keiner kann dich auf den Job vorbereiten?
00:45:54: Jetzt nach vierzig Minuten Gespräch habe ich das Gefühl du bist mittendrin im Job und bist super gut angekommen.
00:46:02: Was würdest du dem Jahrkopf von vor zwei Jahren heute sagen?
00:46:06: Ich glaube nicht selbst nicht zu ernst!
00:46:09: Sehr gut wir kommen jetzt zu den drei letzten Abschlussfragen.
00:46:12: die erste wäre welches Buch hast du zuletzt gelesen was sich so begeistert hat dass du es den Hörern und Hörerinnen empfehlen würdest?
00:46:20: würde ich The Ministry for the Future von Kim Stanley Robertson wählen.
00:46:28: Ich glaube das Thema Nachhaltigkeit haben wir heute auch kurz und diskutiert, was mich an dem Buch so begeistert ist dass es einerseits in der gewissen Dramatik die Konsequenzen unserer kurzfristigen Entscheidungen darstellt, die Komplexität des ganzen Themaes Umweltserstörung ganz gut in Anfängen zumindest abdeckt.
00:46:52: Und trotz all der Dystopie, die in diesem Buch steckt, am Ende zu Lösungsfindungen kommt.
00:46:57: und es ist kein not an easy read, ein schöner Welter.
00:47:04: aber ich habe das Buch jetzt vor kurzem zum zweiten Mal gelesen weil es ja diese Situationen mit zumindest den Anfängern ganzheitlich abdecken.
00:47:17: Super, wir nehmen es auf in unserem Buchklub und verlinken das auch in den Schornlutz.
00:47:21: Wir haben ja schon gehört dass du auch privat gerne in den Bergen unterwegs bist und uns würde interessieren gibt das einen bestimmten Berg?
00:47:28: Einen bestimmten Gipfel den du gerne mal besteigen möchtest?
00:47:32: Ah!
00:47:32: Den ich gerne mal besteigen... Ich habe schon befürchte die Frage nicht einmal im Lieblingsgipfel.
00:47:37: Mehr so nach einem Ziel.
00:47:39: Den hätte ich euch nicht verraten.
00:47:41: Das ist ein geeimtipp.
00:47:44: Ehrlicherweise nein.
00:47:46: Ich habe keinen einzelnen Berg, den ich unbedingt besteigen möchte.
00:47:52: Ich bin nicht derjenige, wer irgendwie der Einwalt besser auf dem Nachttausend haben muss!
00:47:59: Ich bin auch nicht deren, der ja unbedingt auf dem Viertausender muss!
00:48:03: Bin sportlich sehr ambitioniert, aber bin eher ... I love the process of doing it und das Ziel selber ist für mich irgendwie ... etwas zweitlangiger.
00:48:17: Okay!
00:48:18: Jakob, die letzte Frage bekommt jeder Gast bei uns im Podcast gestellt... Du führst das Unternehmen heute in der achten Generation?
00:48:25: Wenn man irgendwann ein Buch über euer Familienunternehmen schreiben würde.
00:48:29: Welche Überschrift sollte dein Kapitel haben?
00:48:33: Der Änderungsfähigkeit als einzelnes Schlagwort.
00:48:39: Mein Ziel ist, ein gesundes und unabhängiges Unternehmen in die nächste Generation zu führen.
00:48:45: Ich stehe jetzt am Anfang dieses Schlitz von der achten auf die neunte Generationen.
00:48:53: Und wenn ich drüber nachdenke, was meine Karriere prägen wird und das Unternehmen in der Zeit unter meiner Führung prägt dann ist es so hart.
00:49:03: es ist Stand aktuell aller Wahrscheinlichkeit nach des Thema Unsicherheit und Unplanbarkeit und ich habe mir zum Ziel gemacht Dieses Unternehmen Agil aufzustellen und das Thema Anpassungsfähigkeit voranzutreiben, sodass wir oft egal was kommt.
00:49:21: Weil keiner kann die Zukunft vorher sagen – ich glaube es wird immer schwerer -, dass wir auf egal was kommen zügige reagieren können.
00:49:29: Und gleichzeitig aber auch gestalten können.
00:49:31: und deswegen Überschriftveränderungsfähigkeit.
00:49:34: Das ist ein doofy Überschafts-er, ein Wort Überschwift!
00:49:37: Nicht sprechen genug.
00:49:40: Ja komm, vielen Dank.
00:49:42: Wir lernen alles bleibt anders.
00:49:43: Es war ein super spannendes Gespräch mit dir.
00:49:45: Danke für deine Offenheit und für die inspirierenden Insights in deine Geschichte, und die von eurem Familienunternehmen!
00:49:51: Danke für euer Interesse und danke fürs Gespräch und Spaß gemacht!
00:49:55: Und danke auch von mir!
00:50:05: Alles neu der Interview Podcast aus dem Maschinenraum.
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